MÄRKTE ASIEN/Bescheidene Börsen-Aufschläge - Gold nicht zu bremsen

29.01.26 08:33 Uhr

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DOW JONES--Die zuletzt vom Technologiesektor getriebene Rally an den asiatischen Börsen ist am Donnerstag zumindest als flächendeckendes Phänomen ausgelaufen. Zwar zeigten sich die meisten Börsen der Region mit Aufschlägen, diese fielen aber mehrheitlich bescheiden aus. Die mit Spannung erwarteten Geschäftsausweise der US-Dickschiffe Meta Platforms, IBM und Microsoft lieferten kein einheitlichliches Bild. Während IBM und vor allem Meta mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft die Anleger nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI. In Asien stieg die Bereitschaft, Gewinne im Technologiesektor gerade nach den jüngsten Hochs mitzunehmen.

Wie schon an der Wall Street setzte die US-Notenbank keine Akzente. Diese bestätigte erwartungsgemäß das Leitzinsniveau und US-Notenbankgouverneur Jerome Powell dämpfte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den USA eher - hielt den Glauben an selbige im Jahresverlauf aber intakt. Gold und Silber zogen derweil angesichts der Spannungen um den Iran auf neue Rekordhochs an. Auch für die Ölpreise ging es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken erneut aufwärts. Zu den preistreibenden Risiken gehörten mögliche US-Maßnahmen gegen den Iran und die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf die russische Exportinfrastruktur, erläuterte Analyst Vikas Dwivedi von Macquarie. "Angriffe auf den Iran, selbst wenn sie weithin angekündigt und choreografiert wären, würden Bedenken hinsichtlich einer Blockade der Straße von Hormus aufwerfen."

In Südkorea zeigte sich der technologielastige Leitindex Kospi äußerst volatil - stieg aber letztlich den dritten Tag in Folge. Finanz- und Automobilwerte stützten. Nach einem erneuten Allzeithoch kam der Index zwischenzeitlich deutlich zurück, zog anschließend wieder an und schloss 1 Prozent fester. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix legten starke Geschäftszahlen und Ausblicke vor. SK Hynix hatte im Schlussquartal 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Der weltweite Boom im KI-Bereich heizte die starke Nachfrage nach Speicherchips weiter an, was die Gewinne der großen Hersteller in die Höhe trieb. Samsung verdiente im vierten Quartal mehr als gedacht. Die Erträge aus dem Kerngeschäft mit Halbleitern stiegen angesichts der Nachfrage nach fortschrittlichen Chips für den Ausbau der KI-Infrastruktur stark an. SK Hynix kletterten um 2,4 Prozent, Samsung fielen durch Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Aufschlägen um 0,8 Prozent - zudem waren vorläufige Zahlen bereits bekannt. Hyundai Motor legten nach mäßigen, aber positiv aufgenommenen Viertquartalszahlen um 7,2 Prozent zu.

Der japanische Nikkei-225 stagnierte bei 53.376 Punkten und kam von den Tageshochs zurück. Ein etwas schwächerer Yen stützte die Börse in Tokio tendenziell. Gewinne bei Finanz- und Elektronikwerten glichen Verluste bei Einzelhandels- und Technologiewerten aus.

Der wenig mit den Börsen im Westen und der Region korrelierende Shanghai-Composite gewann 0,2 Prozent, der HSI in Hongkong, der deutlich stärker mit den übrigen Börsen korreliert, im späten Handel 0,4 Prozent. Peking dürfte bei seinem BIP-Wachstumsziel für 2026 einen konservativeren Ansatz verfolgen, mutmaßen die HSBC-Volkswirte. Das nationale BIP-Wachstumsziel werde erst auf den jährlichen Legislativtagungen im März bekannt gegeben. Die Lokalregierungen hätten jedoch bereits begonnen, ihre Ziele für 2026 zu verkünden, die niedriger als die letztjährigen Ziele seien oder diesen entsprächen, so die Volkswirte.

In Australien schloss der S&P/ASX-200 knapp behauptet. Der australische Immobilienmarkt hat im Januar weiter zugelegt und sich von den wachsenden Erwartungen anrollender Zinserhöhungen offenbar unbeeindruckt gezeigt. Laut Nerida Conisbee, Chefökonomin der Ray White Group, sind die Preise im Januar weiter gestiegen, wodurch das jährliche Wachstum bei Häusern auf 12,5 Prozent und bei Wohnungen auf 9,1 Prozent geklettert sei. Höhere Zinserwartungen schienen noch nicht in den Markt eingepreist zu sein, meinte sie.

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INDEX zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.927,50 -0,1% +2,6% 06:00

Nikkei-225 (Tokio) 53.375,60 +0,0% +5,9% 07:00

Kospi (Seoul) 5.221,25 +1,0% +23,9% 07:30

Shanghai-Comp. 4.157,98 +0,2% +4,3% 08:00

Hang-Seng (Hongk.) 27.938,27 +0,4% +5,8% 09:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 08:49 % YTD

EUR/USD 1,1986 0,2 1,1956 1,1987 +2,5%

EUR/JPY 183,68 0,1 183,43 183,05 -0,4%

EUR/GBP 0,8663 0,0 0,8663 0,8689 -0,2%

GBP/USD 1,3835 0,2 1,3804 1,3796 +2,8%

USD/JPY 153,25 -0,1 153,42 152,71 -2,8%

USD/KRW 1.427,39 -0,2 1.430,37 1.426,40 -0,5%

USD/CNY 6,9740 -0,0 6,9749 6,9720 -0,9%

USD/CNH 6,9427 -0,0 6,9436 6,9407 -0,5%

USD/HKD 7,8042 0,0 7,8015 7,8007 +0,2%

AUD/USD 0,7075 0,5 0,7039 0,7001 +5,1%

NZD/USD 0,6078 0,3 0,6059 0,6030 +4,9%

BTC/USD 88.175,15 -1,2 89.253,25 89.151,10 +0,5%

ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,30 63,21 +1,7% +1,09 +8,3%

Brent/ICE 69,50 68,40 +1,6% +1,10 +10,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.549,55 5.415,55 +2,5% +134,00 +19,9%

Silber 117,94 116,8165 +1,0% +1,12 +57,3%

Platin 2.286,39 2.267,11 +0,9% +19,28 +25,5%

Kupfer 6,27 5,93 +5,8% +0,35 +2,6%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 29, 2026 02:34 ET (07:34 GMT)

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