26.08.2021 22:15

Analysten erwarten weiter sinkenden Goldpreis

Goldpreis im Keller: Analysten erwarten weiter sinkenden Goldpreis | Nachricht | finanzen.net
Goldpreis im Keller
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Der drastische Einbruch des Goldpreises Anfang August stimmt Analysten pessimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Edelmetalls. So rechnen Experten trotz der derzeitigen Erholung des Goldpreises mit einer weiter sinkenden Notierung des wertvollen Rohstoffs. Das sind die Gründe.
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• Goldpreis stürzt auf unter 1.700 US-Dollar ab
• Allmählicher Anstieg der Renditen macht Gold als Anlage unattraktiv
• Finanzexperten rechnen mit weiter sinkenden Goldpreisen
Im Gegensatz zu Aktien und Kryptowährungen wird Gold seit vielen Jahrhunderten als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel akzeptiert. Als Asset ist der wertvolle Rohstoff jedoch umstritten; die niedrigen Renditen und verhältnismäßig hohen Schwankungen des Goldpreises halten viele Anleger davon ab, in Gold zu investieren.
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Goldpreis verzeichnet drastischen Einbruch

Auch in letzter Zeit hat die Notierung des Edelmetalls mit starken Veränderungen zu kämpfen: So brach der Goldpreis Anfang August innerhalb von wenigen Stunden drastisch ein - und sackte erstmals seit März wieder unter die Marke von 1.700 US-Dollar pro Unze. Der Grund dafür: Die unerwartet starken Daten vom US-Arbeitsmarkt belasteten den Goldpreis sehr.

"Der anfängliche Ausverkauf des Goldpreises am Montag wurde wahrscheinlich dadurch ausgelöst, dass der asiatische Markt den US-Dollar kaufte und Gold als Reaktion auf die starken US-Gehaltszahlen für Juli vom vergangenen Freitag verkaufte", erklärt sich Vivek Dhar, Rohstoffanalyst bei der Commonwealth Bank of Australia, Berichten von CNBC zufolge die Entwicklung.

So verhalten sich der Goldpreis und der US-Dollar stets gegensätzlich: Steigt der US-Dollar im Wert gegenüber anderen Währungen, fallen die Goldpreise, denn der Rohstoff wird teurer in anderen Währungen, was die Nachfrage danach sinken lässt.

Restriktive US-Geldpolitik lässt Investoren zu anderen Anlagemöglichkeiten greifen

Auch wenn sich der Goldpreis seit dem drastischen Einbruch Anfang August wieder einigermaßen zu erholen scheint, bleiben Analysten pessimistisch im Hinblick auf die Zukunft des Rohstoffs. Grund dafür ist den Experten zufolge der Plan der Federal Reserve, die geldpolitische Lockerung zurückzunehmen und die US-amerikanische Geldpolitik in Zukunft wieder restriktiver zu gestalten.

Dies führe nach Dominic Schnider, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management, zu "weniger negativ" werdenden Realrenditen, welche die Anlage in andere Investitionsmöglichkeiten auf Dauer attraktiver machen würden als in Gold.

Der Grund dafür sind die hohen Opportunitätskosten, die in Folge dessen bei der Anlage in Gold entstehen: Die vergleichsweise niedrigen Renditen von Gold machen die Investition in den Rohstoff teuer, da die Investoren auf Zinsen verzichten, die in anderen rentablen Vermögenswerten erzielt werden könnten.

Experten erwarten massive Abflüsse aus dem ETF- und Terminmarkt

Daher erwartet der UBS-Experte gravierende Abflüsse aus den börsengehandelten Goldfonds und Terminmärkten, wie er gegenüber CNBC betont.

"Ich denke, Sie werden ein bisschen mehr Abflüsse sehen. Es würde mich nicht wundern, wenn irgendwann 20 Millionen Unzen den ETF- und Terminmarkt verlassen würden", meint Schnider gegenüber CNBC.

Und auch Rohstoffanalyst Dhar prognostiziert sinkende Goldpreise: "Ein stärkerer US-Dollar in Kombination mit einem allmählichen Anstieg der realen 10-Jahres-Renditen in den USA deuten darauf hin, dass der Goldpreis nach unten tendieren sollte", meint der Analyst CNBC-Berichten zufolge.

So rechnet der Experte damit, dass die Notierung des Edelmetalls bis zum ersten Quartal 2022 auf einen Wert von 1.700 US-Dollar pro Unze sinken wird. Schnider geht sogar noch weiter: Der Experte erwartet, dass der Goldpreis in naher Zukunft auf eine rekordträchtig niedrige Notierung von 1.600 US-Dollar pro Unze einbrechen wird.

Pauline Breitner / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Brian A Jackson / Shutterstock.com, Bulent camci / Shutterstock.com

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