Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Zurückhaltung vor wichtigen US-Konjunkturindikatoren

10.02.26 07:40 Uhr

Goldpreis: Spannung vor US-Daten | finanzen.net

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Dienstagshandel etwas schwächer, hielt sich aber über der Marke von 5.000 Dollar.

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von Jörg Bernhard

Vor den im weiteren Wochenverlauf anstehenden wichtigen US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten präsentierten sich die Investoren relativ vorsichtig. Für erhöhte Spannung sorgen die monatlichen Einzelhandelsumsätze für Dezember (14.30 Uhr), der US-Arbeitsmarktbericht für Januar (Mittwoch) sowie der CPI-Verbraucherpreisindex für Januar (Freitag). Beim Dollar kann man nach den starken Verlusten zum Wochenstart derzeit lediglich eine Bodenbildung auf reduziertem Niveau ausmachen. Derzeit deutet wenig darauf hin, dass sich die US-Währung auf lange Sicht ihrem zunehmenden Bedeutungsverlust entziehen wird. Die weltweit zu beobachtenden Bestrebungen zahlreicher Länder - insbesondere der BRICS-Staaten - ihre Dollarabhängigkeit zu reduzieren, dürfte das Interesse an der autarken global handelbaren Krisenwährung Gold tendenziell verstärken, wenngleich technische Korrekturen aufgrund der gestiegenen Volatilität relativ hoch ausfallen können. Zur Erinnerung: Der CBOE-Gold-Volatilitätsindex (GVZ) hat sich innerhalb eines Jahres von 17 auf 33 Prozent fast verdoppelt und Ende Januar ein Jahreshoch bei 46 Prozent markiert.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 24,80 auf 5.054,60 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Atempause nach Bergfahrt

Am gestrigen Montag war der Ölpreis um mehr als ein Prozent gestiegen, nachdem die Maritime Administration des US-Verkehrsministeriums US-registrierten Handelsschiffen geraten hatte, möglichst großen Abstand zu den iranischen Hoheitsgewässern zu halten und iranischen Kräften verbal das Betreten ihrer Schiffe zu verweigern, falls sie dazu aufgefordert würden. Rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls passiert die Straße von Hormus zwischen Oman und Iran, sodass jede Eskalation in diesem Gebiet ein erhebliches Risiko für die globale Ölversorgung darstellt. Die US-Warnung erfolgte trotz der Aussage des iranischen Außenministers in der vergangenen Woche, dass die von Oman vermittelten Atomgespräche mit den USA einen "guten Start" genommen hätten und fortgesetzt würden. Unterdessen hat die Europäische Union vorgeschlagen, ihre Sanktionen gegen Russland auf Häfen in Georgien und Indonesien auszuweiten, die russisches Öl umschlagen - erstmals würde die Staatengemeinschaft damit Häfen in Drittstaaten ins Visier nehmen, wie aus einem Reuters vorliegenden Dokument hervorgeht.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,07 auf 64,29 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,01 auf 69,03 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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