Leitzins im Blick

Wells Fargo: Goldpreis legt bei Zinssenkungen noch einen Zahn zu

26.04.24 22:19 Uhr

Wells Fargo-Analysten mit bullishem Kursziel für Goldpreis: Zinssenkungen lösen Goldrausch aus | finanzen.net

Im Umfeld geopolitischer Unsicherheiten und Zinssorgen floriert der Goldpreis derzeit. Experten der US-Bank Wells Fargo erklärten nun, dass der Preis für das gelbe Edelmetall seine Rally in ungeahnte Höhen fortsetzen wird, sobald die Währungshüter aktiv werden.

Werte in diesem Artikel
Aktien

53,08 EUR 0,07 EUR 0,13%

Rohstoffe

2.321,88 USD -1,12 USD -0,05%

• Günstiges Umfeld für Goldpreisrally
• Warten auf Fed-Entscheide
• Zinssenkungen dürften Anstieg begünstigen

Werbung
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) via CFD handeln (schon ab 100 €)

Partizipieren Sie an Kursschwankungen bei Öl, Gold und anderen Rohstoffen mit Hebel und kleinen Spreads! Mit nur 100 Euro können Sie durch einen Hebel mit der Wirkung von 3.000 Euro Kapital handeln.

Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.


Gold mit Rekordserie

Der Goldpreis markierte in diesem Jahr bereits ein Rekordhoch nach dem anderen. Das als "sicherer Hafen" geltende Edelmetall profitiert häufig von unsicheren Zeiten, in denen das Vertrauen in Aktien und Anleihen oft sinkt. Mit dem Krieg in der Ukraine und der Zuspitzung des Nahostkonflikts bietet das derzeitige Umfeld also einen günstigen Nährboden für ein Erstarken des Goldpreises. Aber auch die Unsicherheit im Hinblick auf die fieberhaft erwarteten Zinssenkungen der Notenbanken treiben das gelbe Edelmetall an.

Zinssorgen treiben Anleger in Goldinvestitionen

Wurde die erste Zinssenkung der US-Notenbank Fed ursprünglich bereits für Juni erwartet, zeichnen etwas höher als erwartet ausgefallene Inflationsdaten für März sowie Aussagen von mehreren Fed-Mitgliedern nun ein anderes Bild. So stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,5 Prozent. Fed-Mitglied Neel Kashkari verunsicherte die Märkte im Anschluss mit der Aussage, dass die jüngsten Preisdaten noch nicht ausreichen, um das Erreichen des Inflationsziels von zwei Prozent, das die Fed anvisiert, zu garantieren. Auch Michelle Bowman, Gouverneurin der Federal Reserve, warnte kürzlich davor, den Leitzins zu schnell zu senken und stellte auch die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung in den Raum. Zuletzt schaltete sich auch Fed-Chef Jerome Powell ein und dämpfte anhand der anhaltend hohen Inflation in den USA die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen. "Die jüngsten Daten haben uns eindeutig keine größere Zuversicht vermittelt", zitierte die "Deutsche Presse-Agentur" den obersten Währungshüter der USA.

Neue Höchststände bei Zinssenkungen

Und auch wenn sich der Goldpreis derzeit von den Unsicherheiten um die Zinspolitk der Fed beflügelt zeigt, so dürfte die Rally erst an Fahrt aufnehmen, wenn der Leitzins dann tatsächlich fällt, wie Experten der US-Bank Wells Fargo in einer Kundennotiz schrieben, die "MarketWatch" vorliegt. "Weniger bekannt ist die Tatsache, dass einige der stärksten Performances von Gold in der Vergangenheit während der Zinssenkungszyklen der Fed stattfanden", hieß es in der Analyse. Demnach stieg der Goldpreis in der Vergangenheit in den 24 Monaten, nachdem die Fed mit Zinssenkungen begonnen hat, im Durchschnitt um 20 Prozent.

Im derzeitigen Zinszyklus dürften es laut den Experten die kommenden sechs bis 18 Monate sein, die den Goldpreis auf neue Höhen heben. Neben der Zinslage und geopolitischen Risiken identifizierten die Experten der US-Bank "anhaltende Käufe seitens der globalen Zentralbanken" eine erstarkte Nachfrage durch Verbraucher in Schwellenländern sowie ein "stagnierendes Angebotswachstum" als Treiber. "Wir gehen nicht davon aus, dass sich diese Trends in naher Zukunft ändern werden", so die Strategen laut MarketWatch.

Kurze Verschnaufpause

Aus diesen Gründen schraubten die Wells Fargo-Analysten auch ihr Kursziel für das beliebte Edelmetall hoch. In diesem Jahr dürfte sich der Goldpreis noch zwischen 2.300 und 2.400 US-Dollar bewegen, so die Experten laut Notiz. Dann gebe es allerdings einen leichten Rücksetzer, der aber ausschließlich vorübergehender Natur sei. "Wir vermuten, dass der Goldpreis eine Verschnaufpause braucht, bevor er bis 2025 weiter ansteigt", gaben die Strategen Entwarnung. So werde der Rohstoff im kommenden Jahr auf 2.400 bis 2.500 US-Dollar je Feinunze ansteigen.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Ausgewählte Hebelprodukte auf Wells Fargo

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Wells Fargo

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Werbung

Bildquellen: optimarc / Shutterstock.com, ded pixto / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldpreis