Nur während der WM:
Gratis-Abo für Neukunden bei finanzen.net Brokerage (Wert: bis zu 238,- Euro)
» alle Infos zu dieser Aktion

13.06.2018 06:59
Bewerten
(0)

Deutsche Post trennt sich nach Gewinnwarnung von Vorstand Gerdes

30 Jahre im Konzern: Deutsche Post trennt sich nach Gewinnwarnung von Vorstand Gerdes | Nachricht | finanzen.net
30 Jahre im Konzern
DRUCKEN
Die Deutsche Post trennt sich nach dem Gewinneinbruch im Brief- und Paketgeschäft von seinem langjährigen Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes.
Der 53-Jährige, der die Zuständigkeit für die sogenannte PeP-Sparte schon Anfang April abgegeben hatte, verlässt den Konzern mit sofortiger Wirkung. Das teilte der DAX 30-Konzern am Dienstag nach Börsenschluss in Bonn mit. Gerdes' zuletzt verbliebene Aufgaben als Vorstand für Innovationen wie den Elektro-Lieferwagen Streetscooter soll Personalchef Thomas Ogilvie zusätzlich übernehmen.

Der neue Aufsichtsratschef Nikolaus von Bomhard lobte Gerdes' Verdienste für den Post-Konzern. Der Post-Manager hatte schon als Chef des Brief- und Paketbereichs Neuerungen wie die Packstationen, den E-Postbrief und den von der Post selbst produzierten Streetscooter vorangetrieben. Das Brief- und Paketsegment hatte er mehr als ein Jahrzehnt lang geleitet, insgesamt arbeitete Gerdes über 30 Jahre für die Deutsche Post. Dass sich beide Seiten trotzdem trennen, begründete der Konzern mit "unterschiedlichen Auffassungen über die strategische Schwerpunktsetzung des Unternehmens".

Das Ende seiner Postkarriere kam für Gerdes wohl nicht ganz überraschend. Anfang April hatte der Konzern verkündet, dass der Manager die Leitung des mit 18 Milliarden Euro umsatzstärksten Post-Ressorts Post, E-Commerce, Pakete (PeP) abgeben und sich ab sofort nur noch mit dem neu geschaffenen Innovationsbereich Corporate Incubations befassen werde. Einen Nachfolger für die PeP-Spitze hat die Post bisher nicht benannt. Das Segment führt derzeit übergangsweise Vorstandschef Frank Appel.

Die endgültige Trennung von Gerdes erfolgte nur wenige Tage, nachdem die Deutsche Post wegen der Probleme bei PeP ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr kappen musste. Schon im ersten Quartal war der Gewinn des Bereichs deutlich gesunken, weil die Kosten aus dem Ruder liefen. Für das Gesamtjahr sieht es noch bitterer aus - zumal die Post mit einem teuren Spar- und Investitionsprogramm gegensteuert, das zusätzlich aufs Ergebnis drückt.

Hatte Appel für 2018 bislang konzernweit ein operatives Ergebnis (Ebit) von 4,15 Milliarden Euro angepeilt, so rechnet er seit Freitag nur noch mit rund 3,2 Milliarden Euro. Mit der Frühpensionierung von verbeamteten Mitarbeitern, Kürzungen im Verwaltungsapparat, zusätzlichen Investitionen in Digitalisierung sowie effizienteren Abläufen will er es schaffen, den operativen Gewinn bis 2020 wie geplant auf mehr als 5 Milliarden Euro zu steigern.

Viele Analysten halten diese Marke für unrealistisch. Im Schnitt rechnen sie für Ende des Jahrzehnts mit einem Ebit in Höhe von rund 4,8 Milliarden Euro. Appel hat sein 5-Milliarden-Euro-Ziel aber gerade erst wieder bekräftigt.

Bereits am Montag hatte das "Manager Magazin" mit Bezug auf Konzernkreise über einen geplanten Abgang von Gerdes berichtet. Der Manager hatte erst im Mai eine neue Fabrik für den Streetscooter im nordrhein-westfälischen Düren eröffnet.

BONN (dpa-AFX)

Bildquellen: AR Pictures / Shutterstock.com, Deutsche Post DHL, Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com, Deutsche Post
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Post AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Post AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.06.2018Deutsche Post overweightMorgan Stanley
15.06.2018Deutsche Post buySociété Générale Group S.A. (SG)
14.06.2018Deutsche Post market-performBernstein Research
13.06.2018Deutsche Post kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.06.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
19.06.2018Deutsche Post overweightMorgan Stanley
15.06.2018Deutsche Post buySociété Générale Group S.A. (SG)
13.06.2018Deutsche Post kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.06.2018Deutsche Post buyUBS AG
11.06.2018Deutsche Post overweightBarclays Capital
14.06.2018Deutsche Post market-performBernstein Research
12.06.2018Deutsche Post Sector PerformRBC Capital Markets
11.06.2018Deutsche Post HaltenDZ BANK
11.06.2018Deutsche Post HoldJefferies & Company Inc.
11.06.2018Deutsche Post HaltenIndependent Research GmbH
13.06.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
11.06.2018Deutsche Post ReduceKepler Cheuvreux
11.06.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
06.06.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
08.05.2018Deutsche Post ReduceKepler Cheuvreux

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Post AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Wachstumsaktien!

Wo bieten sich Anlegern weltweit die besten Wachstumschancen? Wir stellen Ihnen im neuen Anlegermagazin vier Titel mit viel Potenzial vor.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Deutsche Post Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX geht grün ins Wochenende -- Dow im Plus -- Großbanken bestehen ersten Teil des Fed-Stresstests -- EU-Zölle auf US-Produkte treten in Kraft -- Commerzbank, Auto-Aktien im Fokus

S&P bestätigt Hannover Rück mit AA-. Das letzte Paket steht: Griechenland-Rettung vor dem Abschluss. YouTube erlaubt Abo-Gebühren und Verkauf von Fanartikeln. BMW ruft Dieselautos mit falscher Software in die Werkstatt. Verbraucher müssen durch Strafzölle mit Preiserhöhungen rechnen. OPEC dreht Ölhahn etwas weiter auf.

Umfrage

Sind sie mit der bisherigen Arbeit der Großen Koalition in Berlin zufrieden

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Amazon906866
Scout24 AGA12DM8
TeslaA1CX3T
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400
Alphabet C (ex Google)A14Y6H
Netflix Inc.552484
Facebook Inc.A1JWVX
Deutsche Telekom AG555750
Siemens Healthineers AGSHL100
BMW AG519000
MasterCard Inc.A0F602