AKTIEN IM FOKUS 3/Anleger streichen nach Tech-Rally und Kursrekorden Gewinne ein
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(neu: Kursentwicklungen durchgehend aktualisiert)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Euphorie über starke Zahlen aus der Tech-Branche ist am Mittwoch ein wenig aus den Märkten gewichen. Nach Kursrekorden entschieden sich die Anleger dafür, Gewinne einzustreichen.
Der ungebremste Boom bei Künstlicher Intelligenz treibt die Geschäfte des Chipausrüsters ASML weiter kräftig an. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen weiteres Umsatzwachstum an. Zudem wurde der Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 angekündigt.
Gute Nachrichten gab es auch aus Asien. Der südkoreanische Chip-Hersteller SK hynix übertraf im Schlussquartal 2025 mit dem operativen Gewinn die Konsensprognose um fast 15 Prozent. Zudem hatte am Vorabend der US-Chipkonzern Texas Instruments mit einem überraschend robusten Ausblick für das erste Quartal überzeugt.
Der Jubelsturm über den Auftragseingang von ASML (ASML NV) hatte dessen Aktien zunächst auf einen Rekordstand jenseits von 1.300 Euro getragen. Auf diesem Niveau und mit einem Kursplus von über 40 Prozent seit Jahresbeginn wurde die Luft dünn. Der Kurs bröckelte peu a peu ab und rutschte am Nachmittag während der Analystenkonferenz zu dem Zahlenwerk ins Minus. Das betrug zuletzt gut zwei Prozent auf knapp 1.200 Euro. Auch der europäische Technologieindex, in dem die ASML-Aktie mit Abstand am schwersten gewichtet ist, drehte ins Minus. Marktteilnehmer sorgten sich um womöglich nicht ausreichende Produktionskapazitäten in der Zukunft angesichts der unerwartet starken Nachfrage. Das Unternehmen selbst gab sich allerdings gelassen.
Andernorts sorgten die starken Zahlen und Prognosen der Niederländer für gute Stimmung: Anteile des Chip-Herstellers Infineon gelang im DAX ein Ausbruch auf das Niveau von 2001. Im Tageshoch von 45,60 Euro betrug der Aufschlag seit Jahresbeginn mehr als 20 Prozent. Daraufhin ließen Investoren auch hier etwas Luft raus, zuletzt lagen Infineon noch mit 2,3 Prozent im Plus.
Ähnlich war die Entwicklung bei JENOPTIK. Die Jenaer fertigen Präzisionskomponenten und Systeme unter anderem für die Halbleiterindustrie. Mit dem Rückenwind von ASML schnellten sie in der Spitze um fast 17 Prozent auf den höchsten Stand seit Oktober 2014. Anschließend schmolzen die Gewinne auf zuletzt noch 7,5 Prozent.
Analysten äußerten sich am Mittwoch vor allem über den Auftragseingang von ASML begeistert. Mit einem Volumen von 13,2 Milliarden Euro liege er fast doppelt so hoch wie erwartet, schrieb Analyst Janardan Menon von der Investmentbank Jefferies. Die Aktienbewertung sei zwar selbst mit dem starken Ausblick auf 2026 hoch; die Auftragsstärke und die positive Nachrichtenlage aus der Branche sprächen aber mittelfristig für weitere Kursgewinne./ag/bek/he
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