Rheinmetall-Aktie vor Bilanztag fester: Experten mit hohen Erwartungen an den Rüstungsriesen

Morgen richtet sich der Blick der Anleger auf Rheinmetall. Der Rüstungskonzern legt die Bilanz für das Schlussquartal 2025 vor. Die Erwartungen der Analysten sind hoch.
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Der DAX-Konzern Rheinmetall lädt zur vierteljährlichen Finanzkonferenz, um die Bücher für das am 31. Dezember 2025 beendete Jahresviertel zu öffnen.
Gewinnexplosion voraus?
Die Prognosen von 2 Analysten belaufen sich für das jüngste Jahresviertel durchschnittlich auf ein EPS von 18,81 Euro je Aktie. Ein Jahr zuvor hatte bei Rheinmetall noch ein Gewinn pro Aktie von 10,87 Euro in den Büchern gestanden, was einer Steigerung von 73,05 Prozent entsprechen würde.
Beim Umsatz gehen 4 Analysten von einem Zuwachs von 16,43 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Hier liegen die Prognosen bei durchschnittlich 4,06 Milliarden Euro gegenüber 3,48 Milliarden Euro im Vorjahrszeitraum.
Für das beendete Fiskaljahr erwarten 21 Analysten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 27,29 Euro, wohingegen im entsprechenden fiskalischen Vorjahr noch 16,51 Euro vermeldet worden waren. Dies würde einem Aufwärtspotenzial von über 65 Prozent entsprechen.
Auf der Umsatzseite schätzen 10 Analysten im Schnitt, dass im abgelaufenen Fiskaljahr insgesamt 11,88 Milliarden Euro erwirtschaftet werden sollen, während es ein Fiskaljahr zuvor noch 9,75 Milliarden Euro waren. Die Umsatzprognose entspricht demnach einem Wachstumspotenzial von 21,85 Prozent.
Ob Rheinmetall die Erwartungen treffen kann, bleibt jedoch abzuwarten.
Kartellamt macht Weg frei für neue Artilleriemunition-Firma
Beim Verkauf von Artilleriemunition muss sich der Rüstungskonzern Rheinmetall einem schärferen Wettbewerb in Deutschland stellen. Das Bundeskartellamt genehmigte ein Gemeinschaftsprojekt des großen norwegischen Rheinmetall-Konkurrenten Nammo Raufoss und des deutschen Lenkflugkörper-Herstellers Diehl Defence für die Produktion von 155-Millimeter-Geschossen. Nammo hat bislang in Deutschland keine Produktionsanlagen, über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Diehl ändert sich das nun - für dieses Joint Venture wurde nun die Freigabe erteilt.
Diehl Defence hat seinen Sitz in Überlingen am Bodensee. Es fertigt bislang nur im geringen Umfang Artilleriegranaten, dank des Branchenriesen Nammo kommt Diehl nun auf ein deutlich höheres Produktionslevel.
Nammo und Diehl Defence hatten gemeinsam an einer Ausschreibung für einen Bundeswehr-Großauftrag teilgenommen und dabei den Zuschlag erhalten. Damit der Auftrag auch ausgeführt werden kann, musste das Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden. Dies kann nun erfolgen, Deutschlands oberste Wettbewerbshüter legen den Firmen keine Steine in den Weg.
Diehl hätte den Auftrag nicht allein ausführen können, sagt Kartellamtschef Andreas Mundt. "Nammo hat die von der Bundeswehr bestellte Munition entwickelt und hält das geistige Eigentum daran - durch Diehls Zusammenarbeit mit Nammo wird der Wettbewerb daher nicht beschränkt." Durch die Zusammenarbeit von Diehl und Nammo entstehe ein leistungsfähiger Wettbewerb in Deutschland, was den Wettbewerb sogar fördere, sagt Mundt.
So steht es um die Rheinmetall-Aktie
Am Dienstag bewegte sich die Rheinmetall-Aktie im XETRA-Handel letztlich 1,72 Prozent höher bei 1.653,00 Euro. Von ihrem am 04.10.2025 erreichten 52-Wochen-Hoch bei 2.007,00 Euro ist das Papier jedoch noch weit entfernt.
Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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