12.07.2021 18:02

VW-Aktie gefragt: Volkswagen-Chef Diess erhält neuen Vertrag bis 2025

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Volkswagen-Chef Herbert Diess wird den Konzern auch in den kommenden Jahren leiten.
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Der Aufsichtsrat hat laut Mitteilung einer Vertragsverlängerung von Diess als Vorstandsvorsitzender bis Oktober 2025 zugestimmt. Diess und sein Vorstandsteam hätten die Transformation des Konzerns gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung in den vergangenen Jahren erfolgreich vorangetrieben, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Es gebe in den kommenden Jahren unter der Leitung von Diess beste Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.

Überraschend kommt die Vertragsverlängerung für Diess nicht, auch wenn die Verantwortlichen hinter den Kulissen offenbar nicht immer einer Meinung in der Sache waren. Ende 2020 hatte der Aufsichtsrat Diess zwar grundsätzlich Rückendeckung für seine Strategie gegeben, eine Vertragsverlängerung gab es damals aber nicht. Grund waren Medienberichten zufolge vor allem Differenzen mit dem früheren VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Der einflussreiche Gewerkschafter ist dieses Jahr als Personalvorstand zu TRATON gewechselt.

Diess war wenige Monate vor Bekanntwerden des Dieselskandals 2015 von BMW zu Volkswagen gewechselt. Nachdem er zunächst die Kernmarke als Chef leitete, wurde er drei Jahre später als Nachfolger von Matthias Müller zum Konzernchef ernannt. Seitdem hat Diess den von Müller eingeleiteten Wandel zur Elektromobilität forciert. Beim immer wichtiger werdenden Thema Software will er Volkswagen auf Augenhöhe mit Wettbewerbern bringen. Fortschritte kann er bereits bei der lange Zeit als margenschwach geltenden Kernmarke vorweisen, die in den vergangenen Jahren stetig die Profitabilität gesteigert hat.

Ebenfalls am Freitag wurde der Aufsichtsrat über die Strategie 2030 informiert. Das Kontrollgremium sieht darin die Basis für künftiges Wachstum. Unter der Überschrift "New Auto" will der Konzern sich in einer von E-Mobilität und Software geprägten Mobilitätswelt behaupten. Der Schwerpunkt soll in den kommenden Jahren auf dem Aufbau von Software-Kompetenzen liegen und hier vor allem beim autonomen Fahren.

Um die neuen Werttreiber zu erschließen und Wachstum sicherzustellen, setzt der Konzern einerseits auf die Stärke seiner Marken und andererseits auf Technologie-Plattformen. Einheitliche Plattformen für Software und Fahrzeug-Mechatronik sollen dabei ebenso für Skalen-, Kosten- und Qualitätsvorteile sorgen wie eine markenübergreifende Batterie- und Ladestrategie und eine Mobilitätsplattform.

Der Öffentlichkeit wird die Strategie am 13. Juli vorgestellt.

Volkswagen-Erholung geht weiter

Die seit Anfang Juni von Unsicherheit wegen der Halbleiterknappheit belasteten Aktien von Volkswagen haben am Montag an ihre kräftige Erholung vom vergangenen Freitag angeknüpft. Im XETRA-Handel ging es mit gezahlten 218,15 Euro nochmals um 2,73 Prozent bergauf, nachdem sie am Freitag im Zuge starker Quartals-Eckdaten schon um letztlich sechs Prozent angezogen waren. Am Donnerstag waren sie noch kurz unter die 200-Euro-Marke und damit auf ein Tief seit Mitte März gefallen.

Die Wolfsburger konnten am Freitagnachmittag die Bedenken der Anleger, dass knappe Halbleiter die Produktion hemmen, mit starken Eckdaten mildern. Der Volkswagen-Konzern hatte mitgeteilt, dass im ersten Halbjahr ein operativer Gewinn von rund elf Milliarden Euro eingefahren wurde.

Laut dem Metzler-Experten Jürgen Pieper hat sich die Chip-Knappheit dabei weniger stark ausgewirkt, es sei aber auch eine Folge starker Preisgebung und des Produktmix. Er empfiehlt die Papiere in einer am Montag vorliegenden Studie weiter nachdrücklich zum Kauf - mit einem auf 340 Euro erhöhten Kursziel.

Laut Experte Arndt Ellinghorst von Bernstein Research gab es am Freitag nach Börsenschluss mit der Vertragsverlängerung von Diess eine zweite wichtige Nachricht. Der Analyst glaubt, dass dies neben den Quartalszahlen bei Anlegern auch gut ankommt. Laut einem Börsianer weicht damit etwas Unsicherheit um die zukünftige Unternehmensführung von der Aktie.

FRANKFURT (Dow Jones) / dpa-AFX Broker

Bildquellen: GEOFF ROBINS/AFP/Getty Images

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