Aroundtown-Aktie verliert: Konzern rechnet mit weiterem Rückgang des operativen Ergebnisses - Aufstockung bei GCP geplant

Aroundtown hat im vergangenen Jahr einen weiteren Rückgang des operativen Gewinns FFO I verbucht, die Prognose damit aber am unteren Ende der Spanne erreicht.
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Die Aktionäre sollen nach zwei Jahren Pause wieder eine Dividende bekommen. Der Luxemburger Immobilienkonzern kündigte an, 0,08 Euro pro Aktie auszuschütten, das entspricht einer Quote von 30 Prozent des FFO I. Ab 2026 soll jährlich die Hälfte davon ausgeschüttet werden.
Im Geschäftsjahr 2025 lag der FFO I mit 288 Millionen Euro um 9 Prozent unter dem Vorjahr. Dies sei vor allem höheren Finanzierungskosten geschuldet, teilte das im MDAX notierte Unternehmen mit. Der FFO I pro Aktie ging um 3 Cent auf 26 Cent zurück. Aroundtown SA hatte einen FFO I zwischen 280 und 310 Millionen Euro bzw 0,26 bis 0,28 Euro je Aktie angestrebt.
Für 2026 wird ein FFO I in der Spanne von 250 bis 280 Millionen bzw. 0,24 bis 0,27 Euro pro Aktie erwartet. Darin sind die in diesem Jahr geplanten Veräußerungen bereits berücksichtigt. Die Dividende würde sich auf Basis der neuen Dividendenpolitik dann auf 0,120 bis 0,135 Euro pro Aktie belaufen, wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht.
Die Nettomieteinnahmen lagen im vergangenen Jahr mit 1,183 Milliarden Euro leicht über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg der vergleichbaren Mieteinnahmen konnte den Effekt der Nettoveräußerungen ausgleichen, wie das Unternehmen mitteilte.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 999,3 Millionen Euro um 1 Prozent unter Dem Vorjahr.
Das laufende Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 250 Millionen Euro soll bis Jahresende abgeschlossen werden.
Aufstockung bei GCP geplant
Aroundtown will bis zu gut 47,45 Millionen Aktien des Wohnimmobilienunternehmens Grand City Properties erwerben und die eigene Beteiligung so von derzeit 63 Prozent auf maximal 89,5 Prozent ausbauen. Aroundtown bietet dazu 4 eigene Aktien aus dem Bestand für eine Grand City Properties-Aktie, wie der Gewerbeimmobilienspezialist in Luxemburg mitteilte. Das Angebot werde keiner Mindestannahmeschwelle oder sonstigen Bedingungen unterliegen, erklärte Aroundtown.
Sollten die angedienten Aktien zusammen mit dem bestehenden Aktienbestand das maximale Angebotsvolumen überschreiten, so würden die angedienten Aktien anteilig zugeteilt. Bis Anfang April soll das Angebot abgewickelt werden. Die endgültigen Bedingungen würden mit dem vollständigen Angebotsdokument in den nächsten Tagen veröffentlicht.
Die angedienten GCP-Aktien sollen in den Genuss der Aroundtown-Dividende für 2025 kommen, die bei 8 Cent je Aktie liegen wird.
Der Verwaltungsrat von GCP begrüßte das Angebot und bezeichnete es als attraktive Wertschöpfung für die eigenen Aktionäre. Das Angebot enthalte eine Prämie von 6,6 Prozent auf den Schlusskurs der GCP-Aktie zum 3. März.
Im XETRA-Handel verliert die Aroundtown-Aktie zeitweise 3,16 Prozent auf 2,70 Euro. Der geplante Ausbau der Beteiligung von Aroundtown hat am Mittwoch die Aktien von ins Plus gehievt. Die Papiere des im SDAX enthaltenen Wohnimmobilien-Unternehmens legten um bis zu 1,72 Prozent auf 10,64 Euro zu.
Die Kurse der beiden beteiligten Unternehmen passten sich am Mittwoch dem Schema an, dass Anleger für die aktuell zu 10,62 Euro gehandelten Grand-City-Aktien einen ähnlichen Gegenwert in vier Aroundtown-Aktien erhalten können. Gemessen an den Vortags-Schlusskursen liegt der Aufschlag bei knapp sieben Prozent.
Analystin Stephanie Dossmann von Jefferies zeigte sich von diesen Zahlen und den Gegebenheiten nicht überzeugt. Sie sei sich nicht sicher, ob sich die Grand-City-Anteilseigner ein stärkeres Engagement in Aroundtown wünschten, schrieb die Expertin. Sie verwies auf eine höhere Verschuldung sowie das stärker auf Büroimmobilien fokussierte Geschäft des Mutterkonzerns und zweifelt an einem Erfolg des Angebots.
Beide Unternehmen hatten auch Jahreszahlen vorgelegt und dabei Ausblicke für 2026 formuliert. Dussmann schrieb mit Blick auf Aroundtown, das erzielte operative Ergebnis (FFO I) liege am unteren Ende der Zielspanne und der Ausblick für 2026 bei dieser Kennziffer mit 250 bis 280 Millionen Euro unter den Erwartungen. Die Leerstandsquote gerade im Bürobereich sei gestiegen, monierte die Expertin.
Was Grand City betrifft, waren sich mehrere Experten einig, dass die für 2025 berichteten Jahreszahlen solide ausgefallen seien. Hierzu schrieb Kai Klose von der Berenberg Bank, die soliden Ergebnisse gehen vor allem auf die äußerst attraktive Lage am deutschen Wohnimmobilienmarkt sowie das umfangreiche Mietportfolio in London zurück. Seine Erwartungen für 2026 lägen im Rahmen der vom Unternehmen genannten FFO-I-Zielspanne.
DOW JONES unddpa-AFX
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