18.10.2016 16:52

Netflix-Aktie hebt ab: Gewinn kräftig gesteigert

Erwartungen geschlagen: Netflix-Aktie hebt ab: Gewinn kräftig gesteigert | Nachricht | finanzen.net
Erwartungen geschlagen
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Der Plan von Netflix, Kunden mit Eigenproduktionen anzulocken, geht offenkundig auf.
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Der Videostreaming-Dienst konnte im vergangenen Quartal 3,57 Millionen neue Abo-Nutzer gewinnen. Das war über eine Million mehr als erwartet. Damit kam auch das Vertrauen der Anleger auf einen Schlag zurück: Die Netflix-Aktie schießt an der NASDAQ zeitweise um mehr als 20 Prozent auf knapp 120 Dollar nach oben, auch an der XETRA legt das Papier um rund ein Fünftel zu. Damit brachen sie nicht nur aus ihrer monatelangen Spanne zwischen rund 90 und 105 US-Dollar aus, sondern machten zudem einen gewaltigen Satz Richtung Rekordhoch bei 133,27 Dollar. Dieses hatten die Papiere im Dezember 2015 erreicht. Es störte sie nicht, dass Netflix einen Start in China nun auch offiziell auf die lange Bank schob.

Grund für den Kurssprung war, dass Netflix offensichtlich wie geplant Kunden mit populären Eigenproduktionen wie der Mystery-Serie "Stranger Things" anlocken konnte. Das bleibt auch der Fokus: Im kommenden Jahr will Netflix rund 1.000 Stunden exklusive Inhalte ins Programm bringen. Der Videostreaming-Dienst gewann über eine Million Abo-Nutzer mehr als erwartet. Befeuert wurde das Wachstum der Nutzerzahlen nun vor allem vom internationalen Geschäft. Netflix gewann außerhalb der USA 3,2 Millionen neue Abo-Nutzer. Im Heimatmarkt waren es noch 370 000 Neuzugänge - auch 70 000 mehr als erwartet.

Netflix hat nun 47,5 Millionen Kunden in den USA und 39,25 Millionen im Rest der Welt. Die Pläne für einen Start im Riesenmarkt China wurden unterdessen vorerst aufgegeben, wie Hastings sagte. Die regulatorischen Hürden seien zu hoch. Er verwies auch darauf, dass die Film-Dienste von Disney und Apple in dem Land gestoppt worden seien. Bisher hatte Netflix erklärt, man sei in Gesprächen mit den Behörden, könne aber keinen Zeitpunkt nennen. Nun will Netflix eher einige eigene Inhalte über lokale Partner zeigen. Das werde aber keine große Einnahmequelle sein, warnte Hastings.

EXPERTEN ÜBERWIEGEND VOLL DES LOBES

Experten äußerten sich überwiegend positiv zu den Quartalszahlen. Mit übertroffenen Erwartungen bei den Abonnentenzahlen habe der Online-Videoanbieter selbst hohe Vergleichswerte nochmals in den Schatten gestellt, schrieb Anthony DiClemente vom japanischen Analysehaus Nomura.

Laut Analyst Heath Terry von der US-Investmentbank Goldman Sachs stehen nun die Chancen für eine noch schwungvollere Geschäfts- und Gewinnentwicklung gut. Schließlich wolle Netflix im kommenden Jahr mehr als eine Milliarde Dollar in neue Inhalte investieren.

JEFFERIES SKEPTISCH

Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen. So schrieb Analyst John Janedis von Jefferies, dass Netflix die gegenwärtige Dynamik wohl nicht dauerhaft halten könne. Janedis zufolge könnte der Videostreaming-Dienst im kommenden Jahr wegen der stark zunehmenden Zahl der Eigenproduktionen auch mehr Barmittel verbrauchen als gedacht.

Auch der Umsatz übertraf im vergangenen Quartal mit einem Plus von 32 Prozent auf 2,29 Milliarden Dollar (2,08 Mrd Euro) die Erwartungen der Börsianer. Der Gewinn schoss im Jahresvergleich um 75 Prozent auf 51,5 Millionen Dollar hoch, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Das war ebenfalls deutlich besser als erwartet.

Netflix war trotz der nahezu weltweiten Verfügbarkeit zu Jahresbeginn in den vergangenen Quartalen zunächst schwächer als erwartet gewachsen. Das brachte die Aktie zwischenzeitlich unter Druck, obwohl Netflix die Entwicklung unter anderem mit dem Auslaufen günstigerer älterer Verträge in den USA erklärte. Das habe einige Nutzer zu Kündigungen veranlasst. Jetzt setzt die Gegenbewegung ein.

Für das laufende vierte Quartal stellte Netflix einen Zuwachs von 5,2 Millionen Kunden in Aussicht - 1,45 Millionen im Heimatmarkt und 3,75 Millionen im Rest der Welt. Netflix hatte den Dienst im Januar auf einen Schlag in 130 neue Länder gebracht und deckt damit fast die ganze Welt bis auf China ab.

Genauso wie der Rivale Amazon setzt Netflix dabei massiv auf exklusive Produktionen und nimmt dafür viel Geld in die Hand. Insgesamt sollen im kommenden Jahr sechs Milliarden Dollar für Inhalte ausgegeben werden.

/so/DP/stb

LOS GATOS (dpa-AFX)

Bildquellen: Netflix

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