TSMC-Aktie zieht deutlich an nach starkem Quartalsbericht und Ausblick

Für Halbleiterwerte zeichnet sich am Donnerstag ein starker Tag ab. Für gute Stimmung sorgt der Chiphersteller Taiwan Semiconductor.
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TSMC geriet mit seinen Geschäftszahlen und dem starken Ausblick für das erste Quartal inn den Fokus der Anleger. Nachfrage und Profitabilität blieben hoch und es zeichne sich keinerlei Abschwächung bei Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) ab.
TSMC überzeugt mit Quartalsgewinn in Rekordhöhe
Die Geschäfte von Taiwan Semiconductor (TSMC), dem größten Auftragsfertiger für Chips weltweit, laufen weiterhin blendend und übertrafen im Berichtszeitraum einmal mehr die bereits hohen Erwartungen der Finanzmärkte.
Wie TSMC am Donnerstag mitteilte, stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum um beeindruckende 35 Prozent auf 505,74 Milliarden TWD (rund 16 Milliarden US-Dollar), womit ein neuer Rekordwert erreicht wurde. Im Vorfeld waren hier nur 478,4 Milliarden TWD prognostiziert worden. Die Entwicklung wurde maßgeblich durch das anhaltend starke Wachstum der Nachfrage nach KI-Chips und Hochleistungsprozessoren getrieben. TSMC beliefert einige der größten Technologie-Player der Welt, darunter NVIDIA oder Apple, deren KI-orientierte Server- und Smartphone-Produkte weiterhin hohe Stückzahlen abfordern. Diese Nachfrage hat sich als zentraler Wachstumstreiber erwiesen und die wichtigsten Kennzahlen des Quartals beflügelt.
Analysten hatten bereits im Vorfeld auf ein deutliches Gewinnplus hingewiesen und die hohe Auslastung der 3-Nanometer-Fertigungskapazitäten sowie die starke Nachfrage nach AI-Serverbeschleunigern betont. Doch mit dem heute präsentierten Ergebnis hat TSMC die Messlatte noch einmal höher gelegt und gezeigt, dass die Halbleiterkonjunktur keineswegs nachlässt, sondern in strategisch wichtigen Segmenten weiterhin wächst.
Umsatzwachstum und Margen über den Erwartungen
Neben dem Gewinn legte auch der Umsatz kräftig zu: Für die Monate Oktober bis Dezember 2025 meldete TSMC einen Umsatz von rund 1,046 Billionen TWD, was einem Wachstum von rund 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und die Schätzungen der Analysten klar übertraf. In US-Dollar lag der Umsatz im vierten Quartal laut dem Unternehmen bei 33,73 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg um 25,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellte.
Die Bruttomarge lag im Berichtszeitraum bei 62,3 Prozent und somit über den Erwartungen. Die operative Marge betrug laut TSMC 54,0 Prozent und die Nettogewinnmarge 48,3 Prozent. Dies zeigt eine robuste Ertragskraft trotz des intensiven Wettbewerbs um Spitzentechnologien und Kapazitäten und unterstreicht, dass TSMC nicht nur auf Volumen, sondern auch auf Profitabilität setzt.
Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
"Unser Geschäft im vierten Quartal wurde durch die starke Nachfrage nach unseren Spitzentechnologien gestützt", wird Wendell Huang, Senior Vice President und Finanzvorstand von TSMC, in der Pressemitteilung zitiert. "Auch im ersten Quartal 2026 gehen wir davon aus, dass unser Geschäft weiterhin von der starken Nachfrage nach unseren Spitzentechnologien getragen wird". Entsprechend erwarte das Management von TSMC, dass der Umsatz im laufenden Jahresviertel zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden US-Dollar liegen werde, was einem Anstieg im Jahresvergleich um bis zu 40 Prozent entspricht und die Erwartungen von Experten übertrifft. Zugleich dürfte mehr Bruttomarge übrigbleiben als am Markt bisher erwartet. Auch bei den Investitionen legt TSMC nach. Für das Jahr 2026 plant der Konzern Ausgaben von 52 bis 56 Milliarden Dollar.
Zudem habe das Management von TSMC eine geradezu spektakuläre Prognose für die KI-Nachfrage gegeben, schrieb Analyst Matthew Britzman vom Finanzhaus Hargreaves Lansdown. Um bis zu fast 60 Prozent soll demnach die Nachfrage jährlich bis 2029 steigen. Dabei sei das Management für eher vorsichtige Prognosen bekannt. "Die Cloud-Giganten klopfen bei TSMC schon an die Tür, um die Kapazitäten für die Zukunft zu sichern". Die Taiwanesen zögen daher bereits den Ausbau von Produktionsstätten im Heimatland und in den USA vor.
Geopolitische Spannungen prägen aber dennoch das Umfeld. Die Taiwan-Frage bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor, da die demokratische Inselrepublik politisch von China beansprucht wird und eine Schlüsselrolle in der globalen Chipproduktion spielt. Gleichzeitig greift US-Präsident Donald Trump stärker in die Industriepolitik ein.
TSMC-Aktie gefragt
Da TSMC seine Zahlen nach Handelsschluss in Taiwan und vor Beginn des vorbörslichen Handels in den USA vorgelegt hat, konnte die Unternehmensaktie im heimischen Hadnel noch nicht auf die Bilanz reagieren. In Taiwan schloss die Aktie zuletzt um 1,17 Prozent schwächer bei 1.690,00 TWD, die ADR-Papiere von TSMC stiegen im NYSE-Handel letztlich um 4,44 Prozent auf 341,64 US-Dollar.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX
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