HENSOLDT-Aktie schwächelt: Radarproduktion strategisch abgesichert - So performen Rheinmetall, RENK und TKMS

Der Rüstungselektronik-Spezialist HENSOLDT treibt angesichts geopolitischer Spannungen und steigender Verteidigungsausgaben den Ausbau seiner industriellen Basis weiter voran.
Werte in diesem Artikel
• HENSOLDT sichert Lieferkette bei Halbleitern ab
• Langfristige Vereinbarung mit UMS
• HENSOLDT-CFO: Wichtiger Baustein für Serienproduktion moderner Radarsysteme
Wie HENSOLDT am Mittwoch per Pressemitteilung bekanntgab, wurde eine langfristige Halbleitervereinbarung mit United Monolithic Semiconductors (UMS) geschlossen, die die Resilienz der Lieferkette stärken und den Ausbau der Produktionskapazitäten angesichts der weltweit stark steigenden Nachfrage nach Sensorlösungen unterstützen soll. Im Rahmen der Vereinbarung soll UMS bis zum Jahr 2030 insgesamt 900.000 Gallium-Nitrid-(GaN)-Halbleiterkomponenten liefern, die in HENSOLDT-Radarsystemen verbaut werden.
HENSOLDT sichert Lieferkette strategisch ab
Diese Bauteile seien von zentraler Bedeutung für moderne Radartechnologie: Sie ermöglichen leistungsfähige Hochfrequenzverstärker und tragen entscheidend zu Reichweite, Präzision und Energieeffizienz der HENSOLDT-Radarsysteme bei, heißt es in der Mitteilung. Entwickelt und getestet werden die Komponenten in enger Zusammenarbeit beider Unternehmen - ein Hinweis auf die strategische Tiefe der Partnerschaft.
Vor allem die hauseigene SPEXER-Radarfamilie soll von der gesicherten Versorgung profitieren. Damit adressiert HENSOLDT eine der zentralen Herausforderungen der Branche: die Abhängigkeit von hochspezialisierten Halbleitern in einem angespannten globalen Lieferumfeld.
Liefervereinbarung als Antwort auf steigende Nachfrage
Die weltweite Nachfrage nach Sensorlösungen und militärischer Elektronik steigt seit Jahren deutlich an - getrieben durch erhöhte Verteidigungsbudgets in Europa und geopolitische Unsicherheiten. HENSOLDT selbst verfügt über einen rekordhohen Auftragsbestand und investiert massiv in den Kapazitätsausbau, um diese Nachfrage bedienen zu können, während gleichzeitig auch die Lieferketten abgesichert werden, so HENSOLDT-CFO Christian Ladurner laut Pressemitteilung. "Die langfristige Vereinbarung mit UMS ist ein wichtiger Baustein dieser Strategie und unterstützt den Ausbau der Serienproduktion moderner Radarsysteme, die weltweit für Luftverteidigungs- und Sicherheitsanwendungen eingesetzt werden", wird der CFO weiter zitiert.
So reagieren die Aktien von HENSOLDT und Co.
Im Donnerstagshandel via XETRA ging es für die HENSOLDT-Aktie letztlich um 5,77 Prozent nach unten auf 79,15 Euro. Bei den anderen deutschen Rüstungstiteln geht es ebenso abwärts. So verloren die Anteilsscheine des deutschen Branchenkollegen Rheinmetall schließlich 3,46 Prozent auf 1.550,00 Euro, während Aktien von RENK um 4,82 Prozent auf 54,51 Euro nachgaben. Papiere von TKMS zeigten sich im XETRA-Handel daneben 2,51 Prozent tiefer bei 85,40 Euro.
Carolin Ludwig, Benedict Kurschat, Julia Walter, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: HENSOLDT
