MÄRKTE USA/Wall Street von KI-Modellen belastet

04.02.26 19:18 Uhr

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DOW JONES--Sorgen über neue KI-Modelle belasten die Wall Street zur Wochenmitte erneut. Bereits am Vortag hatten Befürchtungen über die Tragfähigkeit bestimmter Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich die entsprechenden Werte massiv gedrückt. Ein Ausverkauf im Softwaresektor setzt sich am Mittwoch fort, der Index im S&P-500 ist mit Abgaben von 2,9 Prozent erneut Branchenschlusslicht. Eine neue Analyse-Software des KI-Unternehmens Anthropic wird als Bedrohung im Bereich Datenanalyse für entsprechende Unternehmen wahrgenommen. Im Handel wird weiter diskutiert, ob KI Fluch oder Segen für bestimmte Branchen ist. Denn die disruptive Kraft der KI dürfte auch andere Geschäftsmodelle zerstören. Investoren meiden daher Software- und bestimmte Technologietitel.

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"Dies sind die extremsten Schieflagen, die wir je gesehen haben. Netto habe ich in meiner Karriere noch nie eine so negative Stimmung in irgendeiner Gruppe gesehen. Ich denke, uns steht eine heftige Rally bei Software bevor", zeigt sich Marktstratege Michael Toomey von Jefferies optimistisch für die Branche. Gegen Mittag US-Ostküstenzeit verliert der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 49.181 - etwas gestützt von einer Rally bei Amgen. S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite geben 1,0 bzw. 2,2 Prozent ab.

Die zuletzt geführte Zinsdiskussion erhält indes neue Nahrung - aber eindeutige Signale gibt es nicht. Der ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar ist deutlich hinter der Prognose zurückgeblieben. Der Bericht liefert Argumente für Zinssenkungen. Der ISM-Index des US-Dienstleistungssektors übertraf die Konsensschätzung leicht und die Geschäftsaktivität der US-Dienstleistungsbranche hat sich laut zweiter Umfrage von S&P Global im Januar lebhafter als von Volkswirten vorhergesagt entwickelt. Diese Daten deuten nicht in Richtung Zinssenkung.

Anleihen ziehen mit der Aktienschwäche leicht an, die Renditen drehen daher mehrheitlich ins Minus. Zehnjährige Staatsanleihen rentieren knapp niedriger bei 4,27 Prozent. Der Dollar steigt leicht - der Dollar-Index legt um 0,2 Prozent zu. Die positiven Daten aus dem US-Dienstleistungssektor stützen etwas.

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Die Goldpreise geben ihre Gewinne wieder ab. Der Markt bleibt damit extrem volatil. Aus struktureller Sicht sei bereits ein erheblicher technischer Schaden entstanden. Nach solchen Schwankungen benötigten die Märkte in der Regel Zeit für eine Konsolidierung, erläutert Analyst Fawad Razaqzada von Forex.com. Am Ölmarkt steigen die Preise um 2,7 Prozent. Denn die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 30. Januar unerwartet verringert.

Am Aktienmarkt ziehen Amgen um 8,8 Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen hat im vierten Quartal dank eines zweistelligen Prozentwachstums des Produktvolumens einen höheren Umsatz verzeichnet. Auch Eli Lilly hat starke Geschäftszahlen im Sektor vorgelegt - der Kurs klettert um 8,7 Prozent. Uber büßen 3,7 Prozent ein. Sowohl die Ergebnisse für das vierte Quartal als auch der Ausblick für das laufende erste Quartal blieben unter den Markterwartungen. Abbvie rutschen um 4,9 Prozent ab, obwohl der Gewinn im vierten Quartal und der Ausblick für das Gesamtjahr über den Erwartungen gelegen haben. Bemängelt wird aber ein Erlösrückgang in wichtigen Geschäftsfeldern.

Die Aktien von AMD brechen um 16,2 Prozent ein. Der Chipkonzern hat überraschend starke Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Auch die Umsatzprognose für das laufende Jahr übertraf den Analystenkonsens. Beobachter vermuten Gewinnmitnahmen hinter den Abschlägen. Texas Instruments kauft den US-Halbleiterhersteller Silicon Labs. Die Transaktion hat einen Wert von rund 7,5 Milliarden Dollar. Das Geschäft soll sich ab dem ersten vollständigen Jahr nach Abschluss der Übernahme positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken. Der Kurs sinkt um 2 Prozent, dagegen haussieren Silicon Labs um 49,2 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.180,83 -0,1% -60,16 +2,5%

S&P-500 6.847,94 -1,0% -69,87 +1,0%

NASDAQ Comp 22.743,55 -2,2% -511,63 -0,1%

NASDAQ 100 24.736,41 -2,4% -602,22 +0,3%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 17:59 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1798 -0,2% 1,1819 1,1818 +0,6%

EUR/JPY 184,84 +0,4% 184,08 184,01 -0,1%

EUR/CHF 0,9163 +0,0% 0,9163 0,9158 -1,5%

EUR/GBP 0,8646 +0,2% 0,8630 0,8627 -1,0%

USD/JPY 156,68 +0,6% 155,76 155,70 -0,7%

GBP/USD 1,3645 -0,4% 1,3695 1,3700 +1,7%

USD/CNY 6,9606 +0,0% 6,9586 6,9575 -1,0%

USD/CNH 6,9428 +0,1% 6,9344 6,9335 -0,6%

AUS/USD 0,6978 -0,6% 0,7018 0,7019 +5,3%

Bitcoin/USD 72.667,20 -3,9% 75.589,85 76.511,45 -11,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,94 63,21 +2,7% 1,73 +10,3%

Brent/ICE 69,13 67,33 +2,7% 1,80 +10,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.910,56 4.946,40 -0,7% -35,84 +14,5%

Silber 85,16 85,42 -0,3% -0,27 +19,4%

Platin 1.871,86 1.879,26 -0,4% -7,40 +7,5%

Kupfer 5,84 6,09 -4,0% -0,24 +5,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

February 04, 2026 13:18 ET (18:18 GMT)

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