Marc O. Schmidt-Kolumne

Warum Rheinmetall wieder gefragt ist

06.01.26 07:29 Uhr

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Mit einer unglaublichen Kursperformance von knapp 154 Prozent war Rheinmetall (WKN: 703000 / ISIN: DE0007030009) 2025 der Top-Performer im DAX. Zwischendurch nahmen Anleger jedoch auch Gewinne mit, die Luft schien etwas raus zu sein. Anfang 2026 scheint der Rüstungswert jedoch wieder anzuziehen.

Rücksetzer bei der Rheinmetall-Aktie

In den Jahren nach Beginn des Krieges in der Ukraine erlebte die Rheinmetall-Aktie einen beeindruckenden Höhenflug. Zum Ende des Jahres 2025 sorgten jedoch die Aussichten auf einen möglichen Frieden in der Ukraine dafür, dass die Aktie des Düsseldorfer Rüstungskonzerns zurücksetzte. Während Anfang Oktober 2025 noch ein Rekordhoch bei 2.005 Euro zu Buche gestanden hatte, ging es zeitweise unter die Marke von 1.500 Euro zurück. Nun aber scheint der Rüstungswert wieder anzuziehen. Die Friedensbemühungen in der Ukraine gestalten sich weiterhin schwierig.

Hinzu kam gleich zu Beginn dieses Jahres die Verhaftung und Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als weiterer Unsicherheitsfaktor. Andere den USA nicht besonders freundlich gesinnte Staaten müssen nun ebenfalls entsprechende Interventionen des großen Nachbarn fürchten. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach den Reaktionen der Verbündeten Venezuelas auf der Weltbühne. So ist es wenig verwunderlich, dass Anleger in einer ersten Reaktion auf die Ereignisse in Venezuela Rüstungswerten zu einem Höhenflug verholfen haben.

Bundeswehr bleibt ein guter Kunde

Rheinmetall konnte seinerseits zu diesem Höhenflug beitragen. Der Rüstungskonzern durfte vermelden, dass ihm die Bundeswehr einen mehrere Hundert Millionen Euro schweren Großauftrag zur Lieferung von Schützenpanzermunition erteilt habe. Dabei handelt es sich um die Erweiterung eines im Jahr 2022 geschlossenen Rahmenvertrags. Im Dezember 2022 hatte die Bundeswehr mit Rheinmetall einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Munition im Kaliber 30 mm × 173 für den Schützenpanzer Puma geschlossen.

Dieser Rahmenvertrag mit einer Laufzeit bis 2028 wurde nun hinsichtlich der Liefermenge und des Auftragsvolumens erweitert. Er sieht laut Angaben von Rheinmetall nunmehr die Lieferung einer hohen sechsstelligen Anzahl an Patronen mit einem Volumen von rund 1 Mrd. Euro vor. In einem zusätzlichen Abruf sei zudem eine Munitionsmenge in mittlerer sechsstelliger Stückzahl beauftragt worden. Der Auftragseingang liege bei mehreren Hundert Millionen Euro.

Mein Fazit

Selbst ein Frieden in der Ukraine hätte nicht sofort eine Beruhigung der geopolitischen Lage zur Folge. Zumal die europäischen Staaten angesichts des Verhaltens von US-Präsident Donald Trump ihre eigenen Verteidigungskapazitäten stärken müssen und allein dies die Nachfrage im Rüstungsbereich ankurbeln dürfte. Die jüngsten Ereignisse in Venezuela sorgen wiederum kurzfristig für weitere geopolitische Unsicherheiten und für die Aussicht auf einen verstärkten Fokus vieler Nationen auf den Rüstungsbereich.

Wer nicht nur auf Rheinmetall, sondern auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von Unternehmen aus dem europäischen Rüstungssektor setzen möchte, kann sich das Indexzertifikat (WKN: DA0ACA / ISIN: DE000DA0ACA0) auf den European Defence Index anschauen.

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18.12.2025Rheinmetall OverweightBarclays Capital
18.12.2025Rheinmetall BuyJefferies & Company Inc.
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