Nebenwerte sind sexy
Die große Masse der Anleger konzentriert sich auf Blue-Chips, die in den Tageszeitungen besprochen und von Analystenhäusern gecovert werden. Die Nebenwerte stehen seltener im Fokus, obwohl diese sich schneller von Krisen erholen und aufgrund der geringeren Nachfrage meistens auch etwas billiger zu haben sind.
Werte in diesem Artikel
von Benjamin Summa
Small- und Mid-Caps haben seit Beginn des Jahres mehr als 20 Prozent zugelegt, die Schwergewichte aus dem DAX nur knapp fünf Prozent. Ein Grund mehr, sich auch einmal im Nebenwertesegment umzuschauen. Finanzen.net analysiert einige Werte, die in der vergangenen Woche durch Zugewinne aufgefallen sind.
Analysten des Bankhauses Lampe stufen die Werte des Experten für die Herstellung und Veredelung von Werkstoffen weiterhin mit „kaufen“ ein. Momentan notieren PVA bei 4,42 Euro. Das Kursziel der Lampe-Analysten liegt bei 6,30 Euro. Ein Plus von 70 Prozent wird dem Wert also zugetraut. Der Grund für die positive Analyse: Es wird mit einem kräftigen Plus bei den Aufträgen (vor allem aus den Branchen Automotive und Halbleiter) im dritten Quartal gerechnet. Nachdem die Aktie seit Anfang des Jahres dreimal am Widerstandsbereich bei etwa 5,40 Euro scheiterte, trat sie bis in die Region bei 4,20 Euro den Rückzug an. Seitdem konsolidiert der Kurs in einer engen Handelsspanne zwischen 4,30 und 4,59 Euro. Da der Titel in den vergangenen Wochen verstärkt zur Oberseite dieser Range tendiert, ist von einem weiteren Anstieg auszugehen. Die nächste Barriere bildet die 200-Tage-Linie bei 4,70 Euro, die für Störfeuer sorgen könnte. Ihr Überwinden eröffnet weiteres Potential in Richtung der oben genannten Hochs bei 5,40 Euro.
Seit März 2009 steigt der Kurs des Produzenten von UV-Anlagen im Aufwärtstrend, der in der abgelaufenen Handelswoche zu einer Kursverdopplung führte. Das sollte jedoch noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Bleibt der übergeordnete Trend intakt, so ist aus mittelfristiger Sicht weiteres Potential bis auf 9 Euro drin. Einen Riss bekommt das positive Szenario, wenn die 200-Tage-Linie bei 6,34 Euro nach unten geschnitten wird. Dann würden weitere Rücksetzer bis auf 5,80 Euro und nachfolgend 5,40 Euro drohen. Dr. Hönle steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2009/10 um 16,1 Prozent auf 39,0 Millionen Euro, aus einem Verlust von 1,7 Millionen wurde im selben Zeitraum ein Gewinn von 1,8 Millionen Euro, 0,32 Euro je Aktie.
Am vergangenen Dienstag legten die Aktien der Baumarkt-Kette Praktiker rund 7,5 Prozent zu. Experten messen der Branche derzeit insgesamt viel Potential zu. Der Trend zum „Homing“ und die anhaltende Konsumlust unterstützen dies. Nach einer Achterbahnfahrt, die mit einem Bewegungshoch bei 10,59 Euro vom Oktober vergangenen Jahres begann und in einem Tief bei 5,19 Euro endete, konnte sich die Praktiker-Aktie in den Sommermonaten stabilisieren und einen tragfähigen Boden bei rund sechs Euro ausbilden. Allerdings wird sich erst weiteres Aufwärtsmomentum entfachen, wenn es gelingt, über die 200-Tage-Linie bei 6,54 Euro nach oben auszubrechen. Im Erfolgsfall winken dann Kurse bis auf 7,80 sowie 8,40 Euro. Derzeit notieren Praktiker bei 6,30 Euro.
Aktien von Software-Unternehmen laufen derzeit allgemein wie geschmiert. Der wirtschaftlichen Erholung sei Dank. Im Aufwärtstrend geht es für Misys seit dem Frühjahr 2009 in einer gesunden Steigung nach oben. Dabei konnte Mitte September ein neues Mehrjahreshoch bei 3,39 Euro markiert werden. Der nachfolgende Abprall von diesem Niveau nach unten ist einem Widerstandsbereich geschuldet, der sich aus der Historie seit 2001 ergibt. Auf der Unterseite gilt: Solange der Kurs nicht unter seine 200-Tage-Linie fällt, die aktuell bei 2,76 Euro notiert, ist der Aufwärtstrend weiterhin intakt. Dieser sollte mittelfristig zu Kursen bei 4,40 Euro führen.
Die Welt befindet sich derzeit in einem Goldrausch. Vor dem Hintergrund kräftiger Kursverluste beim US-Dollar ist Gold kürzlich über die alte Rekordmarke von 1300 Dollar gesprungen. Davon dürfte auch der kanadische Gold-Explorer Novagold profitieren – dem Unternehmen gehören ua. 50 Prozent einer der größten Goldlagerstätten der Welt in Alaska. Der einstige Penny Stock, der im Dezember 2008 im Tief bei 0,34 Euro notierte, schaffte recht schnell den charttechnischen Turnaround und konnte mittlerweile wieder an die Performance der Vorjahre anknüpfen. Obwohl der Aktie bis zum Allzeithoch bei 14,25 Euro von 2007 noch eine Verdopplung fehlt - die eingeschlagene Tendenz stimmt weiter optimistisch. Kurzfristig könnte der Kurs am Widerstand bei 6,92 Euro scheitern, dem ein nochmaliges Luftholen bis auf 5,40 Euro folgen könnte.
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