Rheinmetall-Aktie verliert trotz Milliardenchance beim F126-Bau: So reagieren HENSOLDT, RENK und TKMS

Der Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet mit einem zügigen Neustart beim verspäteten Bau der Fregatten vom Typ F126 für die Marine.
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"Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen", sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems bei Rheinmetall, der "Welt am Sonntag". "Wir wollen die Durchlaufzeiten beschleunigen und die erste der sechs geplanten Fregatten im zweiten Halbjahr 2031 abliefern." Es liefen Gespräche mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.
Anfang April hatte Rheinmetall für 1,5 Milliarden Euro die Marinewerft-Sparte NVL der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen. Deren Zentrum ist die Hamburger Werft Blohm+Voss. Generalunternehmer für den Bau der F126 war ursprünglich das niederländische Unternehmen Damen Naval in Vlissingen. Damen Naval - mit deutschen Werften als Subunternehmern - kann die Schiffe aber nicht zeitgerecht produzieren, das Programm liegt aktuell etwa vier Jahre hinter dem Zeitplan.
Der Bau von geplanten sechs F126 für rund zehn Milliarden Euro ist das bislang größte Neubauprogramm der Deutschen Marine. Die Schiffe sind vor allem auf die U-Boot-Jagd spezialisiert. Die Übernahme durch Rheinmetall als Generalunternehmer ist eine von zwei Optionen, die das Verteidigungsministerium derzeit verfolgt. Alternativ bereitet sich der Kieler Marineschiffbauer TKMS thyssenkrupp Marine Systems auf den Bau von kleineren Fregatten vom Typ Meko A-200 DEU vor.
Die Aktie von Rheinmetall fiel im XETRA-Handel zeitweise 1,33 Prozent auf 1.483,00 Euro, für die Branchenkollegen RENK und HENSOLDT geht es daneben 0,1 Prozent auf 51,69 Euro und 0,67 Prozent auf 74,05 Euro nach unten, während TKMS-Titel 5,12 Prozent auf 80,60 Euro verloren.
HAMBURG (dpa-AFX)
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