VW-Aktie verliert: Volkswagen will Rendite der Kernmarke verbessern - Vfl-Investment auf dem Prüfstand?

Volkswagen will in diesem Jahr die Rendite seiner Kernmarke spürbar steigern.
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Die Umsatzrendite soll sich von zuletzt drei auf mehr als 4 Prozent erhöhen, kündigte die Kernmarke bei der Vorlage ihrer Bilanz für 2025 an. Im vergangenen Jahr hatte die Marke ihre Umsatzrendite nur um 0,1 Punkte verbessert, von 2,9 auf 3,0 Prozent. Von jedem Euro Umsatz blieben also 3 Cent Gewinn.
"2025 war für Volkswagen ein Jahr des Aufholens", sagte Markenchef Thomas Schäfer. "Wir sind insgesamt auf Kurs, aber noch lange nicht am Ziel."
Die Rendite, insbesondere der operative Gewinn im Verhältnis zum Umsatz (Ebit-Marge), dient als zentrales Maß für die Profitabilität eines Unternehmens. Sie zeigt, wie effizient ein Autokonzern wirtschaftet und wie viel Gewinn er aus seinen Umsätzen erwirtschaftet. Eine solide Rendite ist entscheidend, um die enormen Investitionen in der Autobranche stemmen zu können.
Renditeziel wurde bereits verschoben
Ursprünglich hatte die Marke für dieses Jahr bereits eine Umsatzrendite von 6,5 Prozent angestrebt. Anfang vergangenen Jahres wurde das Ziel für 2026 dann aber um drei Jahre verschoben - auf 2029. Als Grund für die Verschiebung hatte Volkswagen damals eine deutlich verschärfte Marktsituation mit rückläufigen Verkaufszahlen, stärkerem Wettbewerb in China und die US-Zölle genannt.
Mit den mehr als 4 Prozent, die nun angepeilt werden, liegt die Marke auf Linie mit dem Gesamtkonzern. Konzernweit peilt VW 2026 eine Marge zwischen 4 und 5,5 Prozent an. Im vergangenen Jahr hatte die Kernmarke den Absatz mit 3,1 Millionen Fahrzeugen nahezu stabil gehalten. Der Umsatz schrumpfte dagegen von 88,3 Milliarden auf 86,6 Milliarden Euro, während der operative Gewinn von 2,59 Milliarden auf 2,61 Milliarden Euro stieg.
Stellenabbau bei VW: 25.000 haben schon unterschrieben
Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das allein bei der Kernmarke VW den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Davon seien bereits mehr als 25.000 Austritte vertraglich vereinbart, sagte Schäfer. VW setzt gezielt auf Altersteilzeit und Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen hatten VW und IG Metall ausgeschlossen.
VW-Chef schließt Änderungen beim VfL Wolfsburg nicht aus
Inmitten der angekündigten Sparmaßnahmen des Volkswagen-Konzerns hat Vorstandschef Oliver Blume auch Veränderungen beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht ausgeschlossen. "Wir müssen auch beim VfL Wolfsburg Optimierungen angehen. Das machen wir aktuell schon, und wir werden am Saisonende alles auf den Prüfstand stellen. Ich denke, das ist nur gerecht, so etwas zu tun", sagte der VW-Chef RTL/ntv. Der Club ist eine 100-prozentige Tochter der Volkswagen AG. Änderungen an der Partnerschaft mit der deutschen Nationalmannschaft deutete Blume nicht an.
Der VW-Konzern hatte zuletzt das Ziel bekräftigt, bis 2030 Zehntausende Jobs zu streichen. "In Summe sollen im Volkswagen Konzern bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen", hieß es im Geschäftsbericht des Konzerns.
Daneben erlebt der VfL Wolfsburg eine massive sportliche Krise, den Niedersachsen droht der Abstieg. Aktuell stehen sie auf einem direkten Abstiegsrang mit vier Punkten Abstand auf den Relegationsrang.
"Wir sind mit dem VfL Wolfsburg in einer kritischen Situation. Die Mannschaft ist besser als Ihr Tabellenplatz, wir haben viele Spiele auch sehr unglücklich verloren", sagte Blume. "Wir müssen jetzt positiv denken und werden uns dann zu einem gegebenen Zeitpunkt, wenn wir am Ende der Saison stehen, natürlich überlegen, wie es dort weitergeht. Der VfL Wolfsburg ist ein Volkswagen-Club und wird das auch in Zukunft bleiben", fügte er hinzu.
In der vergangenen Woche vollzog der Bundesliga-Meister von 2009 einen personellen Doppelwechsel. Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen wurden von ihren Aufgaben entbunden. Der frühere Wolfsburger Erfolgstrainer Dieter Hecking erhielt einen Vertrag bis zum Saisonende und soll den Club vor dem Abstieg bewahren. Hecking war bereits von 2013 bis 2016 in Wolfsburg tätig und holte 2015 den DFB-Pokal.
Die VW-Aktie gibt auf XETRA zeitweise 0,48 Prozent auf 91,28 Euro nach.
WOLFSBURG (dpa-AFX)
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