finanzen.net
08.02.2019 15:35
Bewerten
(0)

GEA-Aktie im Fokus: Anlagenbauer kommt nicht auf die Beine

Schwächephase: GEA-Aktie im Fokus: Anlagenbauer kommt nicht auf die Beine | Nachricht | finanzen.net
Schwächephase
DRUCKEN
Der Maschinenbauer GEA kommt nicht aus dem Krisenmodus heraus.
Nach vorläufigen Zahlen mussten die Düsseldorfer ihre Ziele bis 2022 zurücknehmen. An der Börse stürzte der Aktienkurs daraufhin ab. Die Konzernspitze befindet sich im Umbruch, wobei nicht alle Nachfolgeregelungen geklärt sind. Trauen Anleger dem Maschinenbauer einen baldigen Umschwung zu? Die Lage des Unternehmens, was die Analysten sagen, und wie es für die Aktie läuft:

DAS IST LOS BEI GEA:

Bei dem Maschinenbauer von so unterschiedlichen Produkten wie Melksystemen für die Milchproduktion, Tabletten für die Pharmaindustrie oder Marine-Technologie für Containerschiffe läuft es nicht rund. Ursprünglich hatte GEA sich vorgenommen, von 2018 bis 2022 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum um 3,5 bis 4,5 Prozent hinzubekommen und die operative Marge (Ebitda) bis dahin auf 13,5 bis 15,5 Prozent zu steigern. Diese Prognose wurde jüngst kassiert. Im laufenden Jahre rechnet der im MDax notierte Konzern mit einem moderaten Umsatzrückgang. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dürfte sinken.

Als Gründe für die gekappte Prognose führt das Unternehmen die sich zunehmend eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Hinzu kämen ein erhöhter Preisdruck sowie steigende Personal- und IT-Infrastrukturkosten.

1881 ursprünglich als Metallhandelsgesellschaft gegründet, konzentrierte sich GEA in den letzten Jahren immer mehr auf Produktionslösungen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Umsatzeinbußen gab es im dritten Quartal unter anderem im Bereich Milchpulveranlagen, die Aufträge stiegen hingegen. Der Grund dafür sei, dass sich der Aufbau dieser komplexen Fabrikanlagen mehrere Jahre hinziehen könne, wie ein Unternehmenssprecher erklärte.

Zudem geht der Konzernumbau nicht so schnell voran wie erwartet. Der Anbieter von Produktionstechnologien will sein Fertigungsnetzwerk optimieren und die IT-Plattform sowie das System für die Geschäftsplanung verbessern.

Außerdem stehen interne Veränderungen bevor. So will der langjährige Vorstandschef Jürg Oleas Mitte Februar nach über 14 Jahren sein Amt an Stefan Klebert weitergeben, der bereits im Vorstand sitzt. Auch Finanzvorstand Helmut Schmale steht vor dem vorzeitigen Abgang, seine Nachfolge ist aber noch nicht geklärt. Der neue Vorstand muss den Maschinenbauer wieder auf Kurs bringen. GEAs Hauptkonkurrent, die schwedische Alfa Laval, wird derzeit an der Börse mit 79,8 Milliarden schwedischen Kronen (7,6 Mrd Euro) in etwa doppelt so hoch bewertet wie die Düsseldorfer, die aktuell bei rund 3,5 Milliarden Euro liegen.

Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2018, den Dividendenvorschlag und den finalen Ausblick für das Jahr 2019 will GEA am 14. März 2019 vorlegen.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Nach den jüngsten Hiobsbotschaften sind Analysten äußerst besorgt und skeptisch gegenüber der weiteren Entwicklung des Maschinenbauers. Jack O'Brien von der US-Investmentbank Goldman Sachs hält das Geschäftsjahr 2018 zwar noch im Rahmen der Erwartungen. Der Ausblick für 2019 bedeute jedoch einen massiven Senkungsbedarf für die Konsensschätzungen.

Analyst Cansu Tatar von Warburg Research zufolge weise die deutliche Gewinnwarnung darauf hin, dass nun auch sich bisher gut entwickelnde Geschäftsbereiche unter Druck gerieten.

Die Herausforderungen für den Anlagenbauer seien noch größer als befürchtet, schrieb Analyst Frederik Bitter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Aufträge und Profitabilität seien schwach.

Um wieder Vertrauen bei Investoren zu erlangen, müsse das neue Management dringend die ineffizienten Strukturen im Unternehmen angehen, forderte Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank.

Experte Lars Brorson von der Barclays Bank bezeichnete GEA nach Gewinnwarnung und den gestrichenen Zielen als eine "nicht investierbare Aktie". Und das, obwohl sich der Kurs seit Oktober 2016 bereits halbiert habe. Es komme nun darauf an, ob das Management das Vertrauen der Investoren überhaupt wieder zurückgewinnen könne. Ein erster Schritt in diese Richtung seien die jüngsten Aktienkäufe des neuen Chefs Stefan Klebert.

Von 23 im dpa-AFX-Analyser gelisteten Experten raten 14 zum Halten, fünf zum Verkauf und nur vier zum Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel auf zwölf Monate liegt bei 25,20 Euro.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Seit den gekappten Mittelfristzielen am 6. Februar ist der Aktienkurs um rund ein Fünftel eingebrochen. Aktuell wird das Papier bei etwa 19 Euro gehandelt. Seit Jahresbeginn zeigt der Aktienkurs steil bergab. Der jetzige Stand ist der tiefste seit 2012.

Vor drei Jahren waren die Anteile noch mehr als doppelt so viel Wert. Doch das Hoch Ende September 2016 bei 50,17 ist in weite Ferne gerückt.

/elm/bgf/fba

DÜSSELDORF (dpa-AFX)

Bildquellen: GEA Group

Nachrichten zu GEA AG

  • Relevant
    2
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
    2
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu GEA AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
13.02.2019GEA buyKepler Cheuvreux
12.02.2019GEA buyKepler Cheuvreux
11.02.2019GEA Sector PerformRBC Capital Markets
11.02.2019GEA verkaufenIndependent Research GmbH
08.02.2019GEA HoldBaader Bank
13.02.2019GEA buyKepler Cheuvreux
12.02.2019GEA buyKepler Cheuvreux
05.02.2019GEA OutperformCredit Suisse Group
17.01.2019GEA buyKepler Cheuvreux
15.01.2019GEA OutperformRBC Capital Markets
11.02.2019GEA Sector PerformRBC Capital Markets
08.02.2019GEA HoldBaader Bank
08.02.2019GEA HoldDeutsche Bank AG
07.02.2019GEA NeutralCredit Suisse Group
07.02.2019GEA NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.02.2019GEA verkaufenIndependent Research GmbH
08.02.2019GEA SellHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
07.02.2019GEA VerkaufenDZ BANK
07.02.2019GEA SellWarburg Research
06.02.2019GEA SellHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für GEA AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Wirecard: Ermittlungen gegen FT-Journalist -- Deutsche Bank-Aktionär HNA senkt Anteil -- Vapiano-Zahlen enttäuschen -- KlöCo, PATRIZIA, Deutsche Autowerte, BVB im Fokus

Bertrandt-Aktien schwach - H&A: Preisdruck und steigende Personalkosten. Commerzbank: Orphanides-Regel spricht gegen EZB-Zinserhöhung 2019. thyssenkrupptrotz EU-Bedenken optimistisch für Stahl-JV mit Tata Steel. Airbus droht mit "German-Free-Products". Arbeitslosenzahlen in Deutschland weiter gesunken. ifo: US-Sonderzölle könnten deutsche Auto-Exporte fast halbieren.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die korruptesten Länder der Welt
In diesen Staaten ist die Korruption am höchsten
Die beliebtesten Marken im Social Web 2018
Kundenlieblinge 2018
Die teuersten Scheidungen
Diesen Menschen kommt das Liebes-Aus teuer zu stehen
Städte für Millionäre
Hier fühlen sich die Vermögenden am wohlsten
So viel verdienen die reichsten Amerikaner pro Stunde
Wer ist an der Spitze?
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie in Cannabis-Aktien investiert?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Apple Inc.865985
Allianz840400
Aurora Cannabis IncA12GS7
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
TUI AGTUAG00
Infineon AG623100
Deutsche Post AG555200