finanzen.net
30.07.2019 18:00
Bewerten
(0)

Fresenius macht mehr Gewinn als erwartet und hebt Umsatzprognose für 2019 an - Aktie dreht ins Minus

Starkes Ergebnis: Fresenius macht mehr Gewinn als erwartet und hebt Umsatzprognose für 2019 an - Aktie dreht ins Minus | Nachricht | finanzen.net
Starkes Ergebnis
Der Medizinkonzern Fresenius hat unter anderem dank guter Geschäfte mit künstlicher Ernährung die Ziele für 2019 erhöht.
Im zweiten Quartal lief es zum Teil besser als Experten erwartet hatten. So legten von April bis Ende Juni die Umsätze um acht Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu, wie der DAX-Konzern am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 6 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis lag bei 1,12 Milliarden Euro und damit 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich blieb mit 471 Millionen Euro aber ein Prozent mehr hängen als zuvor. Hier hatten Analysten mit weniger gerechnet.

An der Börse waren die Aktie am Dienstag zunächst mit einem Plus von über drei Prozent an die DAX-Spitze geklettert. Später drehten sie aber ins Minus und stehen letztlich 2,13 Prozent im Minus bei 44,94 Euro. JPMorgan-Analyst David Adlington wies in einer Schnelleinschätzung darauf hin, dass der bereinigte operative Gewinn (Ebit) die Konsensschätzung um rund drei Prozent verfehlt habe. Dies liege aber lediglich am Einfluss der ebenfalls im DAX gelisteten Tochter Fresenius Medical Care (FMC), alle anderen Bereich seien besser als erwartet ausgefallen.

Tatsächlich landete die Aktie des Dialysespezialisten mit einem Minus von zuletzt knapp sieben Prozent weit abgeschlagen am DAX-Ende. Wegen hoher Vergleichszahlen aus dem Vorjahr hatte FMC im zweiten Quartal einen Rückgang beim operativen Ergebnis von etwas mehr als 60 Prozent verbucht. Im Vorjahr waren der Fresenius-Tochter etwa Gewinne durch Verkäufe im Bereich Versorgungsmanagement zugeflossen. Unter dem Strich ging der Gewinn sogar um fast drei Viertel auf 254 Millionen Euro zurück. Hier wirkten sich auch Währungseffekte negativ aus. Experten hatten insgesamt mit einem etwas besseren Ergebnis gerechnet.

Am Jahresziel von bis zu 7 Prozent Umsatzplus und einer Veränderung beim bereinigten Konzernergebnis zwischen minus 2 und plus 2 Prozent hielt FMC aber fest. Das Unternehmen sieht sich zudem weiter durch die Pläne der US-Regierung zur Senkung der Versorgungskosten nierenkranker Patienten in seiner eigenen Heimdialyse-Strategie bestätigt. Erst im Februar hatte FMC nach längerer Hängepartie den US-Anbieter NxStage für damals rund 1,7 Milliarden Euro übernommen.

"Für die vor uns liegenden Monate und die kommenden Jahre sind wir sehr zuversichtlich", sagte Fresenius-Chef Stephan Sturm am Dienstag. "Unsere Investitionen in künftiges Wachstum laufen wie geplant." Nachdem der Konzern 2018 wegen diverser Probleme mehrfach seine Geschäftsprognosen und auch die Mittelfristziele kassiert hatte, hatte Sturm 2019 zu einem Übergangsjahr erklärt.

Rund 2,5 Milliarden Euro sollen in diesem Jahr in den Ausbau des eigenen Geschäfts fließen. Das geplante Ziel von 1000 neuen Pflegekräften im Klinikgeschäft sei nun schon im ersten Halbjahr erfüllt worden, hieß es weiter. Die Personaldecke solle aber noch weiter gestärkt werden. Besonders kräftig legten die Gewinne im Infusions- und Generikageschäft (Kabi) zu. Vor allem die Nachfrage in der Region Asien-Pazifik zog hier wieder deutlich an. Mit Blick auf die Produktpalette steigerte der Konzern seinen Umsatz vor allem mit der klinischen Ernährung.

Dazu hatte Fresenius Anfang April die EU-Zulassung für sein erstes sogenanntes Biosimilar erhalten. Dabei handelt es sich um ein spezielles, biotechnisch erzeugtes Nachahmermedikament, das in dem Fall zur Behandlung von rheumatologischen, gastroenterologischen und dermatologischen Krankheiten eingesetzt wird. Das Mittel ist bereits in Deutschland, Großbritannien, Ungarn, den Niederlanden und Portugal auf dem Markt. Weitere Einführungen in anderen EU-Ländern sind laut Fresenius geplant.

Rückläufig entwickelten sich die Gewinne dagegen, wie bereits im ersten Quartal, bei FMC sowie bei der Krankenhaustochter Helios. Bei FMC schlugen vor allem hohe Vergleichszahlen zu Buche. Helios machten dagegen sinkende Umsätze in Deutschland zu schaffen. Dazu belasteten die Investitionen das operative Ergebnis. Der 2017 gekaufte spanische Klinikbetreiber Quironsalud erwies sich allerdings wieder als verlässlicher Umsatzbringer mit einem Plus von 6 Prozent. Mit dem Kauf der zu Quironsalud gehörenden Clinica Medellin wagte sich der Konzern darüber hinaus erstmals auf den kolumbianischen Krankenhausmarkt vor.

In der Vamed genannten Dienstleistersparte stiegen sowohl Umsatz als auch Ergebnis, was der Konzern unter anderem einer verbesserten Zusammenarbeit mit den Helios-Kliniken verdankt. Fresenius traut sich nun angesichts der positiven Ergebnisse im zweiten Quartal aufs Jahr gesehen mehr zu. So sollen die Umsätze 2019 nun um 4 bis 7 Prozent steigen, zuvor waren noch 3 bis 6 Prozent angepeilt worden. Beim Konzernergebnis werden nach wie vor keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

/kro/zb/jha/

BAD HOMBURG (dpa-AFX)

Werbung

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
WAVE Unlimited auf FreseniusDS9AM5
WAVE Unlimited auf FreseniusDS96KT
WAVE Unlimited auf Fresenius Medical CareDC53Z2
WAVE Unlimited auf Fresenius Medical CareDC2CFQ
Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: DS9AM5, DS96KT, DC53Z2, DC2CFQ. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise** zu dieser Werbung.
Bildquellen: Fresenius

Nachrichten zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Relevant
    2
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09.09.2019Fresenius SECo buyGoldman Sachs Group Inc.
30.08.2019Fresenius SECo HoldHSBC
29.08.2019Fresenius SECo overweightJP Morgan Chase & Co.
12.08.2019Fresenius SECo buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.08.2019Fresenius SECo HaltenIndependent Research GmbH
09.09.2019Fresenius SECo buyGoldman Sachs Group Inc.
29.08.2019Fresenius SECo overweightJP Morgan Chase & Co.
12.08.2019Fresenius SECo buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
31.07.2019Fresenius SECo kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.07.2019Fresenius SECo kaufenDZ BANK
30.08.2019Fresenius SECo HoldHSBC
05.08.2019Fresenius SECo HaltenIndependent Research GmbH
18.07.2019Fresenius SECo Equal weightBarclays Capital
18.07.2019Fresenius SECo NeutralCredit Suisse Group
20.06.2019Fresenius SECo Equal weightBarclays Capital
07.12.2018Fresenius SECo SellUBS AG
08.11.2018Fresenius SECo SellUBS AG
30.10.2018Fresenius SECo SellUBS AG
17.09.2018Fresenius SECo SellUBS AG
06.08.2018Fresenius SECo SellUBS AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Fresenius SE & Co. KGaA (St.) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht fester aus der Woche -- US-Börsen schließen lustlos -- Kone schlägt thyssenkrupp-Beteiligung bei Aufzugfusion vor -- Goldman Sachs kappt Apple-Kursziel -- VW, Deutsche Bank im Fokus

TLG Immobilien will weitere Anteile an Aroundtown. Google, Amazon & Co. betroffen: US-Abgeordnete fordern interne Unterlagen von Tech-Konzernen ein. Bundesregierung ist gegen Einführung von Facebooks Kryptocoin Libra. Londoner Börse lehnt 35-Milliarden-Euro-Offerte aus Hongkong ab. RIB Software hebt Prognose für 2019 an.

Umfrage

Sind Sie in Gold investiert?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
Allianz840400
Wirecard AG747206
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Ballard Power Inc.A0RENB
CommerzbankCBK100
adidasA1EWWW