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Bayer-Aktie im Plus: Finerenon überzeugt in Studie zu chronischer Nierenerkrankung - UBS hebt Kursziel

16.03.26 16:24 Uhr

Bayer-Aktie gefragt: Finerenon überzeugt in Studie - UBS hebt Kursziel an | finanzen.net

Bayer meldet positive Phase-3-Daten für Finerenon bei nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung und sieht weiteres Potenzial für den Wirkstoff.

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Das Bayer-Medikament Finerenon ist auch bei einer chronischen Nierenerkrankung erfolgreich, die nicht diabetisch verursacht ist. Im Vergleich mit der Standardtherapie verzögerte die zusätzliche Gabe des Arzneimittels das Fortschreiten der Krankheit signifikant, wie der Pharma- und Agrarchemiekonzern in Berlin mitteilte. In der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie sei der primäre Endpunkt damit erreicht worden. Finerenon sei von den Teilnehmern auch gut vertragen worden.

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Bislang ist das Medikament unter dem Markennamen Kerendia zur Behandlung der Typ-2-Diabetes-bedingten chronischen Nierenerkrankung zugelassen und in einigen Ländern auch zur Behandlung bestimmter Formen der Herzinsuffizienz. Mehr als die Hälfte der chronisch Nierenerkrankten leiden unter der nicht-diabetisch-bedingten Version. Bayer setzt mit Finerenon auf einen möglichen Milliardenumsatz.

Analystenlob stützt den Kurs

Neben den positiven Studiendaten hat eine Kaufempfehlung der UBS die zuletzt ins Stocken geratene Erholung der Bayer-Aktien wieder befeuert. Die Papiere der Leverkusener kletterten zeitweise um 3,27 Prozent auf 39,90 Euro nach oben und zählten damit zu den besten Werten im leichteren Leitindex DAX.

Die Schweizer Großbank UBS setzt auf eine baldige Beilegung des Glyphosat-Rechtsstreits von Bayer in den USA. Zudem hält Analyst Matthew Weston das Kerngeschäft des Agrarchemie- und Pharmakonzerns für "grundsätzlich positiv". Obendrein verweist er für seine in einer am Montag vorliegenden Studie erfolgten Hochstufung der Aktie von "Neutral" auf "Buy" auch auf die jüngste Kursschwäche.

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Das Kursziel hob Weston von 48 auf 52 Euro und sieht damit aktuell noch ein Kurspotenzial von rund 30 Prozent. Vor dem Hintergrund nach wie vor möglicher Rechtsstreit-Szenarios blieb er aber bei seinem Konglomeratsabschlag für die Aktienbewertung von 25 Prozent.

Mit Blick auf eine Lösung der Probleme mit dem Unkrautvernichter Gyphosat sieht der UBS-Experte inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Nach seiner letzten Szenario-Analyse habe Bayer eine vorläufige Genehmigung für einen Vergleich erhalten, resümierte er. Dies sei positiv, "da eine Einigung potenzielle Risiken beseitigen und den Rechtsstreit abschließen würde".

Der Fokus liegt seiner Ansicht nach nun erst einmal auf der sogenannten "Opt-out-Frist", in der diese Entscheidung widerrufen werden kann. Sie ende am 4. Juni und liege damit zeitlich nach einer mündlichen Verhandlung vor dem Obersten US-Gericht (Supreme Court) am 27. April, aber voraussichtlich vor einer Entscheidung durch diesen, die Ende Juni erwartet werde. "Diese 90-tägige Opt-out-Frist ist kürzer als ursprünglich erwartet und könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich die Kläger für den Vergleich entscheiden", resümiert Weston.

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Was das Kerngeschäft von Bayer betrifft, ist der UBS-Analyst zudem optimistisch. Im Pharmabereich überträfen die wichtigsten Wachstumstreiber Nubeqa und Kerendia nach wie vor die Markterwartungen. Wichtige Produkte wie der Gerinnungshemmer Asundexian und das Menopausen-Medikament Lynkuet, die vor der Markteinführung stehen, können darüber hinaus mittelfristig wesentlich zum Wachstum beitragen.

Für den Bereich Agarchemie erwartet Weston zwar, dass 2026 ein "Übergangsjahr" sein werde. Er ist aber "optimistisch hinsichtlich der Chancen für Wachstum und Margenausweitung auf mittlere Sicht, angetrieben durch innovative Produkteinführungen und die Straffung des Pflanzenschutz-Portfolios."

Mit der Einstufung "Buy" geht die UBS davon aus, dass die Gesamtrendite der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent über der von ihr erwarteten Marktrendite liegen wird.

Darüber hinaus verwies Analyst James Quigley von der US-Investmentbank Goldman Sachs auf erfreuliche Studiendaten zu dem Medikament Kerendia. Das Mittel habe sich bei Patienten mit nicht-diabetesbedingten chronischen Nierenerkrankungen als Ergänzung zur Erstlinientherapie im Vergleich zum Placebo als wirksam erwiesen und zudem das vorherige Verträglichkeitsprofil bestätigt.

Für Quigley ist dies eine positive Überraschung, nachdem in einer vorherigen Studie unter ähnlichen Voraussetzungen keine merkliche Verbesserung erzielt worden sei. Der aktuelle Studienerfolg untermauere die Erwartung an den Spitzenumsatz des Mittels, auch wenn die Indikation von untergeordneter Bedeutung sei.

Seit Mitte November hatten sich Bayer-Papiere in der Spitze fast verdoppelt - getrieben von positiven Studiendaten zum Schlaganfall-Mittel Asundexian und der positiveren Entwicklung der Glyphosat-Causa. Denn das oberste US-Gericht hat sich dem Fall des Klägers John Durnell angenommen - Bayer erhofft sich demnächst ein günstiges Grundsatzurteil.

Dank des starken Kursanstieges über die letzten Monate erscheinen die Bayer-Aktien inzwischen aus charttechnischer Sicht langfristig gut unterstützt: Die Papiere notieren komfortabel über den viel beachteten 200-Tage-Linien.

DOW JONES / dpa-AFX

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