19.08.2021 20:11

BMW-, Daimler- und VW-Aktien schwach: Chipmangel bremst VW-Produktion weiter

Toyota kürzt wohl Produktion: BMW-, Daimler- und VW-Aktien schwach: Chipmangel bremst VW-Produktion weiter | Nachricht | finanzen.net
Toyota kürzt wohl Produktion
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Der Mangel an Halbleitern bremst auch bei Volkswagen die Pkw-Produktion aus.
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Wegen des Mangels an Halbleiter-Bauteilen soll die Produktion im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg nach der Sommerpause nur eingeschränkt anlaufen. Wie ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag mitteilte, soll auf allen Fertigungslinien in der kommenden Woche nur in einer Schicht produziert werden. Es werde Kurzarbeit beantragt. Wie viele Beschäftigte davon betroffen seien, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Grund für den Arbeitsausfall sei die anhaltend eingeschränkte Liefersituation bei Halbleitern. Infolge der Pandemie musste das Unternehmen das Produktionsprogramm schon mehrmals anpassen. Die Halbleiter-Bauteile stecken in zahlreichen Elektroniksystemen. Die Nachfrage aus der Autoindustrie war jahrelang gestiegen, brach dann aber in der Corona-Krise zunächst ein. Die Chipproduzenten fanden neue Abnehmer, etwa aus der IT, Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik.

Auch anderen Autobauern fehlen Mikrochips. Bei Audi in Ingolstadt und Neckarsulm müssen rund 10 000 Beschäftigte ihren Sommerurlaub verlängern und in Kurzarbeit, wie das Unternehmen mitteilte. Mehrere tausend eingeplante Autos können demnach nicht gebaut werden.

Im Stammwerk Ingolstadt stehen alle Bänder bis zum 30. August still: Auf der Linie 1 wegen Umbauarbeiten für den Produktionsstart des vollelektrischen Q6 etron, auf den beiden anderen Linien wegen Chipmangels. Hier sind deshalb 6000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. In Neckarsulm pausiert der größere Teil der Produktion mit etwa 4000 Mitarbeitern mehrere Tage lang.

BMW könnte nach den Worten von Finanzvorstand Nicolas Peter ohne die Engpässe dieses Jahr wohl 70 000 bis 90 000 Autos mehr verkaufen. "Im Moment sind aber alle Werke weltweit gut versorgt", sagte ein BMW-Sprecher am Donnerstag. In Leipzig laufe die Produktion normal, in München und Dingolfing laufe sie nach den Sommerferien am Montag wie geplant wieder an, auch Oxford starte nächste Woche wieder.

10 000 Audi-Beschäftigte in Kurzarbeit

Bei Audi in Ingolstadt und Neckarsulm müssen rund 10 000 Beschäftigte ihren Sommerurlaub verlängern und in Kurzarbeit, weil Halbleiter fehlen. Wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag sagte, können mehrere tausend eingeplante Autos nicht gebaut werden.

Im Stammwerk Ingolstadt stehen alle Bänder bis zum 30. August still: Auf der Linie 1 wegen Umbauarbeiten für den Produktionsstart des vollelektrischen Q6 etron, auf den beiden anderen Linien wegen Chipmangels. Hier sind deshalb 6000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. In Neckarsulm steht der größere Teil der Produktion mit etwa 4000 Mitarbeitern mehrere Tage lang wegen Chipmangels.

Für September hat Audi ebenfalls vorsorglich Kurzarbeit angemeldet, aber zugleich Zusatzschichten an mehreren Wochenenden geplant. Audi hat volle Auftragsbücher, konnte aber wegen fehlender Bauteile schon im ersten Halbjahr etwa 50 000 Autos nicht bauen. Wenn Bauteile geliefert werden, versucht das Unternehmen die Produktion aufzuholen. "Man muss von Woche zu Woche planen. In der Vergangenheit mussten auch schon geplante Zusatzschichten wieder abgesagt werden", erklärte der Sprecher.

Finanzvorstand Jürgen Rittersberger hatte bereits im Juli angekündigt, dass es wegen Halbleitermangels im August und September zu weiteren Produktionsausfällen und Kurzarbeit kommen könne. Wo möglich, würden die Chips in Fahrzeuge mit dem höchsten Gewinnbeitrag und dem geringsten CO2-Ausstoß eingebaut.

Auch anderen Autobauern fehlen Mikrochips. BMW könnte nach den Worten von Finanzvorstand Nicolas Peter ohne die Engpässe dieses Jahr wohl 70 000 bis 90 000 Autos mehr verkaufen. "Im Moment sind aber alle Werke weltweit gut versorgt", sagte ein BMW-Sprecher am Donnerstag. In Leipzig laufe die Produktion normal, in München und Dingolfing laufe sie nach den Sommerferien am Montag wie geplant wieder an, auch Oxford starte nächste Woche wieder./rol/DP/jha

Toyota kürzt wohl Produktion

Der Engpass bei Halbleitern führt jetzt auch beim Branchenprimus Toyota zum Einbruch der Autoproduktion.

Die Nachrichten drückten die Papiere des japanischen Konzerns um mehr als vier Prozent ins Minus und schickten Autoaktien auch in Europa auf Talfahrt. Im September werde Toyota weltweit rund 40 Prozent weniger Autos produzieren als ursprünglich geplant, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Davon seien 14 Fabriken betroffen und damit mehr als bisher. Auf einen Schlag verzögert sich die Fertigung von rund 360.000 Neuwagen.

Der weltweit größte Autobauer war bisher dank Vorratshaltung besser als andere durch die Chip-Krise gekommen, hatte aber bereits davor gewarnt, dass die Engpässe anhielten. Die Absatzprognose von 8,7 Millionen Fahrzeugen 2021 hatte Toyota kürzlich bekräftigt.

Entsprechend schwach zeigen sich im XETRA-Handel die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen. Die BMW-Titel gaben zeitweise um 2,98 Prozent auf 77,47 Euro ab, während die Papiere von Daimler um 2,73 Prozent auf 69,85 Euro fielen. Für die VW-Aktien ging es zwischenzeitlich um 1,82 Prozent auf 194,92 Euro runter.

Die Experten von Jefferies verwiesen darauf, dass Toyota sich einreihe in eine Gruppe von Autobauern, die wegen Engpässen bereits Produktionskürzungen bekanntgegeben hätten, etwa Ford oder auch Geely.

FRANKFURT / INGOLSTADT (dpa-AFX / Reuters)

Bildquellen: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com, FotograFFF / Shutterstock.com

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