Verband warnt vor Engpass an Windpark-Schiffen

24.01.26 11:30 Uhr

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HAMBURG (dpa-AFX) - Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) warnt vor einem Engpass an Schiffen zur Errichtung von Windparks. Der Ausbau der Windenergie auf dem Meer erfordere unterschiedliche Spezialschiffe wie Installations- und Kabellegeschiffe, sagte VSM-Hauptgeschäftsführer, Reinhard Lüken. "Deutschland verfügt hierbei über sehr begrenzte eigene Kapazitäten."

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Lüken begründet die Einschätzung auch damit, dass Windenergieanlagen zunehmend größer und in wachsender Entfernung zur Küste installiert werden. Das führe zu höheren Anforderungen an die Schiffe. Der aus Sicht des VSM drohende Engpass betreffe insbesondere die leistungsstarken Schiffe, die wegen der Entwicklungen gebraucht würden.

Bislang seien es überwiegend ausländische Reedereien, die die Spezialschiffe bereitstellten, sagte Lüken der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem chinesische Reedereien bauten diese. Nach Vorstellung des Verbands aus Hamburg, der Interessen von Werften und Zulieferern vertritt, sollten die benötigten Schiffe in Deutschland und Europa gebaut werden.

Eine Prognose in Zahlen zum Bedarf gab der Verband nicht ab.

Bis zu 40 Schiffe gleichzeitig im Einsatz

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Nach Kenntnis des Bundesverbands Windenergie Offshore sind während der Errichtung eines Windparks über 18 Monate rund 120 bis 150 Spezialschiffe im Einsatz. Zum gleichen Zeitpunkt könnten es bis zu 40 Schiffe sein.

Eine Gesamtübersicht zur Zahl der eingesetzten Schiffe liegt dem Verband nicht vor. "Da je nach Bauphase, Projektgröße und Jahreszeit sehr unterschiedliche Schiffstypen und -kapazitäten benötigt werden", teilte dieser mit.

Stromerzeugung auf See soll bis 2030 etwa verdreifacht werden

Ziel der Bundesregierung ist es, die Kapazität der Stromerzeugung aus Offshore-Windenergie bis 2030 auf 30 Gigawatt (GW) auszubauen. Bis 2035 sollen die Windparks eine Leistung von 40 GW erbringen können. Bis 2045 sollen 70 Gigawatt erreicht werden.

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Laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sind in der deutschen Nord- und Ostsee derzeit mehr als 1.600 Anlagen installiert, die eine Gesamtleistung von rund 9,2 GW aufweisen./lkm/DP/zb

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