SMA Solar-Aktie sinkt: Verlust in 2025 - 2026 soll wieder operativer Gewinn folgen

Der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar will nach einem operativen Verlust wieder schwarze Zahlen im laufenden Jahr schreiben.
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2026 wird ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 50 bis 180 Millionen Euro angepeilt, wie das Unternehmen am Dienstag bei Vorlage vorläufiger Zahlen für das alte Jahr im hessischen Niestetal mitteilte. Analysten hatten hier zuletzt im Schnitt rund 139 Millionen Euro auf ihren Zetteln.
2025 machte der Wechselrichter-Hersteller auf Basis vorläufiger Zahlen einen operativen Verlust (Ebitda) von 65,4 Millionen Euro, nach einem Minus von 16 Millionen Euro im Vorjahr. Gründe für diese Entwicklung seien unter anderem Wertminderungen und Verschrottungen auf Vorräte sowie Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen. Hinzu kamen Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Kosten für ein Sparprogramm inklusive eines Stellenabbaus. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 181,1 Millionen Euro. 2024 hatte das Unternehmen hier einen Verlust von 117,7 Millionen Euro ausgewiesen.
"Das Geschäftsjahr 2025 war erneut sehr herausfordernd", sagte Unternehmenschef Jürgen Reinert laut der Mitteilung. Die sehr volatilen Märkte, geopolitischen Unsicherheiten und politisch getriebenen Diskussionen führten vor allem in den USA und Europa zu einer geringeren Investitionsbereitschaft.
Die Erlöse schrumpften im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf knapp 1,52 Milliarden Euro. Analysten haben mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen Erlöse von 1,475 Milliarden bis 1,675 Milliarden Euro an.
Nach Einschätzung von Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler erscheint der Ausblick vor dem Hintergrund starker Auftragseingänge ausgesprochen vorsichtig. Der Auftragsbestand verharrte Ende Dezember 2025 mit 1,35 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau.
Das Unternehmen will seinen geprüften Konzernabschluss sowie den Geschäftsbericht am 26. März vorlegen.
Der Solartechnikhersteller kämpft schon seit längerem mit einer rückläufigen Nachfrage, insbesondere im Markt für Heim- und Gewerbeanlagen. Hinzu kommen hoher Wettbewerbs- und Preisdruck. Seinen Sparkurs verschärfte der Konzern im vergangenen Jahr deshalb noch einmal. Bis Ende des Jahres 2026 will er weltweit rund weitere 350 Jobs streichen und noch einmal 100 Millionen Euro einsparen.
Bereits 2024 hatte das Unternehmen einen Stellenabbau von weltweit 1.100 Stellen bis Ende 2025 angekündigt, davon rund 700 Stellen in Niestetal, 400 weitere im Ausland. Durch die Restrukturierung sollten bis zu 200 Millionen Euro eingespart werden - ungefähr die Hälfte davon durch den Personalabbau, die weiteren 50 Prozent durch Einsparungen bei Unternehmensausgaben unter anderem für Materialkosten, Dienstleister sowie Werbung und Marketing.
SMA Solar-Aktie im Minus
Schwankungsfreudig haben sich am Dienstag die Aktien von SMA Solar gezeigt. Nachdem die SMA Solar-Aktie im vorbörslichen Tradegate-Handel noch massiv eingebrochen war, geht es im XETRA-Handel nun stellenweise 1,07 Prozent nach unten auf 29,54 Euro. Das Tageshoch liegt bei 33,22 Euro.
Der Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen hat für 2026 ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 50 bis 180 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Mittelwert dieses Zielkorridors liegt mit 115 Millionen Euro deutlich unter der Konsensschätzung von 139 Millionen Euro.
Analyst Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies schrieb in einer ersten Einschätzung von einer "ungewöhnlich breiten Zielspanne" für 2026. Das habe ihn etwas irritiert. Der Mittelwert der Spanne für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liege um 17 Prozent unter der Konsensschätzung. Das könne auf kurze Sicht für Verunsicherung unter den Anlegern sorgen. Gleichwohl stufte Hesse die Aktien von "Hold" auf "Buy" hoch und begründete dies mit einer attraktiven Bewertung.
Ähnlich sah es Thorsten Reigber von der DZ Bank: "Die breite Prognosespanne des Unternehmens zeigt, dass die Marktsituation schwierig bleibt". Eine Einschätzung der weiteren Entwicklung bleibe ebenso schwierig. Die Nachfrage sei schwach und der Wettbewerbsdruck hoch. Immerhin attestierte der Experte dem Unternehmen "erste Restrukturierungserfolge auf der Kostenseite".
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NIESTETAL (dpa-AFX)
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Bildquellen: SMA Solar Technology AG, SMA Solar
