Infineon-Aktie nach starken Zahlen von Analog Devices gefragt: Mit humanoiden Robotern an die Weltspitze

Infineon plant einen massiven Vorstoß in den Markt für menschenähnliche Roboter. Konzernchef Hanebeck sieht das großes Potenzial, die an den Boom bei KI-Chips erinnert.
Werte in diesem Artikel
• Infineon setzt auf humanoide Roboter
• Konzernchef wittert große Chance
• Infineon-Aktie mit Gewinnen
Synergien mit Automobilsparte senken Entwicklungskosten
Infineon-Konzernchef Jochen Hanebeck sieht in der Entwicklung von humanoiden Robotern ein großes Potenziel für den Halbleiterkonzern, wie er im jüngsten Interview mit Handelsblatt deutlich machte. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden verfügt das Unternehmen bereits über die meisten benötigten Komponenten. "Wir müssen nur sehr wenig spezifisch neu entwickeln", erklärte Hanebeck gegenüber dem Portal. Insbesondere Halbleiter, die heute für autonome Fahrsysteme produziert werden, ließen sich in humanoiden Robotern verwenden. Diese strategische Wiederverwendbarkeit könnte zudem die zuletzt unter Druck geratenen Gewinnmargen stabilisieren.
Pro verkauftem Roboter, die von anderen Firmen hergestellt werden, beziffert der DAX-Konzern sein Umsatzpotenzial auf etwa 500 Dollar. Das Portfolio umfasst Sensoren, Kommunikationschips, Leistungshalbleiter zur Stromversorgung sowie Mikrocontroller für spezifische Steuerungsaufgaben.
Wachstum wie bei KI-Chips als Ziel
Die Entwicklung bei Halbleitern für Künstliche Intelligenz zeigt, welches Tempo möglich ist. Im vergangenen Geschäftsjahr, welches am 30. September 2025 endete) verdreifachte Infineon die Erlöse mit Chips für KI-Rechenzentren. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen eine Verdopplung auf 1,5 Milliarden Euro an, bis 2027 soll der Umsatz auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Eine vergleichbare Dynamik bei humanoiden Robotern würde für Anleger ein deutliches Wachstumssignal darstellen.
Milliardenmarkt nimmt Fahrt auf
Marktforscher erwarten einen rasanten Hochlauf. Trendforce prognostiziert laut dem Handelsblatt für 2026 weltweit mehr als 50.000 ausgelieferte humanoide Roboter - ein Anstieg um 700 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Goldman Sachs rechnet für 2030 mit 300.000 bis 1,5 Millionen Einheiten, für 2035 mit 1,4 bis 11,6 Millionen Exemplaren.
Komplettlösungen als Verkaufsargument
Infineon setzt auf integrierte Systeme statt Einzelkomponenten. "Wir bieten den Herstellern Komplettlösungen an für Subsysteme wie Hände", sagte Hanebeck. Die Anfang Februar abgeschlossene Übernahme eines Teils des Sensorgeschäfts von ams-OSRAM für 570 Millionen Euro soll diese Strategie unterstützen.
Wettkampf mit USA und China
Der Infineon-Chef sieht ein "Kopf-an-Kopf-Rennen" zwischen Amerika und China. Europa müsse jetzt Tempo aufnehmen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Man sei daher entschlossen, sich "frühzeitig eine führende Position in dem globalen Markt zu sichern", betonte Hanebeck.
Als deutschen Hoffnungsträger unterstützt Infineon das Startup Neura Robotics aus Metzingen. Das Unternehmen wurde eingeladen, seine humanoiden Roboter auf der Hauptversammlung des Konzerns an diesem Donnerstag in München zu präsentieren.
So bewegt sich die Infineon-Aktie
Die Infineon-Aktie legte zum XETRA-Schluss am Dienstag 3,39 Prozent auf 46,09 Euro zu und erreichte bei 46,40 Euro ein weiteres Hoch seit 2001.
Der Kursprung folgte auf starke Zahlen von Analog Devices. Die Aktie steigt am Mittwoch im US-Handel zeitweise um 2,49 Prozent auf 345,90 US-Dollar. Ergebnisse und Ausblick des Halbleiterherstellers seien sehr stark, kommentierte Analyst James Schneider von Goldman Sachs den Geschäftsbericht. Dabei habe man sowohl von Nachfrage aus dem Bereich KI-Rechenzentren als auch der Unterhaltungselektronik profitiert.
Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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Bildquellen: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images, Sean Gallup/Getty Images