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12.09.2018 17:30
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Nachranganleihen: Kurze Unendlichkeit

Euro am Sonntag: Nachranganleihen: Kurze Unendlichkeit | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag
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Unternehmen kündigen die lang laufenden Papiere bei erster Gelegenheit. Das macht sie in der aktuellen Zinslandschaft interessant.
€uro am Sonntag
von Thomas Strohm, Euro am Sonntag

Formal wäre die Nachranganleihe unendlich gelaufen. Volkswagen hat das Papier (ISIN: XS 096 891 326 8) jedoch zum erstmöglichen Termin, dem vergangenen Dienstag, gekündigt und 1,25 Milliarden Euro zurückgezahlt. Genau so, wie es die wichtigen Großinvestoren erwarten, wenn sie solche Anleihen kaufen und dem Unternehmen ihr Geld borgen.


Anleger können mit den sehr lange oder unendlich laufenden, nachrangigen Bonds eine höhere Rendite erzielen als mit normalen Anleihen desselben Unternehmens. Dafür gibt es einige Unwägbarkeiten wie den unklaren Rückzahlungstermin. Bisher hat außerhalb der Finanzbranche aber nur ein Emittent, nämlich Südzucker, den ersten Kündigungstermin einer Nachranganleihe ungenutzt verstreichen lassen. Ratingagenturen rechnen die auch Hybridanleihen genannten Papiere zum Teil aufs Eigenkapital der Unternehmen an, allerdings nur bis zum ersten Kündigungstermin. Wenn der Vorteil verloren geht, werden die Nachranganleihen mit ihren höheren Kupons für die Firmen zu teuer - ein großer Anreiz, die Bonds zu kündigen.

Überschaubares Risiko

Auch mit der Zinszahlung ist eine Unwägbarkeit verbunden. Laufen die Geschäfte schlecht, könnte das Unternehmen den Kupon aufschieben - er müsste aber nachgezahlt werden, etwa wenn Aktionäre eine Dividende bekommen. Wegen der Nachrangigkeit gegenüber anderen Schulden müssten die Besitzer von Hybridanleihen ihr Kapital bei einer Pleite wohl komplett abschreiben. Bei den drei in der Tabelle genannten Unternehmen - dem Versorger EnBW, dem DAX-Konzern Merck und dem österreichischen Energie­unternehmen OMV - ist dies höchst unwahrscheinlich.

Bei relativ kurzer Restlaufzeit bis zum ersten Kündigungstermin bieten die drei Bonds eine in Niedrigzinszeiten interessante Rendite von 1,2 bis 1,4 Prozent pro Jahr. Auch weil das Zinsniveau in den nächsten Jahren anziehen dürfte und Anleger sich nicht zu lange binden sollten.



Die Kurse von Hybridanleihen sind wegen des etwas höheren Risikos schwankungsanfälliger. Derzeit bietet sich deshalb eine Kaufgelegenheit: Zu den bisher 2018 gesehenen Höchstkursen im Januar hätten die drei Anleihen nur Renditen von 0,3 bis 0,5 Prozent gebracht. Anleger, die ihr Geld von VW zurückbekommen haben, könnten fürs Folge­investment also einen Blick auf die Tabelle werfen.

Ausgewählte Nachranganleihen (pdf)


Bildquellen: OMV
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