Devisen im Blick

Nahost-Konflikt im Fokus: Darum legt der Euro etwas zu

17.03.26 20:18 Uhr

Devisenmarkt im Fokus: So reagiert der Euro auf die Nahost-Lage | finanzen.net

Der Kurs des Euro hat am Dienstag an seine Erholung vom Vortag angeknüpft.

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Sah es im Laufe der Nacht noch so aus, als ob der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder unter die 1,15-Dollar-Marke in Richtung des jüngsten Tiefs seit Anfang August fallen würde, gelang dem Euro schnell der Dreh ins Plus. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung im New Yorker Devisenhandel zu 1,1540 US-Dollar gehandelt.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1531 (Montag: 1,1478) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8672 Euro.

Schwache Konjunkturdaten belasteten den Euro nicht. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland und für die Eurozone sind im März regelrecht eingebrochen. "Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.

"Anleger werden weiter die Entwicklungen im Nahen Osten abwarten und sich taktisch zunehmend auf die zahlreichen bevorstehenden Zentralbankmeetings positionieren", schreiben Analysten der Dekabank. In dieser Woche werden zahlreiche Zentralbanken ihre geldpolitischen Beschlüsse veröffentlichen. Die US-Notenbank Fed wird ihre Zinsentscheidung am Mittwoch bekannt geben, die Bank of Japan, die Bank of England und die EZB folgen am Donnerstag.

Bereits am Dienstagmorgen hatte die Notenbank von Australien den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,10 Prozent angehoben. "Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben weiterhin sehr unsicher, könnten aber in einer Vielzahl möglicher Szenarien die globale und nationale Inflation anheizen", heißt es in ihrer Stellungnahme zur Zinsentscheidung.

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NEW YORK (dpa-AFX)

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