20.01.2022 17:11

Deshalb bewegt sich der Euro zum US-Dollar wenig - Türkische Lira legt zu

Inflation im Blick: Deshalb bewegt sich der Euro zum US-Dollar wenig - Türkische Lira legt zu | Nachricht | finanzen.net
Inflation im Blick
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Der Euro hat sich am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar nur wenig bewegt.
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Die Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,1344 Dollar und kostete damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1338 (Mittwoch: 1,1345) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7474 (0,8815) Euro.
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Bereits am Dienstag war der Euro wieder in die enge Spanne seit Anfang Dezember zwischen 1,12 und 1,14 Dollar zurückgefallen. Hintergrund sind zunehmende Spekulationen auf Zinsanhebungen durch die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) als Folge der hohen Inflation. Ein erster Zinsschritt könnte bereits im März erfolgen.

Im Fokus standen an diesem Donnerstag Preisdaten aus der Eurozone. Im Euroraum erreichte die Inflation Ende 2021 wie erwartet einen Rekordwert von 5,0 Prozent. Getrieben wurde die Inflation einmal mehr durch einen extrem starken Anstieg der Preise für Energie. Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent wird schon seit längerem deutlich überschritten. Eine Zinserhöhung ist hier aber nicht in Sicht. Denn die EZB sieht die Inflation vor allem durch Sonderfaktoren infolge der Corona-Pandemie getrieben.

Derweil legte die türkische Lira gegenüber dem Dollar und dem Euro zwischenzeitlich recht deutlich zu, bevor die Gewinne wieder etwas zusammenschmolzen. Die türkische Notenbank hatte auf ihrer Sitzung den Leitzins wie erwartet stabil gehalten. Die Währungshüter hatten den Leitzins zuvor mehrmals gesenkt und waren damit der Linie des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gefolgt, der ein Gegner hoher Zinsen ist. Experten waren davon ausgegangen, dass die Notenbank den Zinssatz diesmal beibehält, aber an ihrer angesichts der hohen Inflationsraten vergleichsweise lockeren Geldpolitik festhält.

"Wer das Stillhalten der türkischen Notenbank als Läuterung sieht, liegt vermutlich falsch", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. "Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Der Vertrauensentzug durch die Finanzmärkte ist eine vollzogene Sache." Zu einer Heilung der zerrütteten Beziehung zwischen Notenbank und Finanzmärkten könnten Zinserhöhung beitragen. Letztere seien aber wohl vorerst nicht zu erwarten. Die Notenbank stehe unter starkem Einfluss von Staatspräsident Erdogan.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83265 (0,83168) britische Pfund, 129,53 (129,86) japanische Yen und 1,0382 (1,0383) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1844 Dollar gehandelt. Das waren 3 Dollar mehr als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Ferumov / Shutterstock.com, Ventura / Shutterstock.com
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NameKurs+/-%
Dollarkurs1,0550-0,0013
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0,00
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