Konjunktur im Fokus

Darum gibt der Eurokurs am Freitag nach - Pfund unter Druck

13.07.18 16:54 Uhr

Darum gibt der Eurokurs am Freitag nach - Pfund unter Druck | finanzen.net

Der Kurs des Euro ist am Freitag etwas gefallen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

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0,8706 GBP 0,0004 GBP 0,05%

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186,2000 JPY 1,1700 JPY 0,63%

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1,1489 EUR -0,0005 EUR -0,04%

1,3505 USD 0,0074 USD 0,55%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,65%

0,8507 EUR -0,0050 EUR -0,58%

0,7406 GBP -0,0040 GBP -0,54%

Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1650 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch etwas höher notiert. Noch deutlichere zwischenzeitliche Verluste machte er wieder wett. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1643 (Donnerstag: 1,1658) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8589 (0,8578) Euro.

Grund für die Verluste beim Euro war eine Dollar-Stärke. Die US-Währung legte zu den meisten anderen wichtigen Währungen zu. Nach der jüngsten Zuspitzung gab es im Handelsstreit zwischen den USA und China wieder versöhnlichere Töne. Vertreter beider Staaten haben zuletzt jeweils Gesprächsbereitschaft signalisiert. US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte am Donnerstagabend, dass er und weitere Vertreter der US-Administration für Verhandlungen bereitstehen würden. Ähnliche Äußerungen gab es auch aus dem Handelsministerium in Peking.

Nachdem der Euro zeitweise auf ein Tagestief von 1,1613 Dollar gefallen war, erholte er sich am Nachmittag ein wenig von seinen Verlusten. Eher enttäuschend ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA stützten den Euro ein wenig. So waren die Einfuhrpreise im Juni hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem hatte sich das von der Universität von Michigan erhobene Konsumklima stärker als erwartet eingetrübt.

"In unseren Augen bleibt die Stimmungslage am Devisenmarkt fragil", kommentierte Expertin Esther Reichelt von der Commerzbank. "Denn noch fehlen harte Fakten, die eine Entspannung an der Handelsfront rechtfertigen." Solange diese jedoch ausbleiben würden, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich der Handelskonflikt in den Wirtschaftsdaten niederschlage.

Zeitweise deutlich unter Druck geriet das britische Pfund. In einem Interview anlässlich seines ersten Besuchs als US-Präsident in Großbritannien hatte Donald Trump die angeschlagene Premierministerin Theresa May und deren Brexit-Strategie attackiert. Er stellte angesichts des von May vorgeschlagenen weichen Brexits ein mögliches Handelsabkommen in Frage. Das Pfund fiel zeitweise unter die Marke von 1,13 Euro. Nachdem Trump bei einer Pressekonferenz mit May wieder mehr Entgegenkommen zeigte, erholte sich das Pfund und wurde mit 1,1311 Euro gehandelt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88488 (0,88263) britische Pfund, 131,04 (131,13) japanische Yen und 1,1704 (1,1642) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1241,70 (1245,90) Dollar festgesetzt./jsl/tos/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

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