finanzen.net
20.03.2020 22:12

So tief dürfte der Bitcoin vor dem Halving noch fallen

Kursrutsch: So tief dürfte der Bitcoin vor dem Halving noch fallen | Nachricht | finanzen.net
Kursrutsch
Der Bitcoin ist in den letzten Wochen deutlich unter die Räder gekommen - und dürfte in nächster Zeit noch tiefer fallen, glauben Experten aus der Kryptoszene.
Werbung
• Bitcoinkurs im Zuge der Coronakrise stark gefallen
• Experten sagen weitere Verluste bis Mai voraus
• Aussichten für die Zukunft dennoch positiv

Die Corona-Krise und der dadurch ausgelöse Crash an den Märkten machen auch vor dem Bitcoin nicht Halt: Die bekannteste Kryptowährung hat seit Mitte Februar rund 50 Prozent an Wert verloren. Allein am 12. März, als die Börsen in Deutschland und den USA um zehn Prozent und mehr einbrachen, ging es für den Bitcoin um rund 40 Prozent nach unten von knapp 8.000 US-Dollar auf unter 5.000 US-Dollar. Unter Investoren dürfte dieser heftige Crash für erhebliche Verunsicherung sorgen - galt Bitcoin doch schon als Alternative zu Gold. Einige Experten haben einen solche heftigen Kursrückgang jedoch bereits im Vorfeld vorausgesagt - und rechnen nun mit noch weiteren Abgaben bis zum bevorstehenden Bitcoin-Halving im Mai. Einen wirklichen Grund zur Sorge sehen sie dabei aber nicht.

Bitcoin wiederholt womöglich alte Muster

Der kräftige Kursrutsch beim Bitcoin kam zwar unerwartet und hat laut "CryptoMonday" dafür gesorgt, dass die Cyberwährung ihren logarithmischen Wachstumschannel der letzten zehn Jahre nach unten verlassen hat. Doch während das alte Trendmuster lediglich einen Tiefstkurs bei 7.700 US-Dollar vorsah, gibt es einen weiteren charttechnischen Indikator, der in der Vergangenheit ebenso zuverlässige Resultate geliefert hat - und der durch den Kursabsturz nicht obsolet geworden ist: den Tops Channel von Yope. Dieser Indikator bildet einen Kanal für die Kursbewegungen des Bitcoins, indem er jeweils die vergangenen Hochpunkte und Tiefpunkte des Bitcoinpreises miteinander verbindet und in die Zukunft extrapoliert. Laut "CryptoMonday" hat der Tops Channel von Yope dadurch seit 2011 alle Hochs und Tiefs vorausgesagt - und auch den Boden für den Absturz in der vergangenen Woche markiert.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Laut dem Tops Channel von Yope befindet sich der Boden für den Bitcoin-Kurs bei 4.400 US-Dollar, der Cybercoin hätte also vom aktuellen Niveau aus noch etwas Raum nach unten - und es ist wahrscheinlich, dass er diesen auch tatsächlich ausschöpfen wird. Denn wie "CryptoMonday" hervorhebt, ist der Bitcoin vor jedem der bisherigen zwei Halvings zum unteren Rand dieses Channels zurückgekehrt. Bis zum Halving im Mai müssen Anleger daher wohl mit weiteren Verlusten rechnen.

Doch es gibt auch einen Lichtblick, denn der Indikator lässt für die Zeit nach dem Halving auf einen kräftigen Kursanstieg hoffen. Bis zu 80.000 US-Dollar soll der Bitcoin rund ein Jahr nach dem Halving wert sein - wenn er sein bisheriges Verhalten wiederholt. Denn nach der Halbierung der Blockbelohnung in den Jahren 2012 und 2016 war der Kurs der Kryptowährung innerhalb von zwölf, beziehungsweise 18 Monaten nach dem Event auf neue Allzeithochs und somit bis zum oberen Rand des Trendkanals gestiegen.

Bitcoin könnte bis auf 2.800 US-Dollar fallen

Doch auch jenseits der Charttechnik rechnen Experten damit, dass es für den Bitcoin-Kurs bis zum Halving noch weiter nach unten gehen wird. So wird auch ein bekannter Bitcoin-Trader konkret - und schwört Anleger auf einen nochmaligen heftigen Kursrutsch bis Mai ein. In seiner YouTube-Serie "Trading Bitcoin" sprach Krypto-Kenner Tone Vays am 18. März davon, dass der Bitcoin vor dem Halving bis auf 2.800 US-Dollar fallen könnte. Vom aktuellen Niveau ausgehend wäre das erneut ein Minus von rund 50 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange

Vays, der früher unter anderem bei der Investmentbank JPMorgan gearbeitet hat, sieht darin aber keinen Grund zur Sorge. "Es wäre beängstigend, wenn das nach der Halbierung passiert. Vor der Halbierung ist das nicht beängstigend. Tatsächlich habe ich immer erwartet, dass so etwas vor dem Halving passiert", so Vays. Laut ihm habe der Anstieg des Bitcoin-Kurses bis auf knapp 14.000 US-Dollar im vergangenen Sommer die Basis für einen kräftigen Kursverlust in Höhe von 80 Prozent geschaffen - und dieser trete nun ein.

Analyst: Bitcoin wird bis zum Mond steigen

Während Tone Vays jedoch keine klaren Angaben zu seinen Erwartungen an den Bitcoinkurs für die Zeit nach dem Halving macht, erwartet der Statistiker und Analyst Willy Woo vom Krypto-Hedgefonds Adaptive Capital, dass es nach einem kräftigen Ausverkauf beim Bitcoin wieder "bis zum Mond" gehen wird, wie er in einem Tweet schreibt.

Bereits im August 2018 hatte Woo vorhergesagt, dass der Bitcoin zunächst tief fallen werde, bevor es wieder kräftig nach oben gehe. Diese Vorhersage sieht er mit den aktuellen Kursverlusten nun bestätigt und ist sich sicher: Wenn der Bitcoin erst einmal seinen Boden gefunden hat, stehen den Anlegern bullishe Zeiten bevor. "Der Bitcoin wurde genau für dieses wirtschaftliche Umfeld gemacht, das uns in den kommenden Jahren bevorsteht", ist sich der Analyst sicher - und dürfte somit womöglich den ein oder anderen Anleger beruhigen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Dim Dimich / Shutterstock.com, IG
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,08650,0009
0,08
Japanischer Yen118,38250,2025
0,17
Pfundkurs0,87710,0009
0,10
Schweizer Franken1,05550,0000
0,00
Russischer Rubel81,2280-0,2775
-0,34
Bitcoin6754,0698-28,1401
-0,41
Chinesischer Yuan7,67680,0042
0,05

Heute im Fokus

DAX legt zu -- Asiens Börsen mehrheitlich fest -- SAP kappt Prognose für 2020 -- Gerresheimer bestätigt Jahresausblick -- UBS teilt Dividende auf -- Starbucks, Airbus im Fokus

Facebook führt Plattform für Hilfsangebote auch in Deutschland ein. Vergleichsportal: Weitere Geldhäuser bürden Sparern Negativzinsen auf. Diageo streicht Prognose. E.ON-Hauptversammlung soll virtuell stattfinden. Credit Suisse teilt Dividende in zwei Tranchen auf. Air France-KLM erwartet weitgehenden Geschäftsausfall bis Ende Mai.
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Corona-Crash an den Börsen: Wird der DAX im April noch weiter fallen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Scout24 AGA12DM8
Lufthansa AG823212
TeslaA1CX3T
Daimler AG710000
Shell (Royal Dutch Shell) (A)A0D94M
Airbus SE (ex EADS)938914
NEL ASAA0B733
Allianz840400
TUITUAG00
Apple Inc.865985
Amazon906866
Infineon AG623100