finanzen.net
25.07.2020 22:18

Hedgefonds-Manager Parrilla: Der Goldpreis könnte auf bis zu 5.000 US-Dollar steigen

Mögliche Inflation: Hedgefonds-Manager Parrilla: Der Goldpreis könnte auf bis zu 5.000 US-Dollar steigen | Nachricht | finanzen.net
Mögliche Inflation
Folgen
Diego Parrilla glaubt an eine Inflation innerhalb der nächsten zehn Jahre, infolge derer der Goldpreis stark ansteigen könnte. Für seinen Hedgefonds investiert er vor allem in sogenannte Anti-Blasen.
Werbung
• Goldpreis könnte bis zu 5.000 US-Dollar erreichen
• Nachfrage nach Rohstoffen und Immobilien könnte steigen
• Fiat-Währungen sind Hauptblase, Gold ist Anti-Blase
Werbung
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) handeln
Handeln Sie Rohstoffe mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Sie können mit nur 100,00 € mit dem Handeln beginnen, um von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital zu profitieren!
76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Höherer Goldpreis als Folge von Inflation

Hedgefonds-Manager Diego Parrilla rechnet mit einer Inflation innerhalb der nächsten zehn Jahre, wie Bloomberg berichtet. Daran, dass die Zentralbanken diese kontrollieren werden können, glaube er aber nicht. So können Vermögensblasen und die Schuldensucht der Unternehmen angeheizt und Zinserhöhungen ohne einen wirtschaftlichen Absturz unmöglich gemacht werden. In den nächsten zehn Jahren würden Banken und Regierungen weiter Geld drucken und verleihen, um Unternehmen und Einzelpersonen in finanzieller Notlage zu unterstützen und einen Zusammenbruch des kompletten Wirtschaftssystems zu verhindern, so Parrilla weiter. Als Folge der Inflation könne der Goldpreis in den nächsten drei bis fünf Jahren auf 3.000 bis 5.000 US-Dollar pro Unze steigen. Momentan liegt der Goldpreis etwa bei 1.900 US-Dollar.

Zentralbanken rechnen nicht mit Inflation

An der Wall Street sei man bezüglich dem Preisdruck, der durch rekordverdächtige Konjunkturausgaben ausgelöst wird, aber größtenteils zuversichtlich. Die Angst vor einer schnelleren Inflation habe sich seit Jahren nicht bewahrheitet. So haben sowohl die Präsidentin der US-Zentralbank von San Francisco, Mary Daly, und der Präsident der Zentralbank von Richmond, Thomas Barkin, Anfang Juli verlauten lassen, dass eine starke Inflation in der derzeitigen Krisensituation nicht zu erwarten sei. Sollte es aber trotzdem dazu kommen, würden die Zentralbanken über genügend Instrumente verfügen, mit denen man die Lage in den Griff bekommen würde.

Aus Parrillas Sicht haben Konjunkturmaßnahmen aber tieferliegende Probleme, die sich durch das gesamte Finanzsystem ziehen. So sieht er etwa kritisch, dass Zentralbanken ihre Zinssätze teilweise seit mehr als einem Jahrzehnt nahe Null gehalten haben.

Goldpreis ist "Anti-Blase"

In den letzten zehn Jahren habe es demnach eine Verschiebung vom risikolosen Zins zum zinslosen Risiko gegeben, was eine globale Serie paralleler synchroner Blasen ermöglicht habe, so Parrilla. Für seine Investitionen sucht er nach Anti-Blasen, also billigen Anlagen, die im Wert steigen, wenn Blasen schließlich platzen. Als eine der derzeitigen Hauptblasen bezeichnet er Fiat-Währungen, als deutliche Anti-Blase wiederum Gold. Die Frage sei also nicht, ob die Preise steigen, sondern wann. Der Goldpreis ist in diesem Jahr so bereits um etwa 19 Prozent angestiegen. Investoren argumentieren, dass die rasche Ausweitung der Zentralbankbilanzen die Währungswerte senkt und die Nachfrage nach Rohstoffen und Immobilien somit steigert.

Parrilla verwaltet den 450 Millionen US-Dollar schweren Hedgefonds Quadriga Igneo. Während traditionelle Fonds positive Renditen erwirtschaften sollen, will Parrillas Fonds entsprechend auf den nächsten großen Crash reagieren und langfristig Kapital generieren.
Der Wert seines defensiven Portfolios war nach oben geschossen, als die Angst vor dem Coronavirus im Februar und März die Märkte erschütterte. So investiert er etwa zu 50 Prozent in Gold und Edelmetalle, zu 25 Prozent in Anleihen und ansonsten in Optionsstrategien, die von unsicheren Marktsituationen profitieren, wie etwa Kaufoptionen auf Gold und den US-Dollar. Parrilla, der ursprünglich aus dem Bereich Bergbauingenieurwesen kommt, veröffentlichte 2017 bereits ein Buch über das Verhältnis zwischen Blasen und Anti-Blasen. Sein Fonds besteht seit 2018, bereits Ende des ersten Jahres konnte er eine Rendite von 10 Prozent aufweisen. 2019 notierte er größtenteils schwächer.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: elen_studio / Shutterstock.com, Africa Studio / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldpreis

  • Relevant
    5
  • Alle
    +
  • ?
Erhöhte Nachfrage
Kleiner Bruder von Gold: Wird das physische Silber knapp?
Die Unsicherheit im Zuge der Coronakrise sowie die expansive Geldpolitik verschiedener Zentralbanken weltweit hat nicht nur beim Goldpreis für massive Aufschläge gesorgt. Auch "das Gold des kleinen Mannes", wie Silber im Volksmund genannt wird, hat einen deutlichen Nachfrageschub erfahren. Könnte physisches Silber nun knapp werden?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Werbung

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.932,1919,76
1,03%
Kupferpreis6.356,70-6,30
-0,10%
Ölpreis (WTI)42,200,59
1,42%
Silberpreis25,700,90
3,64%
Super Benzin1,25-0,01
-0,40%
Weizenpreis177,25-0,25
-0,14%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

DAX schwächer -- Asiens schließen Börsen uneinig -- Corona-Krise trifft VW-Finanzsparte -- EVOTEC bestätigt Umsatz- und Gewinnprognose -- E.ON senkt Prognose -- Just Eat Takeaway, LEONI im Fokus

Liberty kauft Sunrise Communications - freenet dient Aktien an. pbb erwartet trotz Gewinneinbruch solides Ergebnis für 2020. GEA verdient trotz gesunkenem Umsatz mehr. SAP-Chef Klein kündigt Geschlechter-Parität bis 2030 an. Bechtle verdient im zweiten Quartal überraschend viel. Talanx wagt nach Gewinneinbruch keine neue Prognose für 2020. Talfahrt von Corestate-Aktie geht weiter.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Umfrage

Haben Sie Verständnis für die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Deutsche Bank AG514000
Ballard Power Inc.A0RENB
TUITUAG00
BayerBAY001
Lufthansa AG823212
NikolaA2P4A9
Wirecard AG747206
Airbus SE (ex EADS)938914
Plug Power Inc.A1JA81
Amazon906866