02.06.2022 10:35

Nach Öl-Embargo gegen Russland: OPEC+ kommt für Sitzung zusammen

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Nach der jüngsten Einigung der EU-Staaten auf Importbeschränkungen für russisches Öl berät die Erdöl-Allianz OPEC+ am Donnerstag über ihre weitere Förderstrategie.
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Vor der monatlichen Online-Sitzung wurde die Frage diskutiert, ob Russland auch in Zukunft an die Produktionsvereinbarungen des Kartells gebunden bleibt, oder wegen des Sanktionsdrucks davon befreit wird.
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Laut dem "Wall Street Journal" erwägen zumindest einige beteiligten Staaten, das Ölförderabkommen mit Russland auszusetzen. Denn Russland konnte zuletzt seine Förderziele im Rahmen der OPEC+ nicht erfüllen. Moskaus Außenminister Sergei Lawrow betonte jedoch am Mittwoch die Wichtigkeit der Ölallianz, die aus der von Saudi-Arabien dominierten Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie aus Kooperationspartnern um Russland besteht. In seinen Gesprächen mit arabischen Kollegen seien die bisherigen Absprachen bestätigt worden, sagte Lawrow laut der staatlichen Agentur Tass.

Sollte es am Donnerstag zu keinen Änderungen in der Struktur der OPEC+ kommen, könnte die Gruppierung ihre gesamte tägliche Fördermenge im Juli wie erwartet um rund 400 000 Barrel (je 159 Liter) ausweiten.

OPEC+ könnte offenbar russische Ölexport-Ausfälle auffangen

Die OPEC+ will einem Insider zufolge drohende Angebotsengpässe durch den Ausfall russischer Erdöl-Lieferungen vermeiden.

Das Exportkartell könnte sich bei seinen aktuellen Beratungen mit Russland darauf einigen, dass andere Förderländer in die Bresche springen und ihre Produktion ausweisen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Donnerstag. Allerdings könnte eine Entscheidung darüber auch verschoben werden oder Ausfälle würden nur zum Teil ausgeglichen. Einem Medienbericht vom Mittwoch zufolge wird wohl vor allem Saudi-Arabien die Produktion ausweiten.

Gleichzeitig rechnen Experten damit, dass die OPEC+ bei ihren Beratungen am Donnerstag an ihrem bisherigen Kurs einer allmählichen Anhebung der Förderquoten für die Gruppe insgesamt festhalten wird. "Bei dem Treffen geht es vor allem darum, die Marktstimmung aufzuhellen", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Die Message ist wohl, dass die Welt sich um den Ölnachschub keine Sorgen machen muss."

Wegen des Einmarschs in die Ukraine hat der Westen Russland mit harten Sanktionen belegt. Unter anderem hat sich die Europäische Union (EU) kürzlich auf ein weitreichendes Importverbot von russischem Erdöl geeinigt. Diese Staaten müssen sich nun anderweitig nach diesem Energieträger umschauen. "Die EU scheint sich dabei verstärkt in Westafrika umzuschauen", sagte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. "Nigerianisches Öl der Sorte Forcado wird Händlern zufolge mit einem Aufschlag von sieben Dollar gegenüber Brent gehandelt." Spekulationen auf höhere Fördermengen einiger OPEC+-Mitglieder drückte den Preis für die richtungweisende Ölsorte Brent aus der Nordsee am Donnerstag 1,7 Prozent ins Minus auf 114,28 Dollar je Barrel (159 Liter).

Allerdings verzögert Ungarn das EU-Öl-Embargo Diplomaten zufolge erneut. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban fordert, auf die geplanten Sanktionen gegen das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt Patriarch Kirill zu verzichten, wie drei Diplomaten am Mittwochabend erläuterten. Das sechste EU-Sanktionspaket sollte eigentlich am Mittwoch auf den Weg gebracht werden. Ungarn hatte es bereits zuvor mit seinem Widerstand gegen ein vollständiges Öl-Embargo verzögert und durchgesetzt, dass Pipeline-Lieferungen ausgenommen werden.

WIEN (dpa-AFX) / London/Frankfurt (Reuters)

Bildquellen: ALEXANDER KLEIN/AFP/Getty Images

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