Rohöl und Gold

Rohöl: Absturz nach Arbeitsmarktdaten

20.01.11 15:26 Uhr

Die um 14.30 Uhr veröffentlichten wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 404.000 besser als erwartet aus. Der Ölpreis reagierte darauf mit stark fallenden Notierungen.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

4.859,49 USD -104,70 USD -2,11%

67,53 USD -1,42 USD -2,06%

63,50 USD -1,64 USD -2,52%

von Jörg Bernhard

Als nächstes könnten die angekündigten Verkaufszahlen bestehender US-Eigenheime und der Konjunkturausblick der Philadelphia Fed (beide 16.00 Uhr) für neue Impulse sorgen. Wegen des US-Feiertags am Montag erfolgt die Bekanntgabe des wöchentlichen Rohölberichts der EIA mit einem Tag Verspätung. Während die API-Zahlen vom Vortag einen markanten Zuwachs ausgewiesen hatten, deutet eine Bloomberg-Umfrage auf einen leichten Rückgang der Vorräte hin. Normalerweise weisen beide Informationsquellen eine identische Tendenz auf.

Wer­bung

Am Donnerstagnachmittag zeigte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,94 auf 88,92 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,20 auf 96,96 Dollar zurückfiel.

Gold: Massiver Kurseinbruch

Der Goldpreis kommt weiterhin nicht so recht auf die Beine. Dies lässt sich auch am sich abkühlenden Interesse an Gold-ETFs ablesen. Allein der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Shares musste gestern einen Abfluss von 1.256,90 auf 1,251,43 Tonnen hinnehmen. Damit rutschte die gehaltene Goldmenge auf den niedrigsten Stand seit Mai 2010 ab. Mit dem jüngsten Preisrutsch droht aus charttechnischer Sicht weiteres Ungemach. Nach zehn Jahren mit positiver Performance scheint dem gelben Edelmetall nun die Puste auszugehen. Der seit August zu beobachtende mittelfristige Aufwärtstrendkanal wurde bereits nach unten verlassen. Die nächsten markanten Unterstützungszonen verlaufen im Bereich von 1.320 Dollar. Die negative Korrelation gegenüber dem relativ schwachen Dollar scheint derzeit aber nicht zu greifen und auch die signifikant höheren Inflationsraten rund um den Globus werden von den Gold-Investoren derzeit nicht honoriert.

Am Donnerstagnachmittag zeigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 22,90 auf 1.347,30 Dollar pro Feinunze.

Nachrichten zu Goldpreis