Rheinmetall sagt Übernahme von VW-Werk Osnabrück ab - Aktien uneins

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einer möglichen Übernahme des VW-Werks Osnabrück eine Absage erteilt.
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"Eine Übernahme des Werkes in Osnabrück ist unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall", sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.
VW sucht derzeit nach einer neuen Verwendung für den Standort, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Rheinmetall aus Düsseldorf galt bisher als wichtigster Interessent. Dessen Vorstandschef Armin Papperger hat die Fabrik vor einem Jahr besucht und dort auch Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet.
Der Standort hätte sich nach Angaben des Rheinmetall-Sprechers für den Konzern zur Produktion von sechsrädrigen Radpanzern angeboten. "Hier werden jedoch aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt." Eine erhöhte Nachfrage gebe es dagegen nach achträdrigen Radpanzern. Um dem gerecht zu werden, weite Rheinmetall stattdessen seine Kapazitäten in Kassel aus.
Blume will bis Ende 2026 über Zukunft entscheiden
Erst am Dienstag hatte VW-Chef Oliver Blume angekündigt, bis Ende 2026 über die Zukunft des Werkes Osnabrück zu entscheiden. Zugleich bestätigte er, dass es dort auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen gebe.
Die Produktion der in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Das Werk hat rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Osnabrück ist das kleinste VW-Werk. Der Standort war 2009 nach der Insolvenz von Karmann zu VW gekommen. Zuvor war Karmann jahrzehntelang Auftragsfertiger für VW.
Die Rheinmetall-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 2,07 Prozent höher bei 1.552,00 Euro, während VW-Titel um 0,26 Prozent auf 91,48 Euro nachgeben.
/fjo/DP/nas
DÜSSELDORF/OSNABRÜCK (dpa-AFX)
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