ASML erhöht Umsatzprognose
Europas größter Chipzulieferer ASML hat wegen guter Geschäfte mit Speicherchipherstellern die Umsatzprognose erhöht.
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Der Umsatz werde ohne das zugekaufte US-Unternehmen Cymer im Mai dieses Jahres bis zu fünf Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Veldhoven mit. ASML hatte zuletzt einen stagnierenden Umsatz auf Höhe des Vorjahresniveaus von 4,73 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Zusätzlich zu dem Umsatz aus den bisherigen Sparten dürften noch rund 180 Millionen Euro aus der Übernahme von Cymer kommen.
Die nach oben korrigierte Prognose begründete Vorstandschef Peter Wennink mit der gesteigerten Nachfrage von Speicherchipherstellern im Laufe des zweiten Quartals. Der Gewinn stieg zwischen April und Ende Juni von 96 Millionen Euro im ersten Quartal auf 239 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum von 892 Millionen Euro auf 1,16 Milliarden Euro und liegt damit über der Prognose von 1,1 Milliarden.
Mit dem Kauf von Cymer begegnet ASML der steigenden Nachfrage nach sogenannter Extreme Ultraviolet-Lithografie (EUV). EUV-Lithografiesysteme kommen in Smartphones und Tablets zum Einsatz. Damit reagiert ASML auf die rückläufigen PC-Verkäufe, die sich zuletzt negativ auf das operative Geschäft ausgewirkt hatten.
Am Aktienmarkt wurden der erhöhte Ausblick und die Zahlen mit weiteren Kursgewinnen honoriert. Das Papier legte am Mittwochvormittag zeitweise 1,44 Prozent auf 67,44 Euro zu. Die Aktie befindet sich seit Ende 2008 in einem Höhenflug. Alleine in diesem Jahr legte sie rund 40 Prozent zu, womit ASML zu den fünf erfolgreichsten Unternehmen im Euro Stoxx Technology Index zählt.
Mit aktuell etwas mehr als 67 Euro liegt sie praktisch auf dem Niveau des vor kurzem erreichten Rekordhochs. Der niederländische Chipzulieferer ist damit an der Börse derzeit rund 27 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Deutschlands größter Stromkonzern Eon wird mit rund 24 Milliarden Euro bewertet.
2012 hatten Intel, Samsung und TSMC Anteile an dem Unternehmen für insgesamt 3,85 Milliarden Euro erworben. Fast ein Viertel der Aktien sind damit in Kundenhand. Der Zulieferer wollte sich so die Ausgaben für die Entwicklung der EUV-Technologie sichern - die Investoren erhoffen sich im Gegenzug, einen schnellen Zugriff auf diese zu sichern./hoslmr/zb/fbr VELDHOVEN (dpa-AFX)
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