Aktien von Rheinmetall, RENK, TKMS und HENSOLDT fester: Rüstungsaktien setzen im Kriegsumfeld zur Erholung an

Aktien aus dem Rüstungssektor haben sich am Freitag von ihrer jüngsten Talfahrt erholt. Die Aussicht auf noch lange andauernde geopolitische Konflikte lässt Rüstungsaktien steigen.
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Die Aussicht auf noch lange andauernde geopolitische Konflikte nährt nun doch wieder das Interesse der Anleger an Werten wie Rheinmetall, nachdem der Kurs des DAX-Konzerns zuletzt auf ein Einmonatstief gefallen war. Am Freitag legten die Aktien via XETRA letztlich um 2,94 Prozent auf 1.592,50 Euro zu. Am Vortag hatten sie erstmals seit Anfang Februar wieder unter 1550 Euro notiert. Vom 2000-Euro-Rekord im vergangenen Oktober sind sie weit entfernt.
Noch dynamischer zeigten sich zu Wochenschluss die Aktien von RENK, die mit einem Anstieg um 7,13 Prozent auf 55,71 Euro einen Teil ihres Vortagsrückschlags aufholten. Deutlich um 3,27 Prozent auf 93,10 Euro nach oben ging es außerdem für TKMS. HENSOLDT stieg derweil 2,57 Prozent auf 73,70 Euro. Gespannt wird im Sektor auf das Börsendebüt des U-Boot-Zulieferers Gabler gewartet, das für kommenden Montag vorgesehen ist. Wie zu Wochenschluss bekannt wurde, strebt mit dem Zulieferer Vincorion ein weiteres Branchenunternehmen an die Börse.
Inmitten der andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten wird immer stärker darüber debattiert, ob zum Sturz der iranischen Regierung eine Bodenoffensive folgen muss. Erleichterung ist nicht in Sicht, denn Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. US-Kongressabgeordnete setzten derweil dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran keine Grenzen.
Auch im Ukraine-Krieg ist keine Lösung in Sicht. Laut Jefferies-Expertin Chloe Lemarie hatten Nachrichten über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine zuletzt einige Sektorwerte unter Druck gesetzt. Ihrer Einschätzung nach bringt der Kursrückgang für Anleger aber neue Chancen mit sich. Im Luftfahrtbereich betonte sie daher am Freitag ihre Präferenz für den Verteidigungsbereich gegenüber dem zivilen Sektor.
/tih/nas/mis
FRANKFURT (dpa-AFX)
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