15.11.2021 17:17

VW-Aktie in Rot: VW erleidet in Dieselskandal Niederlage vor Supreme Court in den USA

Chipkrise im Fokus: VW-Aktie in Rot: VW erleidet in Dieselskandal Niederlage vor Supreme Court in den USA | Nachricht | finanzen.net
Chipkrise im Fokus
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Volkswagen hat in der Aufarbeitung des Dieselskandals in den USA einen Rückschlag erlitten.
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Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte es am Montag ab, Anträge des Wolfsburger Autobauers und des Zulieferers Bosch gegen das Urteil eines Gerichts einer unteren Instanz anzuhören. Das Gericht hatte Bezirken in drei US-Bundesstaaten aufgrund lokaler Gesetze Schadensersatzansprüche wegen manipulierter Abgaswerte zugesprochen. Volkswagen hatte argumentiert, der Konzern habe mit seinem milliardenschweren Kompromiss mit der US-Justiz vor einigen Jahren den Schaden beglichen. Die Wolfsburger befürchten einen Flickenteppich an rechtlichen Vorgaben, wenn einzelne Bundesstaaten und Kommunen von Bundesgesetzes abweichende Umweltstandards erließen.

VW-Konzernchef: Das Schlimmste beim Chipmangel ist hoffentlich vorbei

In der Chipkrise sieht VW-Konzernchef Herbert Diess noch viel Arbeit vor sich - an einigen Stellen laufe es aber bereits etwas besser. "Wir schlagen uns durch. Wir versuchen, damit zurechtzukommen", sagte der Manager am Montag auf dem Wirtschaftskongress der "Süddeutschen Zeitung" in Berlin. "Ich hoffe, dass wir durch das Schlimmste durch sind."

Diess bekräftigte frühere Einschätzungen, denen zufolge die schon in diesem Jahr beträchtlich rückläufigen Produktions- und Absatzzahlen wohl auch 2022 unter Druck bleiben dürften: "Wir werden sicher nicht alle Autos bauen können im nächsten Jahr, die wir (bauen) wollen."

Der Mangel an Halbleiter-Bauteilen sei nicht so überraschend über die Autoindustrie gekommen, wie manche Beobachter behaupteten, so Diess. Schon vor der Corona-Krise mit ihren umgeschichteten Verträgen und Lieferengpässen etwa habe man diskutiert: "Was passiert mit dem Internet of Things?" Die zunehmende Vernetzung von Geräten im "Internet der Dinge" werde dazu führen, dass letztlich auch viel mehr Elektronik nachgefragt werde - das habe sich früh angedeutet. Man habe gewusst: "Es kommt diese große Welle der Vernetzung auf uns zu." Trotzdem sei das konkrete Ausmaß des Chipmangels auch bei Volkswagen dann nicht wirklich abzusehen gewesen.

Bei Europas größtem Autokonzern hat das anhaltende Fehlen von Mikrochips - wie bei vielen anderen Anbietern - drastische Folgen. Im Oktober sackten die Auslieferungen der gesamten VW-Gruppe verglichen mit demselben Monat 2020 um gut ein Drittel (33,5 Prozent) ab.

Diess sagte, bei der Digitalisierung des Autos gebe es anders als in anderen Branchen noch die Chance, Europa unabhängiger von der Dominanz der amerikanischen und chinesischen Tech-Riesen zu machen. "Wir brauchen neue Fähigkeiten, wir müssen Software verstehen", sagte er. Volkswagen baut dazu eine eigene Sparte für eigene Systeme auf.

Das Auto werde sich vollständig in ein Digitalprodukt verwandeln, sobald es autonom fahre, betonte der VW-Konzernchef. "Um die Stärke der Automobilwirtschaft zu erhalten, ist die große Herausforderung die Digitalisierung. Das Auto ist noch ein offenes Feld." Die Europäer könnten es hier noch schaffen, die Standards mit zu setzen.

Die VW-Aktie gibt im XETRA-Handel am Montag zeitweise um 0,49 Prozent auf 187,08 Euro nach.

BERLIN/WOLFSBURG (dpa-AFX) / Washington (Reuters)

Bildquellen: pokchu / Shutterstock.com, FotograFFF / Shutterstock.com

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