Doppelbelastung für SAP-Aktie: Zollsorgen und KI-Wettbewerb bremsen trotz Teradata-Einigung aus

Eskalierende US-Zollsorgen und neue KI-Disruption setzen der SAP-Aktie zu, während ein millionenschwerer Vergleich mit Teradata einen Rechtsstreit beendet.
Werte in diesem Artikel
• SAP-Aktie nach KI- und Zoll-Sorgen belastet
• Einigung im Konflikt mit Teradata
• Analysten bleiben positiv
Zollsorgen belasten SAP
Nach einer juristischen Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof schaltet US-Präsident Donald Trump in seiner Handelspolitik auf Eskalation um: Nur einen Tag nachdem der Supreme Court ihm untersagt hatte, globale Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes aus den 1970er-Jahren zu verhängen, kündigte der Republikaner auf Truth Social an, den geplanten weltweiten Zollsatz von 10 auf 15 Prozent zu erhöhen.
Am Montag gerieten dann exportorientierte und zyklische Sektoren unter erheblichen Druck. Besonders hart traf es dabei Sektoren mit hoher Exportabhängigkeit. Die Technologie-, Automobil- und Chemiebranche verzeichneten deutliche Kursverluste.
So auch die DAX-Aktie SAP. Im XETRA-Handel fiel sie zum Wochenbeginn um 3,32 Prozent auf schlussendlich 166,60 Euro.
KI-Sorgen und Anthropic-Vorstoß
Neben der Zollunsicherheit belastete ein weiterer Faktor die Technologiewerte: Der KI-Entwickler Anthropic, ein Konkurrent von OpenAI, hatte vor dem Wochenende ein neues Sicherheitstool für sein KI-Modell Claude präsentiert.
Ein Börsianer erläuterte laut dpa-AFX: Diese Entwicklung belaste nun die gesamte Software- und Cybersicherheitsbranche auf beiden Seiten des Atlantiks, da sie möglicherweise bestehende Geschäftsmodelle in Frage stellt.
Vergleich mit Teradata
Zudem gelang es SAP laut Dow Jones Newswires nach jahrelangem juristischem Tauziehen eine umfassende Einigung mit Teradata zu Erzielen. Im Rahmen eines Vergleichs verpflichtet sich SAP zur Zahlung von 480 Millionen US-Dollar, um den Rechtsstreit endgültig beizulegen.
Der Konflikt reicht bis ins Jahr 2018 zurück: Damals warf Teradata dem deutschen Software-Riesen vor, sich Geschäftsgeheimnisse widerrechtlich angeeignet zu haben. Mit der nun getroffenen Vereinbarung beabsichtigen beide Parteien, sämtliche Klagen und Gegenklagen fallen zu lassen.
SAP-Aktie mit Verlusten
Für eine Erholung von den jüngsten Verlusten scheint das jedoch nicht zu reichen. Im XETRA-Handel verlor die SAP-Aktie am Dienstag weitere 1,2 Prozent auf 165,84 Euro.
Ein Blick auf den Analystenkonsens zeigt jedoch: Die SAP-Aktie bleibt für zahlreiche Experten ein Kauf. Aus insgesamt 19 Analysten-Ratings der vergangenen drei Monate ergibt sich mit 17x buy, 1x hold und 1x sell eine starke Kaufempfehlung für die Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 262,69 Euro und damit mehr als 59 Prozent über dem letzten Schlusskurs.
Redaktion finanzen.net
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