Meta-Aktie höher: Facebook-Mutter übertrifft alle Erwartungen - Kräftige KI-Ausgaben geplant

Die Facebook-Mutter Meta Platforms hat am Mittwoch nach US-Handelsschluss ihre Bücher geöffnet und sowohl Zahlen für das vierte Quartal als auch das Gesamtjahr vorgelegt.
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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will seine Online-Plattformen mit Künstlicher Intelligenz stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden. Heute seien Dienste des Facebook-Konzerns Meta dazu da, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder interessante Dinge zu entdecken, sagte Zuckerberg. Bald werde man beim Öffnen der Meta-Apps aber auf eine KI treffen, "die einen versteht".
Diese Software werde "einzigartige persönliche Ziele" der Menschen erkennen können, versprach er. Mit diesem Wissen sollen dann jedem Einzelnen "Inhalte angezeigt werden, die ihnen helfen, ihr Leben so zu verbessern, wie sie das möchten", kündigte der Meta-Chef an.
Zu Meta gehören unter anderem auch Instagram und der Chatdienst WhatsApp. Der Konzern verdient sein Geld mit Online-Werbung auf den Plattformen - und auch hier soll Künstliche Intelligenz eine größere Rolle spielen. So werde man Nutzern helfen, Produkte zu finden, die sie interessieren, sagte Zuckerberg.
Gewaltige Investitionen
Die Beiträge in den Apps sollen mit dem KI-Wandel zudem interaktiver werden. Ein Nutzer werde zum Beispiel per Sprachbefehl an die Software ein eigenes Spiel gestalten und es mit anderen Teilen können, stellte Zuckerberg in Aussicht. Heute seien auf den Plattformen vor allem Videos zu finden - aber bei Meta gehe man nicht davon aus, dass dies das "endgültige Format" sein werde.
Um diese KI-Zukunft herbeizuführen, ist Zuckerberg zu gewaltigen Investitionen bereit. Für das laufende Jahr stellte Meta Kapitalinvestitionen zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar in Aussicht. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar aus.
Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben - selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen.
Werbung bezahlt die KI-Wette
Der Geld für den KI-Ausbau kommt weiterhin vor allem aus dem boomenden Geschäft mit Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 24 Prozent auf knapp 59,9 Milliarden Dollar hoch. Das lag über den Erwartungen der Analysten. Unterm Strich legte der Quartalsgewinn um neun Prozent auf 22,77 Milliarden Dollar zu.
Auf mindestens eine Meta-App greifen inzwischen täglich 3,58 Milliarden Nutzer zu - sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Facebook und WhatsApp kämen auf jeweils mehr als zwei Milliarden tägliche Nutzer, Instagram liege knapp unter der Marke, sagte Zuckerberg.
Die Meta-Aktie legte am Donnerstag deutlich zu. Sie gewann zwischenzeitlich rund neun Prozent und kletterte auf ein Hoch seit Ende Oktober. Die für dieses Jahr avisierten Investitionen liegen über den Erwartungen der Analysten. Zugleich übertraf Meta mit einem Umsatzausblick von 53,5 bis 56,5 Milliarden Dollar für das laufende Quartal die durchschnittlichen Prognosen der Marktexperten.
Erneut gewaltiger Verlust bei virtuellen Welten
In der seit langem verlustreichen Sparte Reality Labs, die virtuelle Welten und Technik wie VR-Headsets und Computer-Brillen entwickelt, stieg der operative Verlust im vergangenen Quartal auf gut sechs Milliarden Dollar von knapp fünf Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Meta setzte jüngst den Rotstift in dem Bereich mit Stellenstreichungen an. Zuckerberg hatte groß auf virtuelle Welten unter dem Namen Metaverse gesetzt - und den Facebook-Konzern in Meta umbenennen lassen, um den Fokus zu untermauern.
Der Meta-Chef sagte nun, die Entwicklungen der Sparte würden in der KI-Zukunft noch nützlich sein. Zudem werden bei Reality Labs auch die Brillen mit Kamera und Mikrofon entwickelt, die sich nur geringfügig von herkömmlichen Fassungen unterscheiden, aber als Augen und Ohren für die Meta-KI dienen können. Das sieht Zuckerberg als wichtige Technik für die Zukunft, die der Software den nötigen Kontext liefern kann, um nützlicher zu werden.
Meta-Aktien schnellen hoch - Geld für KI-Ausbau ist da
Big Tech hat am Donnerstag am New Yorker Aktienmarkt nach Quartalszahlen von Meta und Microsoft die Akzente gesetzt. Während Microsoft-Aktien einbrachen, hatten die Anleger von Meta Grund zum Jubeln. So sprangen die Titel des Social-Media-Konzerns im NASDAQ-Handel letztlich 10,40 Prozent auf 738,31 US-Dollar hoch. Der US-Technologiesektor stand hingegen unter Druck, belastet auch von Microsoft.
Meta schraubt mit dem Rückenwind eines boomenden Werbegeschäfts die Ausgaben für KI-Infrastruktur drastisch hoch. Unternehmenschef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Das Geld für den KI-Ausbau kommt weiterhin vor allem aus dem boomenden Geschäft mit Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram. Meta übertraf im vergangenen Quartal mit dem Umsatz die Erwartungen der Analysten.
Das Werbegeschäft nehme weiter Fahrt auf und zeige den positiven Einfluss von KI, schrieb Eric Sheridan von Goldman Sachs. Gleichzeitig würden die Investitionen massiv hochgefahren. Sein Kursziel erhöhte Sheridan von 815 auf 835 US-Dollar. Brent Thill vom Analysehaus Jefferies ist mit seinem von 910 auf 1.000 US-Dollar angehobenen Kursziel noch optimistischer. Meta habe mit dem währungsbereinigten Wachstumsziel für 2026 klar positiv überrascht, schrieb er.
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