finanzen.net
30.06.2020 18:12

Commerzbank-Aufsichtsratssitzung zu Sparplänen abgesagt - Aktie unverändert

Fehlende Unterlagen?: Commerzbank-Aufsichtsratssitzung zu Sparplänen abgesagt - Aktie unverändert | Nachricht | finanzen.net
Fehlende Unterlagen?
Folgen
Neue Sparpläne bei der Commerzbank sorgen schon vor einer endgültigen Entscheidung für Streit.
Werbung
Die für diesen Mittwoch (1. Juli) angesetzte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates wurde kurzfristig abgesagt, wie die Deutsche Presse-Agentur in Frankfurt am Dienstag aus mehreren Quellen erfuhr. Damit wurde ein entsprechender Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bestätigt. Einen neuen Termin gibt es demnach bislang nicht.

Den Informationen zufolge beanstandeten die Arbeitnehmervertreter in dem Kontrollgremium, dass das Management dem Aufsichtsrat wichtige Unterlagen nicht rechtzeitig vorgelegt habe. Zugleich habe man mitbekommen, dass der US-Finanzinvestor Cerberus und der Bund als Großaktionäre in die Überarbeitung der Strategie eingebunden worden seien, hieß es. Daher sei die Verlegung der Sitzung beantragt worden.

"Ich finde es sehr merkwürdig und kritikwürdig, dass sich der Bund mit Cerberus an einen Tisch setzt und über die Strategie spricht und wir als Aufsichtsrat nicht im Boot sind", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann. Verdi fürchtet einen weiteren massiven Personal- und Filialabbau bei dem MDAX-Konzern .

Der Bund ist seit der Finanzkrise 2008/2009 mit 15,6 Prozent größter Einzelaktionär des Frankfurter Instituts. Cerberus, der gut fünf Prozent der Aktien hält, hatte dem Commerzbank-Management jüngst in zwei Briefen Versagen und eine verfehlte Strategie vorgeworfen. Eine mit dem Vorgängen vertraute Person versicherte: "Die aktuelle Strategie ist nicht mit uns abgestimmt."

Konzernchef Martin Zielke und Finanzvorständin Bettina Orlopp hatten nach einem Gewinneinbruch 2019 in diesem Februar angekündigt, dass der Sparkurs noch einmal forciert werden soll. Der Vorstand ist bei der Strategie nicht an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Das Kontrollgremium muss lediglich über die Pläne informiert werden.

Im September hatte die Commerzbank angekündigt, konzernweit 4.300 Vollzeitstellen zu streichen, zugleich aber in strategischen Bereichen wie Vertrieb, IT und Regulatorik 2.000 Jobs zu schaffen. Somit ergab sich unter dem Strich ein Abbau von etwa 2300 Stellen. Zudem beschloss das Management im Herbst, etwa 200 Filialen und damit jeden fünften Standort in Deutschland zu schließen.

Nun ist in Medienberichten die Rede davon, dass die Bank bis zu 7.000 Stellen abbauen könnte und etwa 400 Filialen schließen will. Unklar ist bisher, ob die im September verkündeten Zahlen darin eingerechnet sind. Die "Börsen-Zeitung" (Dienstag) rechnet damit, dass bei der Commerzbank bis 2023 insgesamt rund 11.000 Stellen und 400 Filialen zur Disposition stehen könnten. Ende des ersten Quartals 2020 hatte die Bank auf Vollzeitbasis etwa 39.800 Mitarbeiter, im laufenden Jahr soll die Zahl nach letzten Angaben auf knapp 39.000 sinken. Im XETRA-Handel am Dienstag notierte die Aktie der Commerzbank zeitweise 1,44 Prozent im Minus bei 3,91 Euro - bis zum Handelsende konnte sie ihre Verluste aber ausgleichen und schloss auf Vortagesniveau.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
30.06.2020Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
17.06.2020Commerzbank NeutralUBS AG
09.06.2020Commerzbank ReduceKepler Cheuvreux
22.05.2020Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
19.05.2020Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
06.05.2020Commerzbank buyHSBC
28.10.2019Commerzbank buyHSBC
25.09.2019Commerzbank buyHSBC
07.08.2019Commerzbank kaufenIndependent Research GmbH
18.07.2019Commerzbank buyHSBC
30.06.2020Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
17.06.2020Commerzbank NeutralUBS AG
22.05.2020Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
19.05.2020Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
18.05.2020Commerzbank NeutralUBS AG
09.06.2020Commerzbank ReduceKepler Cheuvreux
14.05.2020Commerzbank KaufIndependent Research GmbH
13.05.2020Commerzbank VerkaufenDZ BANK
04.05.2020Commerzbank UnderweightMorgan Stanley
23.04.2020Commerzbank ReduceKepler Cheuvreux

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX verabschiedet sich schwächer ins Wochenende -- Chefwechsel bei Commerzbank? -- Deutsche Bank: Interesse an Wirecard-Teilen -- QIAGEN, Rolls-Royce, Lufthansa, Vonovia im Fokus

UBI will sich nicht von Intesa kaufen lassen. Delivery Hero verdoppelt Bestellzahlen inmitten der Pandemie. Sanofi bricht Medikamentenstudie zur Behandlung von COVID-19 ab. Mercedes-Benz muss dreistellige Millionensumme abschreiben. Airbus-Chef: Könnten mit Hilfe des Bundes 2.000 Stellen retten. Gilead Sciences: Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für COVID-19.

Umfrage

Wie gehen Sie angesichts der ausgesprochen volatilen Börsen in diesem Sommer mit Ihrem Depot um?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Ballard Power Inc.A0RENB
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Lufthansa AG823212
TUITUAG00
Gilead Sciences Inc.885823
PowerCell Sweden ABA14TK6
ITM Power plcA0B57L
BayerBAY001
Plug Power Inc.A1JA81
Amazon906866