MÄRKTE EUROPA/Konsolidierung - Rüstung legt kräftig zu

08.01.26 09:38 Uhr

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DOW JONES--Mit der erwarteten Konsolidierung sind die europäischen Börsen am Donnerstag in den Handel gestartet. Die Vorgaben aus Asien sind uneinheitlich, an den US-Börsen ging es am Vorabend abwärts. Der DAX legt 0,3 Prozent zu auf 25.207 Zähler und markiert ein weiteres Allzeithoch, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,1 Prozent auf 5.932 Zähler. Kurstreiber sind wieder einmal die Rüstungswerte, die Europas Branchen mit 1,7 Prozent Aufschlag mit weitem Abstand anführen. Der DAX wird daher vom Rheinmetall-Plus von 3,4 Prozent angetrieben.

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Denn während die Wall Street die Konsequenzen aus der US-Beschlagnahmung eines kurzfristig auf Russland umgeflaggten Schiffs noch herunterspielte, weckte dies in Asien Sorgen vor einer Konfrontation. Dort sprangen Rüstungswerte wie Kawasaki und Mitsubishi Heavy rund 3 Prozent und in Südkorea Titel wie Hanwha bis 8 Prozent nach oben.

Zinsfantasie auf dem Prüfstand

Überraschend gute Auftragsdaten aus Deutschland werden zwar begrüßt, könnten jedoch die Fantasie auf Zinssenkungen der EZB unter Druck bringen. Gerade die schwache deutsche Wirtschaft wurde immer als Argument für niedrigere Zinsen angeführt. Die Aufträge sprangen im November nun aber um deutliche 5,6 Prozent zum Vorjahr - erwartet worden war dagegen ein leichter Rückgang. Allerdings betonen Händler, der Sonderfaktor der Rüstungsaufträge müsse ausgeklammert werden.

In den USA hatte schon gesunkene Zinsfantasie gebremst: Denn der überraschend starke ISM-Service-Index zeigte am Vortag eine starke US-Wirtschaft. Die mit Spannung erwartete Job-Komponente sprang im Dezember sogar auf 52,0 nach 48,9 Punkten an. Da der US-Dienstleistungssektor den größten Arbeitgeber stellt, deutet dies auf einen stabilen Arbeitsmarkt hin. Mit Interesse wird daher am Nachmittag auf den Challenger-Report geblickt und auch die weniger relevanten, wöchentlichen Job-Daten.

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Rüstungswerte steigen mit der Sorge um eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen. Die Fantasien von US-Präsident Donald Trump, den US-Militäretat um 500 Milliarden Dollar aufzustocken, haben damit wenig zu tun. Das Geld flösse nur an US-Unternehmen, heißt es. Daher geht es für Europas Firmen mit US-Töchtern kräftig nach oben, so bei Leonardo um 4,6 Prozent und BAE Systems sogar um 6,5 Prozent.

Im Fokus bei Unternehmen stehen dazu erste Geschäftszahlen und Zwischenberichte: Bei Shell geht es in London um 1,7 Prozent tiefer. Hier belastet ein schwaches Geschäft der Chemiesparte. Beim britischen Supermarktbetreiber Tesco geht es sogar um 4,7 Prozent tiefer, nachdem das Umsatzplus geringer als erhofft ausgefallen ist. Marks & Spencer konnte hingegen mit einem guten Weihnachtsgeschäft und Ausblick überzeugen, der Kurs legt um 3,3 Prozent zu.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.932,27 +0,1% 8,70 +2,3%

Stoxx-50 5.027,14 +0,1% 4,40 +2,1%

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DAX 25.207,31 +0,3% 85,05 +2,6%

MDAX 31.988,04 -0,2% -76,60 +4,7%

TecDAX 3.801,90 +0,2% 6,19 +4,8%

SDAX 17.983,28 -0,1% -19,02 +4,8%

CAC 8.228,63 -0,1% -5,29 +1,0%

SMI 13.360,84 +0,3% 36,81 +0,4%

ATX 5.402,10 -0,1% -8,04 +1,6%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:01 % YTD

EUR/USD 1,1672 -0,0% 1,1677 1,1692 -0,6%

EUR/JPY 182,83 -0,1% 183,00 183,17 -0,6%

EUR/CHF 0,9316 +0,1% 0,9309 0,9312 +0,1%

EUR/GBP 0,8683 +0,1% 0,8676 0,8671 -0,5%

USD/JPY 156,63 -0,0% 156,69 156,67 -0,1%

GBP/USD 1,3442 -0,1% 1,3459 1,3484 -0,1%

USD/CNY 7,0127 -0,2% 7,0261 7,0230 +0,0%

USD/CNH 6,9793 -0,2% 6,9921 6,9883 +0,2%

AUS/USD 0,6704 -0,3% 0,6724 0,6728 +0,8%

Bitcoin/USD 90.347,80 -0,8% 91.087,50 91.303,70 +2,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,12 55,99 +0,2% 0,13 -2,2%

Brent/ICE 60,13 59,96 +0,3% 0,17 -1,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.422,46 4.456,28 -0,8% -33,81 +3,2%

Silber 75,53 78,21 -3,4% -2,68 +9,7%

Platin 1.885,11 1.969,62 -4,3% -84,51 +12,3%

Kupfer 5,78 5,81 -0,5% -0,03 +40,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

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January 08, 2026 03:39 ET (08:39 GMT)

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