MÄRKTE USA/Schwächer - Microsoft brechen ein
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DOW JONES--Im Verlauf des Donnerstagshandels rutschen die US-Börsen tiefer ins Minus. Gegen Mittwoch (Ortszeit New York) fällt der Dow-Jones-Index um 15 auf 49.001 Punkte. Der S&P500 verliert 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,5 Prozent. Nachdem die US-Notenbanksitzung am Vortag keine Impulse gesetzt hat, rückt die laufende Berichtsperiode wieder in den Vordergrund. Die mit Spannung erwarteten Geschäftsausweise der US-Dickschiffe Meta Platforms, IBM und Microsoft liefern aber kein einheitliches Bild.
Während IBM und vor allem Meta mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben halten, überzeugt Microsoft die Anleger nicht. Der Software-Konzern spricht von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI und prognostiziert einen schwächeren Umsatzausblick der Azure-Cloud-Sparte als angenommen. Die Microsoft-Aktie bricht um rund 12 Prozent ein - Meta bzw. IBM legen dagegen um 9 und 6 Prozent zu.
Tesla fallen um 2,1 Prozent. Der Rückgang des Betriebsergebnisses ist geringer als vom Markt befürchtet ausgefallen. Dank unerwartet starker Margen wurden die Gewinnerwartungen übertroffen. Zudem will der E-Autohersteller in einer Fabrikationsstätte statt eigener Fahrzeuge nun Optimus-Roboter fertigen, wie CEO Elon Musk mitteilte.
Keiner dieser Geschäftsberichte scheine geeignet, den breiteren Markt entscheidend anzuschieben. Vielmehr würden erst einmal Gewinne mitgenommen. Mit den Geschäftszahlen des Technologiegiganten Apple (-0,1%) wartet nach Börsenschluss schon der nächste Höhepunkt der Berichtsperiode. "Marktteilnehmer wollen heute von Apple und nächste Woche von Amazon und Alphabet wahrscheinlich deutlich mehr sehen, aber es gibt nichts, was mich veranlasste, meine bullische Einschätzung für Aktien zu überdenken", sagt Marktstratege Michael Brown von Pepperstone.
Die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten setzen so kurz nach der jüngsten Notenbanksitzung kaum Akzente. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verringerte sich in der vergangenen Woche weniger stark als angenommen, bewegt sich aber noch immer auf recht niedrigem Niveau. Das US-Handelsbilanz hat sich im November überraschend deutlich ausgeweitet. Die US-Produktivität stieg in der Zweitlesung zum dritten Quartal im erwarteten Rahmen. Der wichtige Auftragseingang der US-Industrie stieg im November mehr als doppelt so stark wie prognostiziert.
Die Zinskurve für US-Staatsanleihen ist nach der Sitzung der Notenbank steiler geworden. Die Renditen kurzlaufender Staatsanleihen geben leicht nach, während die Renditen der 20- und 30-jährigen Anleihen geringfügig steigen. Im Zehnjahresbereich sinkt die Rendite um 1 Basispunkt auf 4,24 Prozent. Damit scheint der Markt im laufenden Jahr weiter auf Zinssenkungen zu setzen. US-Präsident Donald Trump hat derweil auf Truth Social seine Forderung an die US-Notenbank, die Zinsen zu senken, wiederholt.
Nach der leichten Erholung am Vortag von allerdings ganz niedrigem Niveau sinkt der US-Dollar nun wieder leicht - der Dollar-Index büßt 0,3 Prozent ein. Anleger bleiben hinsichtlich des Greenback pessimistisch. "Es gibt keine Anzeichen, dass die Märkte schon jetzt bereit sind, den Dollar-Pessimismus abzubauen", meint ING-Analyst Francesco Pesole. Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent haben am Mittwoch nach Aussage von Analysten der Deutschen Bank zu einer Stabilisierung des US-Dollar geführt. Bessent hatte sich für eine "Politik eines starken Dollar" ausgesprochen.
Bei Gold und Silber kommt es zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Edelmetalle am Donnerstag auf weitere Rekordhochs gesprungen waren angesichts der Spannungen rund um den Iran. Für die Ölpreise geht es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken steil aufwärts - auf die höchsten Stände seit September. Zu den preistreibenden Risiken gehörten mögliche US-Maßnahmen gegen den Iran und die andauernden ukrainischen Angriffe auf die russische Exportinfrastruktur, erläutert Analyst Vikas Dwivedi von Macquarie.
Am Aktienmarkt zeigen sich Sherwin-Williams 0,9 Prozent im Plus. Während der Jahresausblick des Farbenanbieters unter den Schätzungen liegt, liegt das bereinigte Quartalsergebnis darüber. Caterpillar steigen dagegen um 4,1 Prozent, der Baumaschinenherstelller hat im vierten Quartal einen Umsatzsprung verzeichnet - der bereinigte Gewinn schlägt die Markterwartungen. Der Gewinn von Honeywell International (+4,5%) ist im vierten Quartal belastet durch Rückstellungen gesunken - der Erlös des Industriekonglomerats stieg jedoch aufgrund der anhaltenden Nachfrage. Lockheed Martin erlöste in der Schlussperiode 2025 mehr als vorausgesagt - der Kurs zieht um 5,6 Prozent an.
Nach überzeugenden Zweitquartalszahlen springen die Halbleitertitel Lam Research um 1,3 Prozent nach oben. Las Vegas Sands sausen 13,7 Prozent gen Süden, der Kasinobetreiber verschreckt mit schwacher Gewinnentwicklung. Mit einem Absturz um 11,2 Prozent trifft es Servicenow ebenfalls hart. Während sich die Viertquartalszahlen positiv lesen, sorgen sich Anleger wahrscheinlich über eine Reihe von Deals, die das Software-Unternehmen abgeschlossen hat, um sich im KI-Bereich besser aufzustellen. Southwest Airlines heben nach positivem Quartalsausweis um 15,9 Prozent ab.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 49.001,05 -0,0% -14,55 +2,0%
S&P-500 6.930,65 -0,7% -47,38 +1,9%
NASDAQ Comp 23.510,13 -1,5% -347,32 +2,6%
NASDAQ 100 25.699,42 -1,2% -323,37 +3,1%
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1954 -0,0% 1,1956 1,1938 +1,8%
EUR/JPY 182,80 -0,3% 183,43 183,42 -0,4%
EUR/CHF 0,9166 -0,2% 0,9186 0,9190 -1,3%
EUR/GBP 0,8662 -0,0% 0,8663 0,8664 -0,7%
USD/JPY 152,92 -0,3% 153,42 153,65 -2,1%
GBP/USD 1,3801 -0,0% 1,3804 1,3780 +2,5%
USD/CNY 6,9829 +0,1% 6,9749 6,9753 -0,7%
USD/CNH 6,9490 +0,1% 6,9436 6,9465 -0,5%
AUS/USD 0,7030 -0,1% 0,7039 0,6994 +5,5%
Bitcoin/USD 84.978,30 -4,8% 89.253,25 89.190,60 +0,7%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 65,13 63,21 +3,0% 1,92 +10,0%
Brent/ICE 70,48 68,40 +3,0% 2,08 +10,6%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 5.357,91 5.415,55 -1,1% -57,64 +22,6%
Silber 115,48 116,82 -1,1% -1,34 +63,8%
Platin 2.197,42 2.267,11 -3,1% -69,69 +29,3%
Kupfer 6,22 5,93 +5,0% 0,30 +3,5%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/brb
(END) Dow Jones Newswires
January 29, 2026 12:41 ET (17:41 GMT)
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