MARKT USA/Börse mit neuen Zolldrohungen sehr schwach erwartet

20.01.26 12:10 Uhr

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An den US-Börsen zeichnen sich zum Start in den Dienstagshandel heftige Verluste ab. Der Future auf den S&P-500 fällt um 1,6 Prozent. Der Nasdaq-Future gibt um 1,9 Prozent nach. Da in den USA am Montag der Handel wegen eines Feiertags ruhte, können die dortigen Anleger erst jetzt auf die Eskalation des Streits um Grönland reagieren. US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel. Am Wochenende drohte der Präsident jenen europäischen Nato-Ländern Strafzölle an, die zur Unterstützung Dänemarks Soldaten nach Grönland entsandt hatten. Die EU kündigte für diesen Fall Gegenmaßnahmen an.

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Die Blicke sind nun auf das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos gerichtet. Dort soll am Mittwoch Präsident Trump sprechen. Am Dienstag trat dort schon EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf. Sie bezeichnete in ihrer Rede die geplanten US-Strafzölle als Fehler und die Souveränität und Integrität Grönlands und Dänemarks als nicht verhandelbar.

Derweil ziehen sich die Anleger nicht nur aus Aktien, sondern auch aus dem Dollar und US-Staatsanleihen zurück, die normalerweise als "sichere Häfen" in Krisenzeiten gelten. Der Dollarindex fällt um 0,9 Prozent. Sinkende Kurse treiben die Rendite zehnjähriger Anleihen um 6 Basispunkte auf 4,29 Prozent nach oben.

Sicherheit suchen die Investoren in Edelmetallen. Die Preise für Gold und Silber steigen auf neue Rekordstände.

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Die Ölpreise tendieren freundlich, gestützt vom schwächeren Dollar. Übergeordnet bremse jedoch die Befürchtung einer Konjunkturschwäche als Folge eines neuen Zollstreits den Preisanstieg, heißt es aus dem Handel.

Die Bilanzsaison legt am Montag eine Pause ein, würde aber ohnehin im Schatten der politischen Großwetterlage stehen. Nach Handelsschluss wird Netflix Geschäftszahlen vorlegen.

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/sha

(END) Dow Jones Newswires

January 20, 2026 06:11 ET (11:11 GMT)

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