Moderate Ziele

Henkel zahlt für 2023 stabile Dividende und steigert Gewinn - Henkel-Aktie wechselt ins Minus

04.03.24 17:52 Uhr

Henkel-Aktie bricht ein: Konstante Dividende 2023 - Weiterer Stellenabbau | finanzen.net

Henkel plant für das abgelaufene Geschäftsjahr eine stabile Dividende und setzt sich moderate Ziele für das laufende Geschäftsjahr.

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Wie der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel mitteilte, will er 1,85 Euro je Vorzugsaktie für 2023 an die Aktionäre ausschütten, unverändert zum Vorjahr.

Außerdem will der DAX-Konzern mit seinen zwei Segmenten - Consumer Brands und Adhesive Technologies - 2024 den Umsatz organisch um moderate 2,0 bis 4,0 Prozent steigern. Beim operativen Gewinn strebt das Unternehmen auf Konzernebene 12,0 bis 13,5 Prozent als bereinigte EBIT-Marge in Relation zum Umsatz an. Den bereinigten Gewinn je Vorzugsaktie will der Konzern 2024 um 5 bis 20 Prozent steigern verglichen mit dem Vorjahreswert.

Henkel steigert nach Umbau Gewinn überproportional zum Umsatz

Henkel hat 2023 - dem ersten Geschäftsjahr in der Neuaufstellung mit zwei Mega-Geschäftssegmenten - den Gewinn überproportional zum Umsatz gesteigert, die Margen verbessert und die selbst gesetzten Ziele erreicht. Die Dividende soll stabil bei 1,85 Euro je Aktie bleiben.

Wie der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller mitteilte, stieg 2023 der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) auf 2,56 Milliarden Euro von 2,32 Milliarden im Vorjahr. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 11,9 Prozent von 10,4.

Nach Steuern und Dritten betrug der berichtete Nettogewinn 1,32 Milliarden Euro nach 1,26 Milliarden. Der für die Dividende bei Henkel relevante bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie stieg auf 4,35 Euro von 3,90 Euro, währungsbereinigt ein Plus von 20 Prozent. Der Umsatz betrug im Gesamtjahr 21,5 Milliarden Euro nach 22,4 Milliarden, nominal ein Rückgang, organisch ein Zuwachs von 4,2 (Vj 8,8) Prozent.

Henkel erhöht Einsparziel Consumer Brands auf 525 Mio EUR pro Jahr

Henkel hat nach dem schneller als geplanten Umbau zum neuen Mega-Segment Consumer Brands die Einsparziele im Zusammenhang mit dem Umbau angehoben. Insgesamt will der Konzern aus dem Zusammenlegen der ehemaligen Segmente Wasch- und Reinigungsmittel (LHC) sowie Beauty Care - aus dem Consumer Brands hervorgegangen ist - ab 2026 nun 525 Millionen Euro jährlich einsparen anstatt 400 Millionen.

In der ersten Phase sollen nun ab Ende 2024 jährlich 275 Millionen Euro an Einsparungen erreicht werden anstatt 250 Millionen Euro. Davon wurden bis Ende 2023 bereits mehr als 200 Millionen Euro erreicht. In der zweiten Phase sollen die Einsparungen nun 250 Millionen Euro pro Jahr betragen anstatt mindestens 150 Millionen.

Seit Jahresbeginn 2023 hat Henkel nur noch zwei große Unternehmensbereiche mit knapp 11 Milliarden Euro Umsatz - Consumer Brands mit Marken wie Persil, Pritt und Schwarzkopf sowie Adhesive Technologies mit Marken wie Loctite.

Erreicht werden sollen die Einsparungen über Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen, eine stärkere Fokussierung bei Werbung/Marketing sowie in einer zweiten Phase über eine optimierte Supply Chain. Verbunden ist die erste Phase mit einem Stellenabbau von 2.000 weltweit, davon 300 in Deutschland.

In der zweiten Phase sollen Henkels weltweit 45 Produktionsstätten, 140 Warenlager und die Zusammenarbeit mit 470 externen Auftragsfertigern in den Konsumentengeschäften auf Effizienz geprüft und neu aufgestellt werden. Dabei sollen Netzwerke der Lohnhersteller sowie Beschaffungskosten und Logistikprozesse optimiert werden. Überwiegend bis Ende 2025 sollen die sich daraus ergebenden Maßnahmen in der gesamtem Produktion und Logistik umgesetzt sein.

Auch bei der Portfolio-Bereinigung kommt der Konzern nach eigenen Angaben voran. Seit der Ankündigung des Zusammenschlusses der Konsumentengeschäfte Anfang 2022 wurden laut Mitteilung im Unternehmensbereich Consumer Brands Marken und Aktivitäten mit einem Gesamtumsatz von rund 650 Millionen Euro veräußert oder eingestellt. Insgesamt hatte 2022 Henkel Aktivitäten in Konsumentengeschäft mit Umsatz bis zu 1 Milliarde Euro auf den Prüfstand gestellt.

Henkel-CEO sieht weiteren Stellenabbau in Umbauphase 2

Mit weiterem Stellenabbau rechnet Henkel in der zweiten Phase des Konzernumbaus im Segment Consumer Brands, die vor allem die Optimierung der Lieferkette betrifft. Der Konzern kann den Stellenabbau CEO Carsten Knobel zufolge aber noch nicht beziffern. 2023 seien 800 Positionen im Rahmen der Phase 2 abgebaut worden - überwiegend im Ausland. Diese Zahl könne "man aber nicht mit dem Dreisatz hochrechnen", sagte Knobel in der Medien-Telefonkonferenz. Gerade im Bereich Supply Chain gehe es nicht ausschließlich um Mitarbeiter, sondern das Einsparpotenzial sei breiter gefasst. "Wir arbeiten noch an verschiedenen Themen", man sei noch dabei, eine abschließende Zahl zu ermitteln, so Knobel.

In der zweiten Phase (Optimierung Supply Chain) will Henkel nun ab 2026 netto 250 Millionen Euro pro Jahr einsparen anstatt 150 Millionen Euro, wie der Konzern am Montag ankündigte. In dieser Phase sollen Henkels nach früheren Angaben weltweit 45 Produktionsstätten, 140 Warenlager und die Zusammenarbeit mit 470 externen Auftragsfertigern in den Konsumentengeschäften auf Effizienz geprüft und neu aufgestellt werden. Dabei sollen Netzwerke der Lohnhersteller sowie Beschaffungskosten und Logistikprozesse optimiert werden. Überwiegend bis Ende 2025 sollen die sich daraus ergebenden Maßnahmen in der gesamtem Produktion und Logistik umgesetzt sein.

Die Phase 1 des Segmentumbaus war mit einem Abbau von weltweit rund 2.000 Stellen verbunden, davon 300 in Deutschland. Gelandet sei der Konzern "leicht oberhalb von 2.000", so Knobel. In der ersten Phase sollen nun ab Ende 2024 jährlich 275 Millionen Euro an Einsparungen erreicht werden anstatt 250 Millionen Euro. Der Umbau in Phase 1 betrifft Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen sowie eine stärkere Fokussierung bei Werbung/Marketing.

Henkel sacken auf Oktober-Tief - Gegenwind von Wechselkursen Die Vorzugsaktien von Henkel haben am Montag nach den Aussagen des Konsumgüter- und Klebstoffherstellers während der Telefonkonferenz kräftig nachgegeben. Es waren vor allem Details zu den Zielen des neuen Jahres, die zur Vorlage der Jahreszahlen am Markt nicht gut ankamen.

Die Henkel-Aktie verlor im XETRA-Handel letztlich um 1,96 Prozent auf 69,02 Euro, nachdem es im frühen Handel noch aufwärts ging. Kurz zuvor noch waren die Henkel-Vorzüge mit 66,86 Euro auf den tiefsten Stand seit Oktober gefallen. Mitte Januar hatten sie noch bei knapp unter 75 Euro notiert.

Ein Händler verwies als Hauptgrund für die Kursverluste an diesem Montag auf kräftigeren Gegenwind durch Währungseffekte als bislang angenommen. Das Management habe zwar mit Blick auf die beiden ersten Monate des neuen Jahres von einem starken Start gesprochen, allerdings auch von Druck durch Wechselkursveränderungen.

Mit Blick auf den Umsatz dürfte der Effekt im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Noch deutlicher dürfte sich die Belastung auf der Gewinnseite bemerkbar machen. Der Händler resümierte daher, dass das Ergebnis je Aktie (EPS) damit entweder stabil bleiben oder im mittleren Prozentbereich zulegen könnte. Bisher geht Henkel von einem Plus von fünf bis 20 Prozent aus. Die durchschnittliche EPS-Schätzung der Analysten (Konsens) für das laufende Jahr dürfte entsprechend sinken.

Analyst Olivier Nicolai von Goldman Sachs kommentierte, das Zahlenwerk für 2023 liege im Rahmen der Erwartungen. Ausgehend von der Mitte der Prognosespanne sei der Ausblick im Grunde optimistisch. Eine allerdings ungünstige Wechselkursentwicklung überschatte dies jedoch und mache dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

FRANKFURT (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquellen: Henkel AG

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