Negative Analyse

Carl Zeiss Meditec-Aktie größter MDAX-Verlierer: JPMorgan sehr pessimistisch

05.12.23 15:56 Uhr

Carl Zeiss Meditec-Aktie größter MDAX-Verlierer: JPMorgan sehr pessimistisch | finanzen.net

Die sehr skeptische Einschätzung von JPMorgan hat die Aktien von Carl Zeiss Meditec am Dienstag an das Ende des MDAX gedrückt.

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Die Papiere des Medizintechnikunternehmens verlieren via XETRA zeitweise 2,23 Prozent auf 80,62 Euro. Auch im Gesamtjahr gehören sie mit einem Verlust von einem Drittel zu den schwächsten im Index mittelgroßer Werte. Das Jahrestief bei 72,60 Euro ist nicht weit entfernt.

"Je genauer man hinschaut, desto weniger sieht man", lässt der Titel der Auftaktstudie der Analystin Anchal Verma bereits nichts Gutes erahnen. Bei einem Kursziel von 52 Euro startet sie die Bewertung mit "Underweight". Traditionell würden die Papiere des in Jena gegründeten Unternehmens aufgrund dynamischen Umsatzwachstums mit einer Bewertungsprämie honoriert. Nun drohten aber Gegenwind, weniger Umsatzsteigerung und höhere Kosten. Mit ihren operativen Ergebnisschätzungen liegt Verma bis zu 11 Prozent unter dem Konsens.

Trotz der schwachen Kursentwicklung 2023 stellt sie klar: "Wir sehen keine Kaufgelegenheit, sondern nur den Ausdruck der Herausforderungen, vor denen Carl Zeiss Meditec steht". Die Aktienbewertung bleibe unattraktiv. Sie vergab den Aktien vor den im Dezember anstehenden Geschäftsjahreszahlen auch den Status "Negative Catalyst Watch". Damit erwartet die Expertin eher weitere Kursbelastungen.

Gegenwind für Carl Zeiss Meditec - JPMorgan startet mit 'Underweight'

"Je genauer man hinschaut, desto weniger sieht man", urteilt Analystin Anchal Verma von der US-Bank JPMorgan über Carl Zeiss Meditec. Aus ihrer Sicht drohen dem Medizintechnikkonzern heftiger Gegenwind, weniger Umsatzsteigerung und höhere Kosten. Mit ihren operativen Ergebnisschätzungen für 2024 und 2025 liegt Verma bis zu 11 Prozent unter dem Konsens.

Daher nahm die Analystin Carl Zeiss in einer am Dienstag vorliegenden Studie bei einem Kursziel von 52 Euro mit "Underweight" in die Bewertung auf.

Seit Jahresbeginn haben die Aktien rund ein Drittel an Börsenwert verloren und gehören zu den schwächsten Werten im Index der mittelgroßen Unternehmen. Das Jahrestief bei 72,60 Euro ist nicht mehr allzu weit entfernt.

Trotz dieser schwachen Kursentwicklung 2023 stellt Verma klar: "Wir sehen keine Kaufgelegenheit, sondern nur den Ausdruck der Herausforderungen, vor denen Carl Zeiss Meditec steht". Die Aktienbewertung bleibe unattraktiv. Sie vergab den Aktien vor den Mitte Dezember anstehenden Geschäftsjahreszahlen auch den Status "Negative Catalyst Watch". Damit erwartet die Expertin eher weitere Kursbelastungen und sieht insgesamt ein erhebliches Risiko.

Traditionell würden die Papiere des Jenaer Unternehmens aufgrund dynamischen Umsatzwachstums mit einer Bewertungsprämie honoriert. Speziell in China drohe nun aber Gegenwind, dort mache Carl Zeiss ein Viertel seines Umsatzes. In Europa und Amerika seien die Marktanteilsgewinne wegen starker Konkurrenz nur mäßig. Höhere Kosten erschweren laut Verma kurzfristig eine Verbesserung der Marge.

Die Analystin hebt auf der Kostenseite besonders die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hervor, die stärker gewachsen seien als der Umsatz. Carl Zeiss gebe mittlerweile 17 Prozent des Umsatzes für die Forschung aus, was die prozentual höchste Quote im Medizintechniksektor Europas sei. Historisch betrachtet hätten die Ausgaben meist nur zwischen 10 und 12 Prozent gelegen.

Carl Zeiss Meditec stellt als Ophthalmologie-Spezialist spezielle Linsen und Operationsmikroskope für die Augenheilkunde her. Verma sieht die Ophthalmologie durchaus als attraktiven Wachstumsmarkt, bevorzugt in der Branche aber Alcon und EssilorLuxottica.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der jeweilige Sektor entwickeln wird.

/ag/tih

FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

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Bildquellen: Carl Zeiss Meditec , Carl Zeiss Meditec

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