Die Iran-Krise und der Aktienmarkt - JPMorgan identifiziert Gewinner und Verlierer

Der Krieg im Nahen Osten hält die Aktienmärkte weiter fest im Griff. JPMorgan hat nun Gewinner und Verlierer des Konflikts ausgemacht.
Werte in diesem Artikel
• Konflikt mit dem Iran eskaliert
• JP-Morgan-Experten sehen einige Kriegs-Gewinner
• Verteidigung und Sicherheit der Energieversorgung im Anlegerfokus
Israel und die USA führen seit Tagen Luftangriffe gegen Ziele im Iran durch. Ziel der Operation sei es, Irans Atom-Einrichtungen, Raketen- und Drohnenkapazitäten sowie militärische Infrastruktur zu zerstören. Außerdem soll die iranische Marine massiv geschwächt werden.
Der Iran reagierte nicht nur mit Gegenangriffen, er blockierte faktisch auch den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die strategische Bedeutung dieser Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist für den Weltmarkt elementar: Rund 20 Prozent der globalen Exporte von Erdöl und Flüssiggas passieren dieses Nadelöhr. Entsprechend empfindlich reagierte der Ölmarkt, wo deutlich Preissteigerungen auszumachen sind.
JPMorgan: Wer vom Krieg profitiert
Die politische Unsicherheit in Verbindung mit Inflationssorgen infolge der steigenden Rohstoffkosten ist Gift für die Aktienmärkte. Entsprechend waren seit Kriegsbeginn deutliche Abschläge an den Börsen in den USA, Europa und Asien auszumachen.
Doch laut "Investing.com" hat die US-Investmentbank JPMorgan auch zahlreiche Gewinner des Konflikts identifiziert: Zum einen, weil dem Sicherheitsthema eine größere Bedeutung zukommt. Deshalb sieht die Bank Aufwärtspotential bei Verteidigungsunternehmen, die ihrer Meinung nach "von Raketenabwehrsystemen, dem Einsatz von Drohnen im Krieg und der Wiederauffüllung von Munitionsvorräten profitieren". Hervorgehoben wird dabei insbesondere BAE Systems, denn das britische Unternehmen liefere die Infrarot-Zielerfassung der Lenkflugkörper im THAAD-Raketenabwehrsystem der US-Armee. Aber auch die Rüstungskonzerne RENK, Leonardo und QinetiQ sieht JPMorgan-Finanzanalyst David Perry wegen ihrer hohen US-Umsätze im Anlegerfokus. Außerdem sehen die Experten der Investmentbank auch bei Cybersicherheitsunternehmen Chancen, weil diese beim "Schutz kritischer Infrastrukturen in einem Umfeld erhöhter Bedrohung" eine Rolle spielen.
Zum anderen heben die JPMorgan-Analysten den Daumen für nordamerikanische Energieunternehmen - darunter E&Ps, Raffinerien, inländische Ölfelddienstleister, LNG- und Midstream-Unternehmen. Sie argumentieren, dass durch die Blockade der Straße von Hormus der Druck auf westliche Staaten zunimmt, alternative Energierouten und Speichersysteme auszubauen. Es dürfte also verstärkt in die Modernisierung der eigenen Netze und in LNG-Infrastruktur investiert werden, um unabhängig von instabilen Regionen zu werden.
Abseits vom Aktienmarkt glaubt man bei JPMorgan, dass Edelmetalle von der Nachfrage nach sicheren Anlagen profitieren werden.
Die Kriegs-Verlierer
Auf der anderen Seite hält die Investmentbank Touristikunternehmen für "anfällig für einen Rückgang der diskretionären Nachfrage und einen regionalen Einbruch der Buchungen". Hinzu komme, dass Kreuzfahrtgesellschaften und Fluggesellschaften von steigenden Treibstoffkosten sowie von regionalen Hafenstörungen bzw. regionalen Flugausfällen belastet werden.
Außerdem sieht JPMorgan laut "Investing.com" Konsumgüter und globale Marken auf der Verliererseite. Zur Begründung wird auf die Inflationserwartungen, Risiken in der asiatischen Lieferkette und eine risikoaverse Stimmung verwiesen.
Redaktion finanzen.net
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