KI-Aktien wie NVIDIA unter der Lupe: Wer bei Analysten am besten abschneidet

An den Märkten mischt sich unter die Euphorie über Künstliche Intelligenz zunehmend Nervosität. Analysten bleiben aber überwiegend optimistisch.
Werte in diesem Artikel
• Gigantische KI-Investitionen großer US-Techkonzerne verunsichern Anleger
• Trotzdem bleiben viele der KI-Titel aus Sicht der Analysten attraktive Positionen
• Allerdings gibt es Diskrepanzen in den Einschätzungen, was die Risiken und Chancen angeht
Während die technologische Entwicklung rasant voranschreitet, blicken Investoren mit wachsender Sorge auf die immensen Kapitalsummen, die für den Aufbau der benötigten Infrastruktur aufgewendet werden müssen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete Anfang Februar über Ausgaben von rund 600 Milliarden US-Dollar im KI-Bereich, die große Technologiekonzerne für 2026 erwarten. Anlegern treibt dies Sorgenfalten auf die Stirn, doch was sagen Analysten?
NVIDIA: Der unangefochtene Marktführer
NVIDIA bleibt für viele Experten das Maß der Dinge. Der US-Konzern spielt eine Schlüsselrolle im globalen KI-Ökosystem, weil seine Grafikprozessoren (GPUs) als Standardhardware für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle gelten. Die Hochleistungschips des Unternehmens werden in Rechenzentren weltweit eingesetzt und bilden die technische Grundlage für Anwendungen wie generative KI, Cloud-Dienste und autonome Systeme. NVIDIAs Vorsprung wird aber nicht nur durch die reine Hardware-Performance begründet, sondern auch durch ein weit verbreitetes Software-Ökosystem (CUDA), das Hard- und Software so eng verzahnt, dass dieses Ökosystem für Entwickler zum weltweiten Industriestandard geworden ist.
Das Analysehaus Jefferies bestätigte daher am 26. Februar 2026 die Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 275 US-Dollar. Analyst Blayne Curtis kommentierte die Zuverlässigkeit des Konzerns mit den Worten: "Ob im Regen, Schneeregen, Schnee - NVIDIA liefert immer".
Laut TipRanks erhält der Chip-Designer von Analysten eine durchgängig starke Bewertung. Aus zahlreichen positiven Analystenratings (39 von insgesamt 41 Ratings in der Kategorie "Buy") ergibt sich hier eine "Strong Buy"-Konsens-Einstufung (Stand: 05.03.2026).
Microsoft: Stärke durch eigene Hardware
Für Microsoft lautet die Analystenmehrheit ebenfalls "Strong Buy" mit positiven Zielen, wie aus den TipRanks-Daten hervorgeht. Hier lauten 33 von insgesamt 36 Ratings auf "Buy" (Stand: 05.03.2026).
Goldman Sachs bekräftigte laut Investing.com Ende Februar 2026 seine Kaufempfehlung für Microsoft mit einem Kursziel von 600 US-Dollar. Besonders positiv wird der Fortschritt bei der eigenen Chip-Entwicklung gewertet. Laut Analystin Gabriela Borges hat Microsoft mit dem "Maia 200"-Beschleunigerchip signifikante Fortschritte in der internen Silizium-Strategie gemacht, was die Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern und die Margen im Cloud-Geschäft Azure verbessern könnte.
Daumen hoch für Infrastruktur-Anbieter Alphabet, Amazon und Meta
Auch die Aussichten bei den Hyperscalern Alphabet, Amazon und Meta werden von Analysten positiv gesehen. Zwar belasteten die hohen geplanten Investitionen die Aktienkurse zeitweilig, da Anleger ihren Fokus auf Profitabilität und Return-on-Investment richten, jedoch überwiegt unter Analysten anscheinend die Hoffnung, dass die Techriesen letztlich vom Infrastruktur-Hunger der Branche profitieren können.
So lauten bei TipRanks 26 von insgesamt 32 abgegebenen Ratings für Alphabet auf "Buy". Daneben erhalten Amazon 40 (von insgesamt 43) und Meta 39 (von insgesamt 44) Buy-Empfehlungen (Stand: 05.03.2026).
IBM: Kurseinbruch als Einstiegschance?
Ein kontroverses Bild zeigt sich bei IBM. Die Aktie erlebte im Februar 2026 mit einem Minus von 13 Prozent den stärksten Tagesverlust seit über 25 Jahren, nachdem Befürchtungen aufkamen, das KI-Tool "Claude Code" von Anthropic könnte IBMs Kerngeschäft mit Legacy-Systemen gefährden.
Doch Analyst Dan Ives von Wedbush sieht darin laut Investing.com eine übertriebene Marktreaktion. Er stufte den Kursrutsch als "great buying opportunity" ein und behielt sein "Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 340 US-Dollar bei. Ives argumentierte dabei, dass KI die Modernisierung von Altsystemen eher beschleunigen werde, anstatt IBM zu verdrängen, da Unternehmen weiterhin strukturierte Migration und Systemintegration benötigten.
Analysten von Morgan Stanley haben hingegen in diesem Zusammenhang ihr Kursziel für IBM von 304 auf 247 Dollar reduziert und Risiken im Zuge neuer KI-Tools betont. Diese divergierenden Einschätzungen spiegeln die Unsicherheit darüber wider, wie KI-Disruption traditionelle IT-Geschäftsmodelle beeinflusst. Bei TipRanks erhält IBM vor diesem Hintergrund nur 12 x Buy von insgesamt 18 aufgelisteten Empfehlungen (Stand: 05.03.2026).
Apple: Analysten bleiben zurückhaltend
Im Gegensatz zu den Hardware-Giganten NVIDIA oder Microsoft stößt Apple bei einigen Analysten auf Skepsis. Die britische Investmentbank Barclays etwa bestätigte Ende Januar 2026 die Einstufung "Underweight" mit einem Kursziel von 239 US-Dollar, was deutlich unter dem damaligen Marktniveau lag. Während Konkurrenten wie Microsoft und Google bei der KI-Integration in ihre Kerngeschäfte als weiter fortgeschritten gelten, wird Apples Positionierung in diesem Bereich von Häusern wie Barclays kritischer hinterfragt. Entsprechend wird Apple laut TipRanks nur bei 15 von insgesamt 25 Empfehlungen zum Kauf empfohlen (Stand: 05.03.2026).
KI-Aktien bleiben Analystenfavoriten
Ungeachtet der kurzfristigen Volatilität und der massiven Ausgabenerwartungen, die bei Investoren Befürchtungen hinsichtlich Profitabilität schüren, bleiben somit viele der großen KI-Titel aus Sicht der Analysten attraktive Positionen. Besonders Unternehmen, die die physische Basis für KI schaffen - wie NVIDIA oder Microsoft mit eigenen Chip-Projekten - stehen in der Gunst der Analysten weit oben. Gleichzeitig zeigt das Beispiel IBM, wie sensibel der Markt auf potenzielle Bedrohungen durch neue KI-Technologien reagiert. Anleger sollten daher die Investitionszyklen und die tatsächliche Monetarisierung der hohen Ausgaben im Blick behalten.
Redaktion finanzen.net
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