12.07.2018 14:49
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QIX Dividenden Europa: Münchener Rück verzeichnet im ersten Halbjahr so geringe Schäden wie seit 13 Jahren nicht mehr

QIX aktuell: QIX Dividenden Europa: Münchener Rück verzeichnet im ersten Halbjahr so geringe Schäden wie seit 13 Jahren nicht mehr | Nachricht | finanzen.net
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Nach dem schwachen Börsenverlauf am Mittwoch aufgrund des weiter eskalierenden globalen Handelsstreits zeigt der QIX Dividenden Europa Index heute wieder leichte Zugewinne.
Der Index verbucht dabei bis zum Nachmittag ein Plus von 0,7% auf 10.090 Punkte. Münchener Rück profitiert im ersten Halbjahr von der entspannten Wetterlage trotz einiger Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben. Sanofi und Evotec starten nach Genehmigungen der Behörden mit gemeinsamer Plattform zur Erforschung neuer Medikamente gegen Infektionskrankheiten.

Im Dividenden-Index präsentiert sich heute die Aktie der Münchener Rück deutlich im Plus bei 187,50 Euro. Der Rückversicherer profitiert von der deutlich entspannten Wetterlage im ersten Halbjahr. Dabei haben weltweit Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben so wenig Schaden angerichtet wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die Münchener Rück zählte in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Naturkatastrophen-Bericht Gesamtschäden von nur 33 Mrd. USD. Das sind gerade einmal halb so viel wie ein Jahr zuvor. Etwas geringer waren die Schäden zuletzt im ersten Halbjahr 2005. Damals waren es preisbereinigt nur 29 Mrd. USD. Dennoch hatten Versicherer und Rückversicherer weltweit hohe Ausgaben zu bewältigen. Mit 17 Mrd. USD mussten sie für Naturkatastrophen-Schäden fast so viel zahlen wie im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Dies liegt vor allem daran, dass sich in Industriestaaten immer mehr Unternehmen und Privatleute gegen Naturgefahren versichern. Dementsprechend höher sind natürlich auch die Prämieneinnahmen der Versicherer.

Nach der verheerenden Bilanz des Jahres 2017 zeigte sich der Münchener Rück-Vorstand insgesamt erleichtert. Es ist gut, dass nach extremen Katastrophen mit Rekordschäden wieder eine Phase mit geringen Schäden zu verzeichnen war. Die weltweit teuerste Naturkatastrophe im ersten Halbjahr war für den Rückversicherer der Wintersturm "Friederike", der im Januar eine Schneise der Verwüstung von Großbritannien bis nach Deutschland zog. Er richtete 2,2 Mrd. Euro Schaden an. Etwa zwei Drittel davon entfielen nach Angaben der Münchener Rück auf Deutschland. Zudem prägten im Frühsommer im Südwesten Europas schwere Gewitter mit Sturzfluten das Wetter. Dagegen kam es im Nordosten zu Hitzewellen und Dürren. Auf den Klimawandel können solche einzelne Ereignisse nicht zurückgeführt werden, erklärte ein Unwetter-Experte der Münchener Rück in dem vorgestellten Bericht.

Angesichts des jüngsten Kursrückgang bietet die Aktie der Münchener Rück mittlerweile wieder eine beträchtliche Kapitalrendite von 4,5%. Aber nicht nur die hohe Rendite ist überzeugend sondern auch die Dividendenkontinuität des Unternehmens. Seit 2007 hat das Management die Ausschüttung beständig von 5,50 Euro auf zuletzt 8,60 Euro angehoben. Letztlich kamen die Aktionäre während dieser Zeit in den Genuss einer Rendite von immerhin durchschnittlich 5,0%. Die entsprechende Ausschüttungsquote der Münchener Rück lag in den letzten Jahren bei rund 50%, was für einen Dividendentitel ausgesprochen konservativ ist. Für 2018 wird zwar insgesamt mit einer Erhöhung der Dividende auf 9,20 Euro gerechnet. Aber selbst wenn eine unveränderte Ausschüttung angekündigt werden würde, ergäbe sich immer noch eine attraktive Rendite.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Ebenfalls leichte Zugewinne verzeichnet heute im Dividenden-Index die Sanofi-Aktie. Derzeit notiert sie damit bei 72,10 Euro. Der französische Pharmakonzern und das Wirkstoffforschungsunternehmen Evotec haben ihre Pläne zum Aufbau einer Plattform zur beschleunigten Erforschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Infektionen erfolgreich umgesetzt. Alle erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden in Frankreich liegen vor, teilten beide Unternehmen zuletzt mit. Im Rahmen der Partnerschaft wird das Hamburger Unternehmen dabei Sanofis Antiinfektiva-Einheit sowie das damit verbundene Antiinfektiva-Forschungsportfolio in die eigene Organisation integrieren. Damit will Evotec die Entwicklung der Pipeline im Bereich Infektionskrankheiten voranbringen und so neue Open-Innovation-Forschungsinitiativen im Bereich Antiinfektiva initiieren. Der Fokus soll dabei zunächst auf Antibiotikaresistenzen, Tuberkulose, Malaria und der Entwicklung neuer antiviraler Therapien mit neuen Wirkungsmechanismen liegen. Die Vereinbarung führt zu garantierten Zahlungen von Sanofi innerhalb der nächsten 5 Jahre inklusive einer Vorabzahlung von 60 Mio. Euro. Gleichzeitig behält das Pharmaunternehmen aber bestimmte Optionsrechte an der Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung. Beide Unternehmen arbeiten bereits bei der Erforschung neuer Krebsmedikamente und im Bereich Diabetes zusammen.

Als Dividendenpapier hat sich die Sanofi-Aktie in den vergangenen Geschäftsjahren als ausgesprochen zuverlässig erwiesen. Immerhin erhöhte das Management die Gewinnausschüttung seit 2007 an von 1,75 Euro kontinuierlich auf zuletzt 3,03 Euro je Aktie. Demnach wurde die Dividende allein in den letzten 5 Jahren um gut 9% gesteigert. Während dieser Zeit lag die Rendite im Schnitt bei soliden 3,8%. Aber selbst nach dem jüngsten Kursanstieg bietet die Aktie des Pharmakonzern noch eine durchaus attraktive Dividendenrendite von 4,2%.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an. Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Bildquellen: Traderfox
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