29.10.2020 18:06

AIXTRON-Aktie bricht ein: AIXTRON blickt etwas vorsichtiger auf Umsatzentwicklung

Schritt bereits erwartet: AIXTRON-Aktie bricht ein: AIXTRON blickt etwas vorsichtiger auf Umsatzentwicklung | Nachricht | finanzen.net
Schritt bereits erwartet
Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.12. zusätzlich! -W-

Der LED- und Chipindustrieausrüster AIXTRON blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr.
Werbung
Beim Auftragseingang hob das Unternehmen indes das untere Ende der Zielspanne etwas an. Das reichte den Anlegern am Aktienmarkt aber offensichtlich nicht als Ausgleich. Der Kurs brach ein, zumal es auch mit Blick auf den Hoffnungsträger OLED-Technologie zunächst keine Neuigkeiten gab.

Es hieß lediglich, die Qualifikation durch einen Kunden werde weiter vorangetrieben. Erst wenn der Kunde die Anlagen qualifiziert - also grob gesagt für die dauerhafte Massenproduktion als geeignet beurteilt - werden größere Bestellungen möglich. Diese Prozess ist üblich in der Branche bei neuartigen Anlagen, um technische Probleme zu beseitigen und die Anlagen ausführlich zu testen.

Beim Auftragseingang peilt AIXTRON 2020 nun 270 Millionen Euro bis 300 Millionen Euro werden. Beim Umsatz geht das Management nun von einem zumindest stabilen Umsatz von rund 260 bis 280 Millionen Euro aus, wovon vor Zinsen und Steuern weiterhin 10 bis 15 Prozent hängen bleiben sollen. Bislang hatte AIXTRON, dessen Anlagen bei der Herstellung von LEDs, 3D-Sensoren und Energiemanagementchips helfen, beim Umsatz bis zu 300 Millionen Euro angepeilt.

Die meisten Analysten hatten das aber ohnehin nicht mehr für möglich gehalten und im Mittel zuletzt rund 268 Millionen Euro auf dem Zettel. So hatten den Nordrhein-Westfalen zum Jahresstart Verzögerungen von Auslieferungen und Anlageninstallationen in China zu schaffen gemacht.

Grundsätzlich gibt sich AIXTRON-Vorstand Bernd Schulte aber weiterhin zuversichtlich. "Wir sind im Jahresendspurt", sagte er laut Mitteilung im Zuge der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal am Donnerstag in Herzogenrath. Die Nachfrage nach den Anlagen des Unternehmens, mit denen hauchdünne Halbleiterschichten auf Trägerunterlagen aufgebracht werden, bewege sich weiter auf hohem Niveau.

Der Umsatzausblick impliziert denn auch Erlöse von mindestens knapp 100 Millionen Euro im Schlussquartal, nachdem hier nach neun Monaten 161,1 Millionen auf dem Zettel stehen. Für das abgelaufene dritte Jahresviertel bedeutete das ein Umsatzwachstum um 14 Prozent auf 64,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal.

Stützen kann sich das Unternehmen beim Wachstumsziel auf ein Auftragsplus in den drei Monaten von Juli bis September von 2 Prozent auf 70,8 Millionen Euro, womit per Ende September Anlagenbestellungen in Höhe von rund 164 Millionen Euro in den Büchern stehen.

Deutliche Verbesserungen erzielte das Management zuletzt bei der Profitabilität. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) stieg auch dank geringerer Betriebskosten um mehr als das Doppelte auf 13 Prozent, was einen Sprung des operativen Gewinns zum Vorquartal um fast 150 Prozent auf 8,2 Millionen Euro bedeutete. Anders als beim Umsatz übertraf das Unternehmen hier die Erwartungen. Mit 7,1 Millionen Euro blieb auch unter dem Strich deutlich mehr hängen als zuvor.

So impliziert der Jahresausblick ein Ebit von mindestens 26 Millionen Euro und damit ein sehr starkes Schlussquartal. In der Mitte der Zielspannen für Umsatz und Marge signalisiert das Management sogar ein Ebit von 34 Millionen Euro im Gesamtjahr. Das wäre dann knapp so viel wie Analysten im Durchschnitt erwarten.

Die zuletzt noch so stabilen Aktien von AIXTRON haben ihre Erholungstendenz der vergangenen sechs Wochen am Donnerstag auf einen Schlag zunichte gemacht. Das Unternehmen schätzte nach der Geschäftsentwicklung im dritten Quartal die Erlöse für das Gesamtjahr 2020 etwas vorsichtiger ein.

Mit einem XETRA-Kursabschlag von letztlich 12,46 Prozent auf 9,54 Euro wurden die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters als MDAX-Schlusslicht auf das Niveau von Mitte Juni durchgereicht. Für 2020 steht allerdings immer noch ein Kursplus von knapp 10 Prozent zu Buche.

Das Management geht nun von einem zumindest stabilen Jahresumsatz zwischen 260 und 280 Millionen Euro aus. Bislang hatte AIXTRON, dessen Anlagen bei der Herstellung von LED-Lampen, 3D-Sensoren und Energiemanagementchips helfen, bis zu 300 Millionen Euro angepeilt. Die meisten Analysten hatten das aber ohnehin nicht mehr für möglich gehalten und im Mittel zuletzt rund 268 Millionen Euro auf dem Zettel. Beim Auftragseingang hingegen hob das Unternehmen das untere Ende der Zielspanne für 2020 etwas an.

Ein Börsianer sprach von sehr durchwachsenen Signalen des aktuellen Zwischenberichts. Er lobte zwar den avisierten Auftragseingang, zeigte sich aber enttäuschend über den Umsatzausblick. Analystin Olivia Honychurch vom Broker Liberum sah die Ergebnisse des dritten Quartals etwas unter den Erwartungen. Auch sie lobte aber die Auftragslage und bekräftigte ihre Kaufempfehlung für die Aktien.

Sowohl die Zahlen als auch die nach unten eingeengte Zielspanne für den Jahresumsatz 2020 deckten sich mit den Erwartungen, schrieb Malte Schaumann vom Analysehaus Warburg Research.

/mis/he/stk

HERZOGENRATH (dpa-AFX)

Bildquellen: AIXTRON SE

Nachrichten zu AIXTRON SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu AIXTRON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
25.11.2020AIXTRON SE kaufenDZ BANK
16.11.2020AIXTRON SE VerkaufenIndependent Research GmbH
03.11.2020AIXTRON SE overweightBarclays Capital
02.11.2020AIXTRON SE HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.10.2020AIXTRON SE buyWarburg Research
25.11.2020AIXTRON SE kaufenDZ BANK
03.11.2020AIXTRON SE overweightBarclays Capital
30.10.2020AIXTRON SE buyWarburg Research
29.10.2020AIXTRON SE kaufenDZ BANK
12.10.2020AIXTRON SE overweightBarclays Capital
02.11.2020AIXTRON SE HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.10.2020AIXTRON SE HoldWarburg Research
27.07.2020AIXTRON SE HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
24.07.2020AIXTRON SE HoldWarburg Research
23.07.2020AIXTRON SE HoldWarburg Research
16.11.2020AIXTRON SE VerkaufenIndependent Research GmbH
24.07.2020AIXTRON SE VerkaufenIndependent Research GmbH
07.05.2020AIXTRON SE VerkaufenIndependent Research GmbH
28.02.2020AIXTRON SE VerkaufenIndependent Research GmbH
25.10.2019AIXTRON SE VerkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für AIXTRON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Dow schließt höher -- VW kann CO2-EU-Vorgaben nicht erfüllen -- Merck nach Milliarden-Zukauf auf Kurs -- Moderna, BioNTech, Pfizer, KION im Fokus

Boeing-Aktie kräftig im Minus: Boeing drosselt 787-Dreamliner-Produktion weiter. Deutsche Bank besiegelt Partnerschaft mit Google zur IT-Erneuerung. Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wirtschaftsprüfer von Wirecard. Chefwechsel bei Glencore. Lufthansa kündigt Zubringerdienste für Condor. US-Jobwachstum lässt im November stark nach. EU-Haushalt für 2021 steht - allerdings nur unter Vorbehalt.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

DAX 30: Die Gewinner und Verlierer im November 2020
Welche Aktie macht das Rennen?
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2020
Diese Geschenke landen 2020 unter dem Weihnachtsbaum
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer im November 2020
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
3. Quartal 2020: Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die 15 Top-Verdiener unter den Gamern
Das sind die 15 millionenschweren Top-Verdiener in der Gamingbranche
mehr Top Rankings

Umfrage

Wie hat sich Ihr Wertpapierdepot seit Jahresbeginn entwickelt?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln