21.07.2017 09:34

Siemens zieht Konsequenzen aus Krim-Affäre

Strafanzeige: Siemens zieht Konsequenzen aus Krim-Affäre | Nachricht | finanzen.net
Strafanzeige
Folgen
Der Elektrokonzern Siemens hat nach dem Bekanntwerden sanktionswidriger Turbinen-Transporte auf die Krim Konsequenzen für sein Russland-Geschäft gezogen.
Werbung
Die Maßnahmen umfassen dabei eine ganze Reihe von Punkten, etwa die Beendigung von Lizenzabkommen, die Trennung von einer Kraftwerksbeteiligung oder die Aussetzung bestimmter Verträge. So will Siemens weitere Verstöße gegen Exportkontrollvorschriften verhindern.

Man habe glaubwürdige Informationen erhalten, dass alle vier von Siemens für ein Projekt nach Russland gelieferte Gasturbinen leicht verändert vertrags- und sanktionswidrig auf die Krim weiter transportiert worden seien, erklärte Siemens am Freitag. Dies sei ein "eklatanter Bruch" der Lieferverträge. Das Unternehmen kündigte an, an seiner Strafanzeige gegen die Verantwortlichen seines Kunden TPE ebenso festzuhalten, wie an der Klage auf Einhaltung der Verträge. So will der Konzern weitere Lieferungen auf die Krim verhindern und bereits dorthin gelieferte Ausrüstung zurückbringen. Siemens bekräftigte zudem sein Angebot, diese zurückzukaufen und den Vertrag zu annullieren.

RUSSISCHE AKTIVITÄTEN ÜBERPRÜFT

Zudem kündigte Siemens mehrere Maßnahmen an, um weitere Fälle dieser Art künftig zu verhindern. So wird das Unternehmen Lizenzabkommen mit russischen Unternehmen beenden, welche die Lieferung von Ausrüstung für Kombikraftwerke betreffen. Zudem trenne sich Siemens von seiner Minderheitsbeteiligung an dem russischen Unternehmen Interautomatika, welches Produkte und Dienstleistungen für Steuerungs- und Kontrollsysteme in Kraftwerken anbietet.

Bei bestehenden Verträgen mit staatlich kontrollierten Kunden in Russland stoppe Siemens außerdem bis auf weiteres die Lieferung von Kraftwerksausrüstung. Währenddessen will der Konzern ein neues Kontrollsystem einführen. Dieses sehe etwa vor, dass Siemens auch die Lieferung kontrolliere und die Installation durch eigene Mitarbeiter vornehme. Neue Verträge für Gaskraftwerksausrüstung in Russland würden künftig ausschließlich von dem mehrheitlich Siemens gehörenden Joint Venture Siemens Gas Turbine Technologies und der 100-prozentigen Tochter OOO Siemens mit Sitz in Moskau abgewickelt.

TURBINEN DURFTEN NICHT AUF KRIM GELIEFERT WERDEN

Aufgrund der derzeitigen Untersuchungen habe Siemens bisher in den eigenen Reihen keine Anzeichen für mögliche Verstöße gegen Exportkontrollvorschriften erkannt, hieß es weiter. Die EU erlaubt den Export von Kraftwerken nach Russland, nicht aber auf die von Russland annektierte Krim. Derzeit setzt Siemens noch rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr in Russland um. Der Konzern hatte die betroffenen Turbinen im vergangenen Sommer geliefert. In dem Vertrag mit den Russen war demnach ausdrücklich festgeschrieben, dass die Turbinen nicht auf die Krim geliefert werden durften.

Der russische Industrieminister Denis Manturow hatte jüngst der Agentur Tass erklärt, Russland habe sich bei der Verwendung der Technik "völlig korrekt" verhalten./nas/men/stb

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: A.Penkov / Shutterstock.com

Nachrichten zu Siemens AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Siemens AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
26.11.2021Siemens BuyDeutsche Bank AG
24.11.2021Siemens BuyGoldman Sachs Group Inc.
22.11.2021Siemens BuyJefferies & Company Inc.
22.11.2021Siemens BuyUBS AG
22.11.2021Siemens OutperformRBC Capital Markets
26.11.2021Siemens BuyDeutsche Bank AG
24.11.2021Siemens BuyGoldman Sachs Group Inc.
22.11.2021Siemens BuyJefferies & Company Inc.
22.11.2021Siemens BuyUBS AG
22.11.2021Siemens OutperformRBC Capital Markets
12.11.2021Siemens Equal-weightMorgan Stanley
09.08.2021Siemens Equal-weightMorgan Stanley
06.08.2021Siemens Equal WeightBarclays Capital
05.08.2021Siemens Equal WeightBarclays Capital
01.07.2021Siemens Equal WeightBarclays Capital
15.11.2021Siemens UnderweightBarclays Capital
11.11.2021Siemens UnderweightBarclays Capital
08.11.2018Siemens UnderweightBarclays Capital
07.11.2018Siemens UnderweightBarclays Capital
03.10.2018Siemens UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Siemens AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Neue Virussorgen: DAX geht tiefrot ins Wochenende -- Ausverkauf in den USA -- Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika -- Tesla verzichtet auf staatliche Förderung -- Software AG, K+S im Fokus

Apple macht iPhone in der Türkei über Nacht mehr als 25 Prozent teurer. Ocugen-Aktie: FDA stoppt Covaxin-Impfstoff. BioNTech prüft Wirksamkeit seines Impfstoffs gegen neue Corona-Variante. Nextcloud legt Beschwerde gegen Microsoft beim Bundeskartellamt ein. Kryptowährungen geben wegen neuer Virusvariante kräftig nach. Deutsche Bank: Entscheidend ob Impfstoffe gegen Variante wirken.

Umfrage

Sind Sie in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether & Co. investiert?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln