Tarifkonflikt

Lufthansa-Aktie steigt: Konzern wirbt mit verbessertem Vorsorgeangebot um Piloten - Ufo startet Urabstimmung

17.03.26 15:46 Uhr

Lufthansa-Aktie höher: Neues Angebot im Streit um Betriebsrenten - Ufo startet Urabstimmung bei Lufthansa-Crews | finanzen.net

Der Konzern legt der Pilotengewerkschaft ein verbessertes Modell für die Altersvorsorge vor und signalisiert Verhandlungsbereitschaft.

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Im Tarifkonflikt um die betriebliche Altersvorsorge für die Cockpit-Beschäftigten bei der Lufthansa hat das Unternehmen der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ein neues Angebot gemacht. Es sieht eine Überführung der Übergangsversorgung (ÜV) in die betriebliche Altersvorsorge (bAV) vor. Überschlägig halte die Lufthansa eine Verbesserung der bAV um bis zu 50 Prozent für darstellbar, ohne dass die Kosten für das Unternehmen in Summe stiegen, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung, mit der sich der Luftfahrtkonzern direkt an die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wendet.

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Die Lufthansa sei offen für eine Lösung nach dem Vorbild der Carrier KLM und British Airways, die die VC als vorbildlich darstelle. "Diese Wettbewerber haben ein integriertes Versorgungssystem und kommen ohne eine separate ÜV aus." Die Lufthansa wolle gerne dafür mit der Gewerkschaft wieder in Verhandlungen eintreten.

Nach einem Streik der Lufthansa-Beschäftigten in der vergangenen Woche im Konflikt um die Betriebsrenten war es zu erheblichen Flugausfällen gekommen. Auch die Piloten der Tochter Eurowings bereiten sich auf einen Arbeitskampf vor.

Ufo startet Urabstimmung bei Lufthansa-Crews

Bei der Lufthansa steigt die Gefahr neuerlicher Streiks. Nach zwei Streikwellen der Piloten machen sich nun die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa wie auch der Regionaltochter Cityline bereit für den Arbeitskampf. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung bis Freitag kommender Woche (27. März) aufgerufen. Man rechne mit einem sehr eindeutigen Ergebnis, erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger.

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Die Gewerkschaft hat bei beiden Gesellschaften bereits Warnstreiks organisiert. Gründe für die Eskalation sind aus Sicht der Gewerkschaft die festgefahrenen Verhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und die weiterhin fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr beendet werden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.

Man habe zunächst den Weg über Gespräche gesucht und die Forderungen jeweils mit Warnstreiks unterstrichen, erklärte Ufo-Verhandlungsführer Harry Jaeger. "Wenn ein Arbeitgeber dennoch stumpf mauert - sei es durch blankes Ignorieren wie bei CityLine, oder durch rigorose inhaltliche Verweigerung wie bei Lufthansa, bleibt einer Gewerkschaft am Ende nur der Schritt, ihre Mitglieder über weitergehende Maßnahmen abstimmen zu lassen."

Lufthansa-Airlines verlängern Flugstopp nach Tel Aviv bis 9. April

Die Airlines der Lufthansa Group verlängern die Aussetzung ihrer Flüge nach Tel Aviv in Israel wegen der aktuellen Situation im Nahen Osten und den damit verbundenen massiven Einschränkungen des Luftverkehrs um eine Woche bis zum 9. April. Zudem stellt die Kernmarke Lufthansa Flüge von und nach Riad aus operativen Gründen bis einschließlich 5. April aus, wie der Konzern mitteilte. Linienflüge der Tochter Ita Airways in die saudi-arabische Hauptstadt finden weiterhin statt.

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Flüge nach Dubai, Abu Dhabi und Dammam sowie nach Erbil und Beirut sind bis einschließlich 28. März ausgesetzt. Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran bis einschließlich 30. April.

Via XETRA verteuern sich Lufthansa-Papiere zeitweise um 1,94 Prozent auf 7,87 Euro.

DOW JONES / dpa-AFX

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